Mark Webber Challenge: Abenteuer in Tasmanien

Mark Webbers Adventure Race auf einem neuen, unvorhergesehen hohen Niveau.
Richard Ussher and Braden Currie, Berglauf. © Perfect Prints
Von Evan David

Wenn die Teilnehmer sich beim Swisse Mark Webber Tasmania Challenge anmelden, dann wissen sie, dass sie ein Abenteuer erwartet. Was für ein Abeneteuer es sein wird, das wird allerdings bis zum Beginn des Rennens nicht verraten. Nicht nur die Strecke ist ein Geheimnis, sondern auch die Herausforderungen, die man bewältigen muss, um das Rennen zu beenden.

Das fünftägige Rennen begann als eine Spendensammelaktion, ins Leben gerufen von F1-Fahrer Mark Webber. Webber konnte dieses Jahr nicht selbst teilnehmen (er war damit beschäftigt, stilvoll auszugehen), aber war in der Vergangenheit mit von der Partie – wobei er sich 2009 bekannterweise ein Bein brach, was seine darauffolgende Rennsaison empfindlich beeinträchtigte.

Am letzten Tag gab es einen offenen Adventure-Lauf © Perfect Prints

Die diesjährige Herausforderung zog sich über fünf Tage und begann in Mole Creek mit einer typischen Überraschung: Die erste Herausforderung beinhaltete weder Laufen, noch Radfahren, Paddeln oder Klettern. Stattdessen bekamen die Teams eine Zwei-Mann-Säge in die Hand gedrückt und mussten ein paar ziemlich große Baumstämme in Stücke sägen.

Wettkämpfer radeln durch den Wald. © Perfect Prints

Während der nächsten Tage mussten die Teilnehmer hunderte von Kilometern mit Rad, zu Fuß oder per Boot hinter sich bringen, bevor sie einen Mount Wellington Gipfellauf machten und in der Nähe von Hobart’s Bay das Rennen beendeten. Jeder Tag brachte einmalige Herausforderungen, und keine war einfach. Schon die zurückgelegte Distanz an sich verlangte dem Körper alles ab – allein am vierten Tag mussten die Teilnehmer 80km schaffen.

Team Courtney Atkinson und Kenny Wallace. © Perfect Prints

Unter den Wettkämpfer befanden sich dieses Jahr einige Hochleistungssportler, wie die Teamgefährten Courtney Atkinson und Kenny Wallace, die beide hochrespektierte Triathleten und Wettkampf-Kayaker sind. Doch den Gesamtsieg konnten die Adventure Racing-Legende Richard Ussher und sein Teamkollege Braden Currie für sich beanspruchen, die kapp eine Minute unter 20 Stunden für die Strecke brauchten, über 2,5 Stunden weniger als das nächste Team.

Sieger Richard Ussher und Braden Currie. © Perfect Prints

Die Wettkampfteilnehmer sahen die langen Lauf-Kilometer über Trails mit verschiedenem Untergrund als die größte Herausforderung. So sagte der Weltklasse-Kayaker Kenny Wallace, der ein wenig mehr daran gewöhnt ist, seine Arme zu benutzen: “Keine Frage, der Lauf heute hat mich total fertig gemacht. Zum Ende hin fühlte ich mich wie eine Strohpuppe, und mein Mitstreiterin Courtney muss mich regelrecht mitschleppen. Bergab gab es so viele Steine, und nicht wirklich einen Pfad.”

Laufen auf unterschiedlichstem Terrain. © Perfect Prints

Natürlich stellt sich die Frage, ob Mar Webber nach seinem kürzlichen Abschied von Rennen hinter dem Steuer wieder an seinem eigenen Multisport-Abenteuer teilnehmen wird. Kann Webbers Konzentration und Zielstrebigkeit auf der Rennstrecke auch funktionieren, und kann er Vollgas geben, wenn der Motor seine eigenen Lungen sind? Die Welt wird die Antwort wissen, wenn Webber sich im kommenden Jahr an der Startlinie einfindet – oder auch nicht. In der Zwischenzeit solltest du dir folgende Webseite ansehen und dich fragen – würdest du dich diesen Herausforderungen stellen? Du willst mehr Geschichten dieser Art? Hier geht’s zur Red Bull Adventure Facebookseite!

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