Jokke Sommer auf seinem Aiguille du Midi-Flug

Hier erfährst du alles über Jokke Sommers spektakulären Wingsuit-Flug am Aiguille du Midi.
Von Josh Sampiero

„Du bist dermaßen präsent, du hast das im Geist schon unzählige Male gemacht.“ So beschreibt Wingsuit-Pilot Jokke Sommer seinen mentalen Zustand, bevor er Anfang dieses Jahres unter einer Fußgängerbrücke in großer Höhe hindurch manövrierte – ein Stunt, den du in diesem sensationellen Video auf EpicTV sehen kannst.

Die Brücke, die die beiden Spitzen des Aiguille du Midi im Mont Blanc-Massiv verbinden, bot eine kleine, aber gerade noch machbare Öffnung für den Piloten und seine beiden Freunde Espen Fadnes und Ludo Woerth – aber viel Spielraum für Fehler ließ sie nicht.

Der Jump war Teil von Sommers fortlaufender Serie „The Perfect Flight“, in der das Team bereits zahlreiche Spots in den Alpen aufsuchte, von Gebäuden in Bangkok sprang und in China fast mit einer Gondel kollidierte. Mehr aus der Serie „The Perfect Flight“ kannst du hier erleben.

Die drei sprangen in einer Höhe von 4.300 Meter aus einem Hubschrauber, nur 500 Meter von der Brücke entfernt. Das gab ihnen ungefähr zehn Sekunden Zeit, um einzuschätzen, ob sie es durch die Öffnung schaffen würden oder versuchen sollten, über die Brücke hinweg zu fliegen. „Ich habe darauf bestanden, dass wir zuerst zwei Flüge über die Brücke machen“, sagt Sommer. „Dann war nur noch eine kleine Veränderung des Winkels nötig, um unter der Brücke hindurch zu fliegen. Wenn ich gemerkt hätte, dass irgendwas nicht stimmt, wäre ich sofort ausgewichen.“

Trotz der offensichtlichen Risiken sagt Sommer, dass das nicht der technisch schwierigste Jump war, den er jemals gemacht habe. Aber trotzdem hatte er vorher Schmetterlinge im Bauch. „Ich war nervös. Wir sind in großer Höhe gesprungen, und es gab wenig Ausweichmöglichkeiten.”

Die Vorbereitung dauerte einige Tage, und als dann der tatsächliche Jump bevorstand, hatte sich die Nachricht von dem Versuch in Chamonix herumgesprochen, und eine beträchtliche Menschenmenge hatte sich auf der Brücke versammelt, um live dabei zu sein.

Die Zuschauer fuhren mit einer der höchsten Gondeln der Welt auf den Gipfel und später wieder hinunter, was einige Stunden in Anspruch nahm. Die Wingsuit-Piloten waren wesentlich schneller: Sie landeten in Chamonix in der Nähe des Eingangs zum Mont Blanc-Tunnel – nur fünf Minuten nach ihrem Sprung aus dem Hubschrauber.

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