Fotos: Unglaubliche Polarexpedition

Polarfotograf Martin Hartley zeigt uns einige seiner ergreifendsten Bilder aus einem Jahrzehnt.
Von Tarquin Cooper

Als ein britisches Forschungsteam sich für eine schwierige Expedition zum Südpol und zurück in Richtung des eisigen Kontinents Antarktis aufmachte, baten wir den Polarfotografen Martin Hartley, sein Archiv für uns zu öffnen.

Mit Temperaturen von bis zu -40 °C sind die Polargebiete ein gnadenloser und brutaler Ort. Doch die wenigen Abenteurer, die die Reise bis zu diesen abgelegenen Gegenden unseres Planeten schaffen, werden mit Eindrücken unvorstellbarer Schönheit belohnt.

Hartley, einst aufgrund seiner Teilnahme an einer wissenschaftlichen Expedition zum Nordpol zum Umwelthelden gewählt, dokumentiert seit über zehn Jahren Arktis-, Antarktis- und Gebirgsexpeditionen. Seine Arbeit kannst du dir näher unter www.martinhartley.com ansehen.

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Selbstporträt
Selbstporträt Dieses Foto wurde nach einer 76-tägigen Skitour mit Gegenwind über den Arktischen Ozean im Jahr 2010 gemacht. „Mein Fehler war, dass ich den Pelz von meiner Kapuze abgezogen habe, weil er mir die Sicht versperrte. Doch die durch den Wind verursachten Hautverbrennungen heilten schnell wieder.“ © martinhartley.com
Routenfinder
Routenfinder Der Wissenschaftler Adrian McCallum steht im Frühjahr 2011 vor Cornwallis Island auf einem auf Grund gelaufenen Eisberg und prüft nach einem Tag zum Testen der Ausrüstung die Route zurück zur Basis. © martinhartley.com
Die weiße Wüste
Die weiße Wüste Ein Abenteurerteam schleppt während einer Trans-Antarktis-Expedition 2004 ihre Schlitten durch die Antarktis, die südlichste der weißen Wüsten. © martinhartley.com
Sind wir bald da?
Sind wir bald da? Ein Team britischer Abenteurer unter der Führung von Mark Davey folgt der Strecke, die Sir John Franklin im Jahr 1845 für seine verhängnisvolle Expedition auf der Suche nach einem Weg durch die Nordwestpassage in der Hohen Arktis Kanadas wählte. © martinhartley.com
Zum Zentrum der Erde
Zum Zentrum der Erde Pen Hadow und Simon Murray starten von Hercules Inlet in der Antarktis auf eine erfolgreiche Südpolexpedition ohne Unterstützung. Murray wurde im Alter von 63 Jahren der älteste Mann der Welt, der ohne Unterstützung auf Skiern bis zum Südpol fuhr. © martinhartley.com
Ein wahres Hundeleben
Ein wahres Hundeleben David de Rothschild lenkt seine Hunde während der TransArctic Adventure Ecology Expedition 2004 auf offenem Wasser über eine schmale Schneebrücke. Kurz vor ihm sind die Polarlegende Paul Landry und Sarah McNair-Landry unterwegs. © martinhartley.com
Hundewiderstand
Hundewiderstand „Hey, ich will nicht nach Hause!” Bert zeigt sich wenig begeistert, als er während der Trans Arctic Adventure Ecology Expedition 2004 in ein Flugzeug steigen soll. David de Rothschild übergibt ihn bei einem Stopp zum Austauschen der Hunde gegen Schlitten an Sarah McNair-Landry. © martinhartley.com
Kein Druck
Kein Druck Die Polarforscher Pen Hadow (oben) und Ann Daniels legen während einer Recce zur Routensondierung vor der Küste von Qikiqtarjuaq 2009 eine Übung auf einem Eisgrat ein. Diese Art von Eisgrat entsteht, wenn Meereisplatten wie tektonische Platten zusammenstoßen. © martinhartley.com
Auf dünnem Eis
Auf dünnem Eis Ann Daniels kriecht in der Nähe des geografischen Nordpols auf einer Forschungsexpedition 2010 über sehr dünnes Eis. Meereis muss nur 4cm dick sein, um es mit Skiern befahren zu können. Für eine Landung eines Hercules-Flugzeugs reichen 90cm. Im Durchschnitt ist das Eis in der Arktis nur 1,77m dick. © martinhartley.com
Rauch über Kamtschatka
Rauch über Kamtschatka Richard Hartley (nicht verwandt) sucht sich seinen Weg durch die frisch gefallene Vulkanasche auf den unteren Hängen des Kluchevskay Sopka, einem der aktivsten und höchsten Vulkane in der Nördlichen Hemisphäre. © martinhartley.com
Ich geh mal eben raus
Ich geh mal eben raus Expeditionsarzt Martin Rhodes stellt einen der berühmtesten Momente der Polargeschichte nach, als Captain Oates 1912 aus seinem Zelt und in den Tod stolperte und dabei den unvergesslichen Satz sagte: „Ich geh mal eben raus und es kann eine Weile dauern.” © martinhartley.com
Polarödland
Polarödland Ann Daniels sucht sich einen Weg durch das Eismeer in der Hohen Arktis Kanadas. Einen Schlitten durch das Arktische Eismeer zu ziehen, kann eine nervenaufreibende Angelegenheit sein, da das Eis wie ein Trampolin schwingt. © martinhartley.com
Wintersonne
Wintersonne Im Polarwinter scheint die Sonne überhaupt nicht. Dieses Bild wurde während einer Winterexpedition nach Little Cornwallis Island in Kanada im November 2008 gegen Mittag gemacht, dem hellsten Moment des Tages, als das einzige Licht von einem Schimmer am Horizont kam. © martinhartley.com
Immer weiter
Immer weiter Ann Daniels überspringt schwimmende Eisschollen und nähert sich dem geographischen Nordpol – sie nimmt am „Catlin Arctic Survey“ teil, einer wissenschaftlichen Expedition im Jahr 2010 zur Vermessung der Eisdicke. © martinhartley.com
Berührung der weißen Leere
Berührung der weißen Leere Wo endet der Berg und beginnt der Himmel? Elliot Forge führt auf einer Expedition zum Ostpamir 1999 das Team über eine Gipfelkante des bis dahin unbezwungenen Bergs Zaalayski Khrebet. © martinhartley.com