Wakeskating-Reis-Rodeo mit Brian Grubb

Brian Grubb und Dominik Preisner mit einer Session auf den Banaue-Reisterrassen auf den Philippinen.
Von Josh Sampiero

Im vergangenen Jahrzehnt haben Wakeskater die Grenzen der Orte verschoben, an denen mit Flüssigkeit oder Benzin angetriebener Spaß möglich ist – sie wagten sich in städtische Schwimmbäder, Springbrunnen, auf Dämme oder Brücken und vieles mehr. Doch noch nie gab es einen Ort wie diesen. Für die philippinische Bevölkerung sind die Banaue-Reisterrassen eines der acht Weltwunder. Die in die Berghänge geschlagenen, 2.000 Jahre alten Terrassen sind ein Nationalsymbol. Sieh dir hier die Fotogalerie an.

„Seit ich auf der Rückseite eines 1.000-Peso-Geldscheins zum ersten Mal eine Zeichnung dieser riesigen Terrassen sah, spukte mir die Vorstellung, dort eine Session abzuziehen, im Kopf herum”, sagt Grubb. „Es war nur eine Zeichnung, aber es sah nach einer perfekten Stelle für eine Winde und nach einem landschaftlich unglaublich reizvollen Ort aus. Und das war es auch!” Grubb hielt sich – zusammen mit dem deutschen Wakeskater Dominik Preisner – in den letzten zwei Wochen an diesem herrlichen Ort auf und baute das Nötige für seine Sessions, wobei der Respekt für Umgebung nie zu kurz kam. Die Baupläne für die ganz naturbelassenen Holzblock-Rutschen wurden mit den Ortsansässigen abgesprochen, und die Pflanzen- und Tierwelt blieb unversehrt.

Die Becken sind unterschiedlich lang und breit, aber oft gerade groß genug, dass ein Rider dort landen, ein Manöver vorbereiten und wieder weiterfahren kann. Und wie sieht es mit dem Risikofaktor aus? „Wo wir landen, ist es flach, aber auf dem Boden ist nur lehmiger Schlamm”, erklärt Grubb. „Ich bin einmal mit dem Board über den Rand hinausgeschossen– aber ich habe es geschafft, im Becken zu bleiben!”

Dies ist zweifellos eine der ungewöhnlichsten Wakeskating-Locations, die wir je gesehen haben, aber es ist erst der Anfang: Die Reise und die Aufnahmen dienten zuallererst dazu, um festzustellen, ob man dort einen einmaligen Winch Contest auf die Beine stellen kann. Das Urteil? Positiv.

„Die Leute hier sind wahnsinnig freundlich”, so Grubb. „Zuerst verstanden sie gar nicht, worüber wir sprachen. Jetzt wissen sie, was wir machen wollen, und wir hoffen, die Genehmigung zu erhalten, um hier einen Event zu veranstalten. Ein unglaubliches Potenzial für Wakeskating in einer natürlichen Umgebung!”

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