Blog: Andy Pag erklärt, wie man um die Welt fährt

Zum Supermarkt fahren ist vielleicht kein Abenteuer – um die Welt zu fahren aber auf jeden Fall.
Nun, es ist fast, als ob man über den Ozean fährt. © Courtesy Andy Pag
Von Andy Pag

Der furchtlose Reisende Andy Pag ist in seinem umgebauten Bio-Diesel-Truck einmal um die Welt gefahren – wodurch er zumindest ein bisschen zum Experten dafür wurde, wie man mit vier Rädern die vier Hemisphären bereist. Lies weiter und erfahre, wie deine Fahrt um die Welt am besten gelingt.

Besorg dir ein Auto
Seit 15 Jahren gehe ich mit Fahrzeugen auf Expeditionen – durch die Wüste Sahara und den Rest Afrikas. Doch noch immer bin ich mir nicht sicher, nach welcher Philosophie man das perfekte Expeditionsfahrzeug auswählen sollte.

Die Wege in der Sahara und die sumpfigen Waldwege im Kongobecken sind für jedes Fahrzeug eine Strapaze, egal wie unverwüstlich es sein soll. Moderne Fahrzeuge sind verlässlicher, aber wenn dann doch etwas schief geht, kann man sich nicht mit MacGyver-Tricks retten. Dann braucht man häufig besonderes Werkzeug, Computeranalysen und Ersatzteile, die man in keinem Urwald findet. Ältere Wagen gehen leichter kaputt, können jedoch von einheimischen Mechanikern mit einfachen Werkzeugen, einem Schweißgerät und einer Schleifmaschine leichter repariert werden.

Wenn ich ein Fahrzeug für eine Reise auswähle, versuche ich herauszufinden, welche Marken in den Ländern, die ich bereise, beliebt sind, sodass ich ganz sicher Ersatzteile erhalten kann. Toyota und Mercedes eignen sich meiner Erfahrung nach sehr gut.

Mit solch einem Schlepper kannst du überall hin.

Tank ihn voll
Diesel ist fast immer billiger als Benzin. Zudem kommt man mit einem Tank voll Diesel weiter als mit der gleichen Menge Benzin. Wenn ich Kanister mit Kraftstoff fülle, dann mache ich sie bis zur obersten Kante voll, da Temperaturveränderungen dazu führen, dass sich die Luft ausdehnt. Warum ich das tue? Umso weniger Luft sich im Kanister befindet, desto geringer ist der Druck auf den Deckel und das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass der Kanister ausläuft.

Gepäck
Es ist manchmal schwer, unterwegs gutes Werkzeug zu finden. Daher reise ich mit meinen eigenen Muffen, Schraubenschlüsseln und Schraubenziehern – aber spare nicht bei der Qualität. Billige Schraubenschlüssel können die Kanten einer festen Gewindemutter abrunden und machen aus einer kleinen Reparatur ein riesiges Desaster.

Souvenirs
Außer den Werkzeugen besorge ich mir meine gesamte Ausrüstung vor Ort. Ich finde heraus, welche Ausrüstung die Einheimischen nutzen und besorge mir die gleiche. Alles – von Sandleitern, Abschleppseilen und Reifenluftpumpen bis hin zu Insektennetzen und Hängematten – ist dort erhältlich, wo man es benötigt. Vor der Abreise muss man nie all das besorgen, was man braucht – einiges kann man in Ruhe unterwegs besorgen.

Verirr dich
GPS-Systeme für Expedition enthalten alle möglichen Informationen und ich persönlich schätze in der Wildnis den Kartenservice Tracks4Africa. Aber sobald man in ein Dorf kommt, gibt es nichts Besseres, als das Fenster herunterzukurbeln und nach dem Weg zu fragen. Man kommt vielleicht nicht dort an, wo man hin wollte, aber man erlebt ganz sicher ein wahres Abenteuer.

Den Winter verbringt Andy derzeit in Nepal. @biotruck

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