Ausrüstungstrends: Eindrücke von der OutDoor 2013

Echtes Abenteuer ist keine Frage der Ausrüstung. Trotzdem begeistern wir uns für sie.
Klettern an der Indoor-Wand am Salewa-Stand. © Josh Sampiero
Von Josh Sampiero

Und es gibt keinen besseren Ort, um die neuesten Ausrüstungstrends aufzuspüren als die jährliche OutDoor-Messe für Fachbesucher in Friedrichshafen, Deutschland. Von Zelten bis zu Trailrunning-Schuhen, von Slacklines bis zu Schlafsäcken – hier gibt es alles. Die größten und besten Marken im Bereich der Freizeitabenteuer wollen hier sehen und gesehen werden. Und einige der coolsten Spielzeuge, die wir dort entdeckt haben, stellen wir dir hier in den nächsten Monaten vor – aber bis dahin, lass uns ein paar der wichtigsten Trends betrachten.

Die Kletter-Bühne der OutDoor 2013 © Josh Sampiero

Beim Klettern geht es aufwärts
Für viele Besucher auf der OutDoor war die riesige Indoor-Kletter-Bühne – eine von vielen Indoor-Kletter-Möglichkeiten – das Erste, was sie beim Betreten des Geländes zu Gesicht bekamen. Während der gesamten Messe kletterten ständig Profi- und Freizeitkletterer an der künstlichen Kletterwand empor und testeten unterschiedliche Griffe sowie zahlreiche andere Kletterprodukte. Betrat man die Kletter-Halle, konnte man die Energie, die in der Luft lag, förmlich spüren. Nathan Kuder ist Produktmanager für Black Diamond Equipment und ein langjähriger Veteran in Sachen Outdoor-Freizeitmessen. „Klettern erlebt derzeit einen großen Aufschwung“, sagt er.

Interessanterweise bedeutet das nicht, dass die Menschen für ihre Kletter-Abenteuer nach draußen gehen – vielmehr spielt sich alles unter einem von Menschen gemachtem Dach ab. „Indoor-Fitnessstudios und Indoor-Klettereinrichtungen sprießen überall aus dem Boden und es gibt Massen an Unternehmen, die Griffe oder Selbstsicherungsgeräte herstellen“, sagt Kuder.

 

Der Boreas Muir Woods 20L Rucksack © Courtesy Boreas

Abnehmen mal anders…
„Leichter, leichter, leichter“, meint Kuder. „Fast überall versuchen alle Hersteller, leichtere Ausrüstung zu produzieren.“ Egal ob Rucksäcke, Steigeisen, Geräte oder Oberbekleidung, dünn sein ist angesagt. Rucksack-Firmen bieten schlanke Rucksäcke ohne jeglichen Schnickschnack an, mit denen man Berge schnell besteigen und Tagesausflüge unternehmen kann.

Ermöglicht wird dies durch moderne Materialien – viele Rucksäcke auf der Messe bestanden aus der Art von Nylon, wie man es bei Fallschirmen findet. Alles dreht sich um Form und Sitz – Rucksäcke wie der Boreas Muir Woods, oben im Bild, drücken die schwere Last enger an den Körper statt auf den Boden des Rucksacks. Und fast alle Firmen nutzen belüftete Tragesysteme aus Schaumstoff und Mesh, um den Rucksäcken Stabilität zu bieten und gleichzeitig den Körper kühl zu halten.

 

Shirts mit der Omnifreeze-Technologie von Columbia © Courtesy Columbia

Schnell trocknend…
Es dreht sich alles um die Verdunstung. Bekleidungsfirmen preisen ständig die „Atmungsaktivität“ ihrer Materialien an. Columbia Sportswears Omnifreeze EVAP Technologie ist eine Ergänzung zu dem vor kurzem veröffentlichten, kühlenden Material Omnifreeze. Das grundlegende Prinzip: Schweiß soll von den Stellen weggeleitet werden, wo er sich ansammelt, damit er schnell verdunsten kann und das Material so mehr Tragekomfort bietet und die gefühlte Temperatur gesenkt wird. Und wie gut funktioniert das System? Die Produkte die auf der Messe zum Testen verteilt wurden, erhielten überwältigend positives Feedback.

Der Salomon S-Lab Sense Ultra © Courtesy Salomon

Abseits der Pfade…
Während man beim Klettern drinnen bleibt, geht es beim Laufen nach draußen – und ins Gelände. Überall gab es renntaugliche Trailrunning-Schuhe. Während die „Barfuß“-Revolution auch weiterhin ihre Spuren hinterlässt und überall minimalistische und leichte Angebote zur Verfügung stehen, ist nicht jeder ein Anhänger dieses Trends. Beliebte Marken wie Salomon stellen auch weiterhin, nun, einfach tolle Trailschuhe wie den S-Lab Sense Ultra (oben) her. Und diese Schuhe beweisen, dass Leichtigkeit (240g) bei Strecken von mehr als 20 Kilometern nicht automatisch mit wunden Füßen enden muss.

Sind Trailrunning-Schuhe die neuen Wanderschuhe? © Josh Sampiero

Weitere Trends bei den Schuhen? Klobige Wanderschuhe durch schlankere, leichtere Trailrunning-Schuhe zu ersetzen. Das Gewicht und die Größe traditioneller Stiefel können einfach nicht mit der Zweckdienlichkeit, der Nützlichkeit und dem Komfort eines guten Trailrunning-Schuhs mithalten. Wenn Wärme keine Rolle spielt, wenden sich die Konsumenten zunehmend von Stiefeln ab und dem multifunktionalen Trail-Schuh zu. Dieses Plakat mit einem noch nicht veröffentlichten Produkt von Merrell bewirbt das Wandern – zeigt jedoch zwei Schuhe, die eher wie Turnschuhe aussehen.

Wir werden in den kommenden Wochen über diese und andere Entwicklungen berichten, wenn wir für dich ausgewertet haben, welche Ausrüstung du (idealerweise) auf deine Abenteuer mitnehmen solltest.

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