Skilaufen im Pulverschnee? Klar, im Backcountry!

Vergiss Sessellifte und gepflegte Pisten! Das ultimative Abenteuer erlebst du im Backcountry.
JP Auclair auf der Tour seines Lebens, Haute Route in Zermatt (Schweiz) am 27. Februar 2013
JP Auclair auf der Haute Route in den Alpen © Julien Regnier / Red Bull Content Pool
Von Dave Waag

Es gibt keinen besseren Ort, um auszuspannen und das Bergleben zu genießen, als eine Hütte im Backcountry – fern von den Massen, den Lifts und der Hektik des Alltags. Eine Hütte im Backcountry bietet dir eine Unterkunft in einer unberührten Winterlandschaft, Zugang zur lokalen Skikultur und, hoffentlich, tiefen, neuen Pulverschnee. Du solltest dich entweder in einer Hütte einrichten und die Gipfel vor Ort erkunden, oder dich auf eine Skitour von Hütte zu Hütte aufmachen. Der Ski-Bergsteiger Dave Waag erklärt uns, warum das Backcountry rockt.

Sean Pettiit checkt bei den Dreharbeiten von Tracing Skylines am 9. Februar 2013 eine Line in Whistler (BC, Kanadea).
Sean Pettiit in Whistler, British Columbia. © Blake Jorgenson/Red Bull Content Pool

1. Schalt ab und tauche in den Winter ein

Essen, schlafen, Skilaufen – und wieder von vorne anfangen. Der Rhythmus eines Hütten-Trips ist ideal, wenn du nichts außer Skifahren willst. Die Berge erwarten dich direkt vor der Tür. Telefon und Computer nicht. Lange Gebirgsdurchquerungen, endlose Abfahrten und herrliche Pulverschnee-Tage liegen dir zu Füßen. Der Aufenthalt in einer Hütte macht es wirklich leicht, die Hektik des modernen Lebens zu vergessen. Körper und Geist werden es dir danken.

Schneebedeckte Berghütte.
Essen, schlafen, Ski laufen - hier geht alles. © Dave Waag

2. Unberührter Schnee

Entweder man träumt davon, in unberührtem Pulverschnee Ski zu fahren, oder man tut es. Das Hüttenleben bietet dir diese Möglichkeit weitab vom Rummel gut besuchter Skigebiete. Auf einem Ski-Trip von einer Hütte zur nächsten kannst du dir ganz alleine deine Lines suchen. Und wenn du nicht gerade auf einer super beliebten klassischen Route unterwegs bist, dann gibt es gewöhnlich genug Ausweichmöglichkeiten. Steile Rinnen, sanft geneigte Lichtungen und offene alpine Bowls locken — atme tief durch und genieße die menschenleere Weite.

Hinweisschilder zeigen dir auf dem Weg nach oben den richtigen Weg.
Man sollte auf Schilder achten - unbedingt. © Dave Waag

3. Gipfelbezwingung

Stell deinen Mut unter Beweis, und wag dich auf einen, oder auch zwei, Gipfel. Mehrtätige Hüttentouren lassen dir dafür genügend Zeit und bringen dich nah genug an die Berge heran. Egal, ob es eine klassische europäische Höhenroute oder ein Geheimtipp in den Rockies ist – ein Hüttentrip ist Garantie für deinen Erfolg. Nur wenige Erlebnisse sind mit dem Gefühl vergleichbar, das man bei der Bezwingung eines hohen Gipfels empfindet. Die Abfahrt auf Skiern ist zum Schluss das Sahnehäubchen auf dem Kuchen. Ein weiser Ratschlag: Ortskenntnisse sind von großem Vorteil — such dir einen Führer.

Drei Siklangläufer auf dem Weg zur Bergspitze
Zielstrebig unterwegs im Backcountry. © Dave Waag

4. Essen
Auf Hüttentrips ist der Genuss kulinarischer Spezialitäten ebenso wichtig wie die Freude am Erleben der Berge. Sei es in einer Hütte irgendwo in Europa, wo herzhafte Speisen auf dem Menü stehen, oder auf einem Trip mit Catering nach British Columbia, wo drei Mal am Tag Gourmetgerichte zubereitet werden – echte Gaumenfreuden nach einer ganztägigen Tour in den Bergen runden das Vergnügen erst so richtig ab.

5. Wildnis
Backcountry-Hütten rücken die Wildnis in erreichbare Nähe. Ein Abenteuer ist größer und besser, wenn man von Wildnis umgeben ist. Du kannst dich voll ins Zeug legen, du kannst große Höhen erreichen und Skilaufen, bis deine Beine dich nicht mehr tragen – aber du kannst dich auch in die Hütte zurückziehen, um dich auszuruhen, zu entspannen und neu aufzutanken. Es gibt keine lange Anfahrt oder ermüdende Rückfahrt nach Hause; du bist umgeben von Bergen – nutze es aus und mach das Beste draus!

Mit Backcountry-Ausrüstung erreicht man neue Orte © Dave Waag
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