Warum du eine Kompression-Session brauchst...

Triathleten tragen sie, also muss sie funktionieren, oder? Wissenswertes zur Kompressionsbekleidung.
Trailrunning in Teneriffa
Kompressionsstrümpfe - Hype oder die Zukunft? © compressport.com
Von Fredrik Ölmqvist

"Echte Männer" würden sie niemals tragen – aber geh mal zu einem Ultralauf oder Adventure Race, und du wirst überall Kompressionsbekleidung entdecken. Früher wurde sie eher von professionellen Leichtathleten und Triathleten benutzt, heutzutage immer öfter auch von Adventure-Athleten. Brauchst du auch welche?

Kompressionstechnologie gibt es schon seit einiger Zeit, und es ist medizinisch nachgewiesen, dass sie funktioniert. Professionelle Leichtathleten umwickelten früher ihre Beine, um Milchsäurebildung zu vermindern, was ihnen ermöglichte, härter zu trainieren. Sie ist zudem im Radsport vom UCI verboten – und die wissen wahrscheinlich einiges über Dinge, die die Leistung fördern.

Und da nun auch Abenteurer ihr Training immer ernster nehmen, macht es Sinn, Kompressionstechnologie in Betracht zu ziehen, denn sie vergrößert die Blutzirkulation während des Sports um 40%, und in Ruhephasen um 30%. (Die Verwendung als Erholungshilfe ist einer der Hauptgründe für die Verwendung – viele Sportler schlafen mit Kompressionsstrümpfen). Kompression reduziert zudem den Schockwellen-Effekt auf Muskeln, Venen und Gelenke, und reduziert so Muskelschäden.

Kompressionsausrüstung in voller Aktion
Kompression kann dein Berglaufen verbessern © Fredrik Ölmqvist

Es gibt generell zwei Arten von Kompressionsstrümpfen: solche aus elastischem Material (Elastan) und fester gewebte Produkte. Der Nachteil von Elastan ist, dass es nicht besonders atmungsaktiv ist, und bei manchen Leuten führt es zu Hautirritationen.

Es ist generell empfehlenswert, während des Sports etwas nachgiebigere Kompression zu verwenden, und festere, wenn du dich erholst. Am Anfang wirst du einen großen Unterschied spüren, später brauchst du festere Kompression, um den gleichen Effekt zu erzielen.

CEP gehört zu den besten Herstellern von Kompressionsstrümpfen. Sie produzieren seit 100 Jahren Kompressionsstrümpfe.

Die Schweizer Marke Compressport bietet verschiedene Ausführungen an. Ihr Material und die Webart sind anders – viel steifer und weniger flexibel. Sie sind leichter, dünn, atmungsaktiv und schnell trocknend, und deswegen ein Favorit vieler Sportler.

Kompressionsstrümpfe und -Anzug von CEP © Mit freundlicher Genehmigung von CEP.

Nichtsdestotrotz gibt es viele verschiedene Arten von Kompressionsbekleidung, und nicht alle werden den Effekt haben, den du dir erhoffst. Einige sind dick und warm (Skins). Andere haben nicht die perfekte Passform oder nicht genügend Kompression (Salomon). Andere Materialien wie Lycra verlieren nach einiger Zeit ihre Kompressionseigenschaften und ihre ursprüngliche Größe.

Die nächste Frage ist, ob man sich für eine Socke entscheiden soll, oder für einen Ärmel. Strümpfe bieten Unterstützung für den Knöchel, aber das kann auch ein Nachteil sein. Die schlauchähnliche Ärmelform trocknet schneller. Und du kannst auch Sleeves für die Oberschenkel kaufen, die sich ideal für Bergläufe eignen.

Eine letzte Warnung: die Größe ist extrem wichtig. Wenn deine Kompressionsausrüstung zu klein ist, dann ist das kontraproduktiv für deine Intentionen. Aber solange du das richtige Paar findest, kannst du härter trainieren und dich schneller von deinen Abenteuern erholen.

Dann brauchst du dir nur noch zu überlegen, welche Farbe du gerne haben möchtest. Aber das machen echte Männer auch nicht.

Fredrick Olmqvist ist ein schwedischer Ultrarunner und Blogger, der hier über Trailrunning schreibt: /fredrikolmqvist.wordpress.com/

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