Bart de Zwarts 11-City SUP-Sprint

Mit einem 220-Kilometer-Sprint durch Holland setzt Bart de Zwart im SUP neue Standards.
Bart de Zwart beim 220km SUP-Sprint
Von Josh Sampiero

Standup-Paddler Bart de Zwart, der in Holland geboren wurde und auf Maui aufwuchs, stellte Ende Mai einen neuen Rekord in Geschwindigkeit und Ausdauer auf, als er die bekannte 11-City-Tour mit einer Länge von 220 km in 28 h und 21 min absolvierte. Letztes Jahr hatte de Zwart mit einer Paddeltour auf der Insel Hawaii alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen, bei der er vier Nächte in Folge auf seinem Board schlief. Jetzt hoffte er, den alten 11-City-Tour-Rekord von 37 Stunden zu schlagen – und es gelang ihm: Non-Stop-Rekord auf der 11-City-Tour. „Nachdem ich viermal an der 220 km langen 11-City-Tour teilgenommen hatte, und dreimal siegreich war, wollte ich die Tour zur Abwechslung mal ohne Pause paddeln“, sagt Bart. „Anfang des Jahres hat Jasper van Overbeek 37 Stunden dafür gebraucht. Es war mein Ziel, die Tour nicht nur ohne Pause hinter mich zu bringen, sondern auch eine sehr schnelle Zeit zu schaffen, damit der Rekord noch eine ganze Weile bestehen bleibt!“

Bart de Zwart paddelt Kilometer um Kilometer

Bart begann die Paddeltour morgens um 6 Uhr in Leeuwarden, der ersten der 11 Städte. Vom Start weg behielt er ein unvermindert hohes Tempo bei. Sein Vater unterstützte ihn vom Boot aus, und versorgte ihn mit Essen. („Ich aß so viel ich konnte, um genug Energie zu haben!“ sagt Bart.) Eine der größten Herausforderungen war es, nachts nicht die Orientierung zu verlieren. Gott sei Dank gibt es iPhones – und sein GPS-System brachte ihn sicher durch die schmalen Kanäle. Nach 20 Stunden wusste er, dass er unter der 30-Stunden-Marke bleiben würde, wenn er seine hohe Geschwindigkeit beibehalten konnte – und das tat er. Er unterbot den alten Rekord um fast 9 Stunden. Und auch wenn die gesamte Paddeltour eine Herausforderung war, wurde sie zu keinem Zeitpunkt unerträglich. „Ich bin nie zusammengebrochen, und konnte immer eine gewisse Geschwindigkeit aufrecht erhalten. Aber nach 21 Stunden paddeln war ich zwischen 2 und 5 Uhr morgens teilweise sehr kaputt und müde. Ich wusste, wenn ich erst einmal in Dokkum (der letzten Stadt) bin, dann bin ich auf heimischem Gewässer und das würde mich ins Ziel tragen.“

Der Sprint war ein hervorragendes Training für das fünftägige 11-City-Rennen im September, das mittlerweile zu den einzigartigsten Events in der Welt der SUP-Wettkämpfe zählt. Obwohl er es schon dreimal gewinnen konnte, hofft Bart auf einen vierten Sieg. Doch das ist derzeit gar nicht sein größtes Ziel: Im Juni will de Zwart den nördlichen Polarkreis zwischen Kanada und Grönland überqueren. Bart, wir haben einen Vorschlag: Schmeiß das iPhone in die Ecke, und hol dir eine Notfunkbake!

Haltet die Augen offen, und verpasst Ende Juni nicht die Updates von Barts arktischer Überquerung.

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