Auf der Suche: Tom de Dorlodot im Pazifik

Der belgische Abenteurer Tom de Dorlodot tauscht Alpengipfel gegen pazifische Inseln und Atolle ein.
Eiao in der Marquesa-Inselgruppe © MICHEL CHARLEUX/AFP/Getty Images
Von Josh Sampiero

Zu behaupten, der Gleitschirmflieger und Abenteurer Tom de Dorlodot habe keine Ahnung vom Segeln, wäre etwas übertrieben. Immerhin ist er schon mal auf einem Boot gewesen. Doch der Red Bull X-Alps-Teilnehmer ist eher daran gewöhnt, hohe Bergpässe zu überwinden, anstatt zwischen Inseln hindurch zu navigieren.

Das hält ihn und seinen Partner Horacio Llorens nicht davon ab, zwei Monate lang auf einem 60-Fuß-Katamaran und mit Hilfe von motorisierten Gleitschirmen Inseln im Südpazifik zu erkunden. „Ich habe den Ozean noch nie überquert“, sagt de Dorlodot. „Ich kenne mich gerade genug aus, um zu wissen, dass ich nicht seekrank werde!“ Dieses Unternehmen ist Teil von de Dorlodots Projekt „The Search”, dessen Ziel es ist, neue Paragleit-Absprungorte an unglaublichen Spots auf der ganzen Welt zu finden.

Thomas de Dorlodot vor dem Flug © Harald Tauderer/Red Bull Content Pool

Die beiden starten auf Tahiti und ziehen dann weiter zu den Tuoamotu- und den Marquesa-Inseln. Auf dem Weg dorthin lernen sie mehr über das Segeln von der Bootcrew, Nathalie Ille (die diesen Sommer ihr eigenes Abenteuer erlebte) und Mathieu Voluer – und bringen diesen das Gleitschirmfliegen bei.

Zwischen den Segel- und Flugstunden werden de Dorlodot und Llorens über einigen der schönsten Korallenriffe und Atolle der Welt schweben.

Der Trip wird ein echtes Abenteuer mit langen Meeresüberquerungen, auf denen sie sich ihre Mahlzeiten angeln und sich den großen Herausforderungen auf offener See stellen werden.

Für die Reise waren eine Reihe ganz besonderer Vorbereitungen erforderlich – unter anderem eine speziell angefertigte Takelage für das Motorschirmfliegen, in die auch eine Schwimmweste für unvorhergesehene Wasserlandungen integriert ist.

Die Motorgleitschirme werden die beiden nutzen, um neue Absprung-Spots für das traditionelle Paragleiten zu finden. Auf den Marquesa-Inseln hofft de Dorlodot, einen Biwak-Flug über eine Strecke von 30 bis 40 Kilometern zu schaffen, bei dem sie vom Gipfel auf einer Insel abfliegen, über das Wasser zu einer anderen Insel gleiten, dort die Nacht verbringen und dann zurückfliegen.

Dieser Trip ist wegen der ungewöhnlichen Kombination zweier durch Windkraft angetriebene Sportarten einzigartig. Segler und Gleitschirmflieger sind abhängig vom Wind – die einen im Gebirge, die anderen auf See. Toms Kommentar: „Sie haben keine Ahnung vom Gleitschirmfliegen, und wir haben keine Ahnung vom Segeln. Aber sie betreiben ihren Sport mit Leidenschaft und lieben die Natur, genau wie wir.”

Halt dich über Tom auf seiner Webseite auf dem Laufenden.

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