Rickshaw Run durch Indien

Eine unglaubliche Reise durch Indien mit Verrücktheiten und unerwarteten Abenteuern an jeder Ecke.
Und das ist noch eine der „guten“ Straßen. © The Adventurists
Von Josh Sampiero

Rickshaw Run ist ein wahnsinniger Sprint quer durch Indien, bei dem es bereits ein Erfolg ist, wenn man überhaupt ins Ziel kommt. Der Event wird von den offensichtlich Verrückten von The Adventurists organisiert, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Welt weniger langweilig zu machen. Im Grunde absolvieren die Teilnehmer das Rennen auf einem Dreirad mit dem Motor eines Rasenmähers.

Anfang September stiegen ein Dutzend Teams aus der ganzen Welt in die überdimensionalen Go-Karts, um 3.500 Kilometer von Shillong nach Jaisalmer zu fahren – und fast alle kamen ins Ziel. Matt Dickens, der für The Adventurists vor Ort alles organisiert, erfährt von allem, das klappt – und allem, das schief geht. Hier sind einige der Highlights.

Hoch oben
„Rickshaw Run ist kein Wettrennen – es gibt keine festgelegte Strecke, nur ein Ziel! Wir wissen nicht, welches Team die weiteste Strecke zurückgelegt hat, da die Kilometerzähler nicht funktioniert haben, aber wir wissen, wer am höchsten war – sprichwörtlich. Ein Team fuhr über Nepal und erreichte eine Höhe von 1488 Metern. Das Beste war die Fahrt den Berg hinunter, haben sie erzählt – und das können wir uns gut vorstellen!“

Nicht überall herrscht Staub und Dreck. © The Adventurists

Das verlässliche Ross
„Eine Rikscha fährt bis zu 60 km/h schnell. Der Motor hat etwa 7 PS, etwas weniger als 150cc. Du musst die Schaltkuppel in den Gang einlegen – das ist ein weiteres Teil, das kaputtgehen kann. Es kam vor, das Motoren bei 60 km/h Feuer fingen. Der 8-Liter-Tank muss eigentlich jeden Tag aufgefüllt werden. Es ist ein Zweitaktmotor, weshalb man Öl mit Benzin mischen muss. Mit einem vollen Tank schafft man etwa 150 Kilometer – Rikschas sind also sehr günstig, bis sie kaputtgehen oder man irgendwo reinfährt!“

Die beste Reparatur des Runs
Beteiligt war der Griff eines Cricket-Schlägers und es hielt 40 Kilometer lang. Die beste Lösung? Hol Hilfe! „Indien ist rappelvoll mit schlechten Mechanikern – aber es gibt auch einige der besten Mechaniker der Welt“, sagt Dickens. „Ich habe schon erlebt, dass sich ein zehnjähriger Junge nur mit einem Teelöffel gewappnet ans Werk macht und die Rikscha danach schnurrt wie ein Kätzchen!“

Auf der Straße zählst du zu den Kleinsten. © The Adventurists

Das Problem mit dem Delhi-Bauch
„Eines passiert garantiert – irgendetwas wird deinem Magen so gar nicht bekommen. Ein Typ verbrachte 27 Stunden auf der Toilette, bevor er weiterfahren konnte – er war wirklich dehydriert.“ Und natürlich kommt es noch schlimmer. „Ein Team machte in einem Dorf Halt und wurde zu einem besonderen Mahl eingeladen. Die Dorfbewohner brachten einen großen Teller voller Larven und Maden. Das Team wollte höflich sein, ließ sich nichts anmerken und aß die Maden…und sobald sie den Teller leer gegessen hatten, brachten die Einheimischen den nächsten!“

Der Kampf mit Räubern
Die aufsehenerregendste Geschichte des Rennens? Echte Räuber mit echten Waffen, die echt alles stahlen, was ein Team besaß. Sie mussten ihre Teilnahme abbrechen und nach Delhi reisen, um neue Reisepässe zu beantragen. Ein anderes Team hatte mehr Glück – eine Gruppe Möchtegern-Räuber näherte sich ihnen mit Stöcken, aber die Kiwis in ihrer Rikscha hatten Macheten dabei und verjagten die Räuber ziemlich schnell!

Bei Flussüberquerungen braucht man manchmal Hilfe. © The Adventurists

Es gibt Hosen-Diebe…
Aber keine Angst, es ist nicht dein Reisebegleiter (hoffen wir jedenfalls) – es sind die Wildtiere. Ein Team betrat sein Hotelzimmer und überraschte einen Affen, der gerade das Gepäck durchstöberte. Sie verjagten den frechen Schimpansen mit einem Schwert – eindeutig ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand für jeden Teilnehmer – aber mit was kam der Affe davon? Einem Haufen Unterhosen.

Unfälle passieren.
Und wir sprechen jetzt nicht vom Delhi-Bauch (obwohl es auch da zu Missgeschicken kommen kann – nur hoffentlich nicht während des Abendessens). Ein Team fuhr sogar schon vor dem Start des Rennens mit der Rikscha gegen eine Dampfwalze. Dazu meint Matt: „Der Kerl brach sich das Handgelenk. Er bekam einen Gips und konnte am Rennen teilnehmen!“

Das Entscheidende ist die Bemalung. © The Adventurists

Kleines Auto, große Jungs
„In einem Zwei-Mann-Team war ein Typ etwa zwei Meter groß und wog über 125 Kilo – und sein Teamkollege war nicht viel kleiner. Zusammen wogen sie mehr als die Rikscha!”

Oh yeah, die Party….
„Es gibt kein besseres Ende für ein richtiges Abenteuer als ein paar Drinks… und mit ein paar Drinks meinen wir etwa 1500 Biere – so viel wurde bei der diesjährigen Party am Ziel getrunken. Zum Glück musste am nächsten Tag niemand weiterreisen.“

Verpass nicht die anderen Events von The Adventurists und meld dich für deine Dosis Chaos an.

Hin und wieder sind ein paar Hindernisse im Weg. © The Adventurists
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