Mann über Bord: BASE-Jumping von einem Boot

Felix sprang aus einer Höhe von fast 40km. Marco Waltenspiel springt aus gerade mal 40 Metern…
Von Evan David

Es gab schon so manch interessanten BASE-Jump zu bestaunen – aber bei diesem hier könnte das „B“ für „Boot“ stehen. Der österreichische Fallschirmspringer Marco Waltenspiel hatte diesen Sommer die Idee, von der nicht gerade stabilen Plattform an der Spitze des Mastes einer Segelyacht aus St. Tropez zu springen. Mit einer Höhe von 42 Metern ist das vielleicht nicht der niedrigste BASE-Jump aller Zeiten, aber zweifellos einer der gewagtesten Sprünge.

Aufgrund der niedrigen Höhe ist der Sprung ein risikoreiches Unterfangen. Der BASE-Fallschirm benötigt eine angemessene Höhe, um sich ordentlich zu entfalten und mit Luft zu füllen. Auch die Takelage des Segelbootes hätte zu großen Problemen führen können, wenn sie beim Absprung in die Quere gekommen wäre.

Um sicherzustellen, dass der Fallschirm sich ordentlich öffnet, nutzte Waltenspiel eine sogenannte „Deployment Bag“, die von einem Helfer festgehalten wird, sodass der Fallschirm sich einige Momente nach seinem Sprung von der Plattform öffnet.

Marco Waltenspiel bereitet seinen BASE-Fallschirmsprung vom 42 m hohen Mast des Annagine Segelbootes in St Tropez, Frankreich, am 15. Oktober 2013 vor.
Vorbereitung für den Sprung vom 42-m-Mast. © Samo Vidic/Red Bull Content Pool

Mit offenem Fallschirm konnte Waltenspiel der Takelage des Bootes ausweichen und sicher im Wasser landen. Bleibt dies sein erster und letzter BASE-Jump von einem Boot? Wahrscheinlich nicht.

„Das Gefühl des freien Falls und dazu noch der Flug über dem Meer sind einfach unbeschreiblich“, sagte der 29-Jährige nach dem Sprung. „Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich gerne von einem Frachtschiff springen!“

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