Battle of Balaklava: Rennen in der U-Boot Station

Balaklava hat viele Schlachten erlebt – doch keine so dramatische wie die Red Bull Mission 825!
Von Tarquin Cooper

Dies ist der Ort, an dem eine berühmte Britische Kavallerie-Einheit im sogenannten „Tal des Todes“ ausgelöscht wurde. Doch letztes Wochenende wurde die Balaklava-Region in der Krim Zeuge eines anderen, moderneren Kampfes - Red Bull Mission 825, ein Abenteuerrennen, bei dem die Wettkämpfer Kajak fahren, schwimmen und Trailrunning machen müssen.

Das Red Bull Mission 825 Race.
Die Wettkämpfer bereiten sich vor. © Daniel Kolodin/Red Bull Content Pool

Bei diesem einzigartigen Triathlon kämpften 29 Athleten, darunter fünf Frauen, um die Krone.

Nach einem Massenstart mit dem Kajak am Marble Beach überquerten die Teilnehmer die Bucht und steuerten direkt auf den Tunnel zu, der sie in die unterirdische U-Boot Station GTS-825 führte, die zu einem einzigartigen Marine-Museumskomplex ausgebaut wurde.

Das Red Bull Mission 825 Race.
Die Wettkämpfer beginnen mit dem Kajakfahren. © Daniel Kolodin/Red Bull Content Pool

Nachdem die Teilnehmer den schmalen 600 Meter langen Tunnel entlang gepaddelt waren, ließen sie ihre Kajaks zurück, liefen durch die unterirdischen Korridore der Station und stürzten sich sofort in die nächste Aufgabe: die Bucht von Balaklava schwimmend zu durchqueren.

Das Red Bull Mission 825 Race.
Ein enges Rennen durch schmale Passagen. © Daniel Kolodin/Red Bull Content Pool

Direkt nachdem sie die 450 Meter im kalten Meerwasser durchschwommen hatten, kämpften die Teilnehmer auf dem letzten und alles entscheidenden Teil des Triathlon um den Sieg, der aus einem steilen und gewundenen Bergpfad bestand, und sie auf den Gipfel zum Turm der legendären Cembalo-Festung führte! Für über 500 Jahre war dies der Ort wutentbrannter Schlachten zwischen den Invasionsarmeen. Und es war ebenso das endgültige Ziel der Wettkämpfer der Mission 825.

Das Red Bull Mission 825 Race.
Nach dem Schwimmen kommt der Wettlauf. © Daniel Kolodin/Red Bull Content Pool

Der Sieger Anatoly Nesterov, amtierender Weltmeister im Quadrathlon, wurde hier in diesem historischen Gebäude gekrönt. Der 36-jährige Athlet legte die Distanz in unglaublichen 22 Minuten zurück und überquerte die Ziellinie vor seinen Mitstreitern mit einem soliden Vorsprung.

Das Red Bull Mission 825 Race.
Ein Trailrunner quält sich den Hang rauf. © Daniel Kolodin/Red Bull Content Pool

„Schon vom ersten Moment an legte ich meine Höchstgeschwindigkeit vor, und konnte so in Führung gehen,“ sagte er. „Der Teil des Rennens, der durch den Tunnel führte, war höchst ungewöhnlich - das ist ein sehr außergewöhnlicher Ort zum Kajaken. Es war wirklich eine einzigartige Location. Ich würde so einen extremen Wettkampf gerne nochmal mitmachen!“

Das Red Bull Mission 825 Race.
Kajaker paddeln durch die unterirdischen Gänge. © Daniel Kolodin/Red Bull Content Pool

Die beste Wettkämpferin war Elena Jankovskaya aus Zaporozhye.

„Es war hart, gegen diese sehr starken Teilnehmer anzutreten, aber ich habe an meinen Sieg geglaubt,“ sagte sie. „Ich habe in letzter Zeit viel mit dem Kajak trainiert, also konnte ich im ersten Abschnitt richtig Gas geben. Die Unterstützung der Zuschauer und die der männlichen Teilnehmer, die ich überholt habe, hat sehr geholfen. Dies ist ein wirklich harter und ungewöhnlicher Wettkampf für die Ukraine, also bin ich besonders froh, als höchstplatzierte weibliche Teilnehmerin abgeschnitten zu haben.“

Doch Jankovskaya und Nesterov waren nicht die einzigen Champions. Jeder Teilnehmer, der die Ziellinie überquerte, war ein Sieger.

read more about
Zur nächsten Story