2013: Fünf fantastische, unvergessliche Abenteuer

Ein gutes Abenteuer hört niemals auf – man spricht ständig davon. Diese 5 lassen uns nicht los.
Christian Maurer (SUI1) fliegt am 11. Juli 2013, dem fünften Tag der Red Bull X-Alps, über das Matterhorn in der Schweiz.
Wir sehen uns in Monaco © Sebastian Marko/Red Bull Content Pool
Von Josh Sampiero

Heutzutage ist es schwer, etwas Neues zu machen. „Unerforschte Gebiete“ gehören schon bald der Vergangenheit an, sodass diese Abenteurer stattdessen bekannte Gegenden auf ganz neue (und oft unglaublich schnelle) Weise in Angriff nahmen. Scroll hinunter und erlebe die Abenteuer-Highlights des Jahres 2013 – und wie immer: Noch mehr unglaubliche Abenteuer findest du auf unserer Facebook-Seite.

Ueli Stecks Solo-Besteigung der Annapurna in Rekordzeit

Die „Schweizer Maschine“ hat dieses Jahr viele Erinnerungen gesammelt, wobei nicht alle angenehm waren. Auch wenn der Everest-Skandal vielleicht mehr Schlagzeilen machte, war Stecks größter Erfolg definitiv sein rasanter Solo-Aufstieg an der Südwand der Annapurna.

Wie immer stapelte Ueli in der Angelegenheit tief: „Es ist einfach – man muss sich immer nur auf den nächsten Schritt konzentrieren. Das ist alles, was ich mache. Das Leben ist sehr einfach.“

Leicht, schnell, alleine - Steck am Annapurna.
Leicht, schnell, alleine - Steck am Annapurna. © Dan Patitucci/patitucciphoto.com

Kenton Cools Everest-Trilogie

Das zweite Erfolgsereignis fand ebenfalls im Himalaya statt – aber es dreht sich nicht um einen Gipfel, sondern um drei. Am 21. Mai schrieb der britische Bergsteiger Kenton Cool auf Twitter: „Zurück im Basislager, total erledigt wie nie zuvor nach einer Wochen im Hochgebirge.“

Warum war er so „erledigt“? Nun, er hat die drei Gipfel des Tal des Schweigens nacheinander bestiegen – ohne Zwischenstopp. Diese einzigartige Tat wurde nie zuvor bewältigt, und Kenton Cool wird wohl für eine ganze Weile der alleinige Eigentümer dieses Erfolges bleiben.

Der erste von Cools Drei Gipfel-Challenge
Nuptse ist der erste der drei Gipfel © Kenton Cool

Valery Rozov springt vom höchsten Berg der Welt

Wir können den Everest nicht hinter uns lassen, ohne eine weitere beeindruckende Tat zu nennen. Die meisten Menschen befassen sich mit Aufstieg auf einen Berg. Valery Rozov machte sich eher Gedanken über das Herunterkommen. Und er bediente sich dabei einer eher unkonventionellen Art: einem BASE-Jump mit dem Wingsuit. Von 7.220 Metern über dem Meeresspiegel (der 8.000 Meter-Gipfel bietet keine Klippe, von der ein BASE-Jump möglich ist) flog der russische Athlet buchstäblich dort, wo noch nie zuvor ein Mensch geflogen war. Und machte er sich Gedanken über, nun ja, das Sterben? Nö. „Ich wusste, dass ich überleben würde“, sagte Rozov.

Valery Rozov feiert einen gelungenen Sprung
Mission vollendet © Denis Klero/Red Bull Content Pool

Chrigel Maurers Dreifach-Erfolg bei den X-Alps

Christian „Chrigel“ Maurer galt bei den Red Bull X-Alps 2013 als der Mann, den es zu schlagen galt. Aber Chrigel gewann nicht nur wie erwartet, er tat es auf eine Art und Weise, mit der er seine Konkurrenten – im wahrsten Sinne des Wortes – Tage hinter sich ließ. Er beendete die 1.000 km lange Wander-und-Flug-Strecke, die bisher längste Strecke, in Rekordzeit.

Damit holte er sich seinen dritten Red Bull X-Alps-Sieg in Folge und festigte seinen Status als einer der besten Gleitschirmflieger aller Zeiten.

David Lama und Dani Arnold auf dem Moose’s Tooth

Kurz nach ihrer Ankunft in Alaska standen David Lama und Dani Arnold – Kletterer von Weltniveau – auf dem berüchtigten Moose’s Tooth.

Sie waren nicht die Ersten dort oben, doch sie hatten eine neue Route gewählt – direkt über die steile Nordwand, genannt „Bird of Prey“ [dt. Raubvogel]. Noch dazu vollbrachten sie ihr Abenteuer in nur 48 Stunden.

Lama auf einem der härtesten Pitches.
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