Überraschung! Dein BASE-Jump mit Miles Daisher

Was passiert, wenn du die Chance hast, bei Miles Daisher zu lernen? Squash Falconer wagt es.
Miles Daisher und Squash Falconer
Begeistert: Squash Falconer und Miles Daisher. © Jessica Wardwell
Von Andy Pag

Angehende BASE-Jumper müssen normalerweise bis zu 200 Sprünge absolvieren, um ausreichende Erfahrung im freien Fall zu haben und den Fallschirm kontrollieren können, bevor sie von Gebäuden, Sendemasten, Brücken oder einem Hügel springen.

Auch wenn die Abenteuerin Squash Falconer bei ihren Adventure-TV-Sendungen mit dem Motorrad offroad durch Mittelamerika fährt und auf die Gipfel des Himalaya klettert, hat sie BASE-Jumping bisher noch nicht probiert.

Aber während eines Besuchs in Twin Falls in Idaho, wo BASE-Jump-Experte und -Ausbilder Daisher BASE-Jumps über dem Snake River Canyon durchführt, überraschten ihre Produzenten sie mit der Nachricht, dass sie für ihren ersten BASE-Jump angemeldet war.

Miles Daisher und Squash Falconer
Miles Daisher und Squash Falconer © Jessica Wardwell

Die Erfahrungen der abenteuerlustigen Britin beschränkten sich bis dahin auf einen Tandem-Fallschirmsprung, aber Daisher erklärte sich bereit, Falconer individuell zu coachen. Warum? Nicht wegen ihres ungewöhnlichen Namens, sondern wegen ihrer Fähigkeiten mit dem Paraglider – sie ist eine erfahrene Gleitschirmfliegerin, die unter anderem vom Gipfel des Mont Blanc geflogen ist.

„Ich habe bereits Leute ohne Fallschirm-Erfahrung trainiert“, sagt Miles Daisher. „Normalweise ist es eine gute Voraussetzung, wenn die Leute 100 Absprünge absolviert haben, sodass sie wissen, was sie mit einem Schirm über dem Kopf tun müssen. Paraglider haben diese Fähigkeiten, also hatte Squash keine schlechten Voraussetzungen. Die Herausforderung bestand in der Steuerung – die ist bei einem BASE-Jump-Schirm viel robuster als bei einem Gleitschirm.“

Miles Daisher und Squash Falconer
Miles Daisher und Squash Falconer unterm Schirm. © Jessica Wardwell

Squash, deren richtiger Name Louise ist, bekam ihren Spitznamen als Kind – und man sollte denken, dass sie sich mit einem solchen Namen von allem fernhält, wo man auf den Boden fallen könnte. Aber Miles Daisher war ein hervorragender Lehrer. Der Red Bull-Athlet ist dafür bekannt, dass er mehr BASE-Jumps absolviert hat als jeder andere. Er hat sogar das „Skyaking“ erfunden.“

Miles Daisher landet sein "Skyak" auf dem Wasser beim Red Bull Flugtag auf dem Camden in New Jersey, USA am 15. September 2012.
Miles Daisher mit seinem eigens gebauten "Skyak". © Brian Nevins/Red Bull Content Pool

„Ich habe Freunde, die BASE-Jumping machen, aber ich hatte nie das Bedürfnis, das auszuprobieren“, gibt Falconer zu. „Es ist schwierig, das sicher zu nennen, aber dieser Ort bietet eine kontrollierte Umgebung mit guten Bedingungen, also ist es so sicher, wie es eben geht“, erklärt sie.

Nach einigen Trainingsstunden am Boden, in denen sie ihre Muskeln daran gewöhnte, in einem 45°-Winkel abzuspringen, und nach der extrem sorgfältigen Vorbereitung der BASE-Jump-Ausrüstung wurde sie über die Perrine Bridge geführt, um ihren ersten Absprung mit Aufziehleine zu absolvieren. Daisher hielt ihren Hilfsfallschirm von der Brücke, um ihr zwei Sekunden freien Fall zu ermöglichen, bevor der Hauptfallschirm sich öffnete.

„Er hat die ganze Zeit mit mir gesprochen, während wir auf dem Weg waren, damit meine Aufmerksamkeit nicht abwandert und ich konzentriert bleibe. Er ist ein unglaublicher Lehrer, und wenn es ums Springen geht, ist er total fokussiert, was einem viel Sicherheit gibt.“

„Als ich über das Brückengeländer klettern musste, wurde mir klar, was ich hier tat“, sagt Falconer. „Ich war in den Bergen oder beim Paragliden schon öfter in gefährlichen Situationen. Aber das war lange nicht so beängstigend wie das hier. Bei weitem nicht.“

Sie beschreibt den Schock, als sich der Schirm öffnete, als „angenehmen Ruck“, und in den folgenden zehn Tagen absolvierte sie neun weitere Sprünge, wobei sie ihre Fähigkeiten jedes Mal verbesserte. „Das BASE-Jumping hat mit ein unvergleichliches mentales Hochgefühl gegeben. Ich habe mich extrem lebendig gefühlt. Es war schwierig, aber auf eine seltsame Art großartig.“

Die Dreharbeiten zu dieser Abenteuerserie werden noch bis März dauern, und Falconer erwartet, dass sie kurz danach gesendet werden wird.

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Ist dir BASE-Jumping zu extrem? Andy Pag, der Autor dieses Artikels, kann dich auf einem Tandem-Gleitschirmflug in Nepal mitnehmen.
 

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