David Lama: "Cerro Torre" - ab März im Kino

Die Geschichte David gegen Goliath neu verfilmt. In den Hauptrollen: David Lama und der Cerro Torre.
David Lama Cerro Torre Bergsteigen
David Lama - atembeeindruckende Aussicht © Lincoln Else/Red Bull Content Pool
Von Stefan Stein

25 Jahre nach Werner Herzogs Spielfilm „Schrei aus Stein“, unter anderem mit Stefan Glowacz und Donald Sutherland, steht nun der berüchtigte Berg Cerro Torre im Mittelpunkt einer atemberaubenden Dokumentation.

Der Film begleitet David Lamas mehrjähriges Abenteuer und zeigt seine sportliche und persönliche Entwicklung auf sensible und eindrucksvolle Weise. Am 21. März 2014 startet die Dokumentation „CERRO TORRE – Nicht den Hauch einer Chance“ österreichweit in den Kinos.
 


Bereits 2009 als 19-Jähriger gilt der mehrfache Europa – und Jugendweltmeister David Lama als´Wunderkind der Kletterszene. Kletterhallen sind sein Revier, Erfahrung in den Bergen hat er jedoch wenig. Trotzdem setzt er sich in den Kopf, als erster Mensch den sagenumwobenen Cerro Torre, einen der schönsten und schwierigsten Berge der Welt, frei zu klettern. Doch er scheitert – zunächst.

1959 gelang dem Italiener Cesare Maestri gemeinsam mit Toni Egger die angebliche Erstbesteigung des berüchtigten Cerro Torre in Patagonien. Doch beim Abstieg stürzte Toni Egger ab und die Kamera mit den Gipfelbildern verschwand. Ohne Beweisbilder entstanden Zweifel an der Erstbesteigung. Die herbe Kritik bewegte Cesare Maestri 1970 zu einem extremen Schritt: Mit 360 Haken bohrte er sich in einer beispiellosen Materialschlacht mit einem Kompressor den Weg über die Südwest Flanke nach oben. Diese Route erhielt daher den Namen „Kompressorroute“.

Noch nie ist es einem Kletterer gelungen, diese „Nadel aus Granit“ in der Traumlandschaft Patagoniens im Freikletterstil zu bewältigen – es gilt als völlig unmöglich. Genau darin liegt der Reiz für die jungen Kletterer David Lama und seinen Seilpartner Peter Ortner. Doch der Traum scheint zu platzen. David ist dem Berg und den Tücken des Wetters nicht gewachsen. Schlimmer noch: es geht ein Aufschrei durch die weltweite Alpinszene, als neue Sicherungen für die Dreharbeiten in der Wand installiert werden.

David Lama begreift, dass er nicht nur im Alpinklettern dazulernen, sondern auch mehr Verantwortung für sein Team und die Dreharbeiten übernehmen muss. Er gibt nicht auf und kehrt im darauffolgenden Jahr mit seinem Team nach Patagonien zurück.Doch erst im dritten Jahr scheinen alle Voraussetzungen für den entscheidenden Versuch des Freikletterns zu stimmen. Inzwischen überschlagen sich die Ereignisse: sowohl die freie Durchsteigung als auch das gesamte Filmprojekt hängen am seidenen Faden, denn die Extremkletterer finden die Kompressorroute in einem völlig neuen Zustand. David Lama resümiert:
 

Über drei Jahre war das Freikletterprojekt am Cerro Torre mein größter Traum. Als ich dann am Gipfel stand und mir diesen Traum verwirklicht hatte, fühlte ich mich glücklich.


Regisseur Thomas Dirnhofer gelingt in CERRO TORRE ein authentischer Blick in das Innenleben seiner jungen Protagonisten, die sich nicht beirren lassen, als sie an der übergroßen Aufgabe zu scheitern drohen. Für die grandiosen Bilder sorgt ein erfahrenes Film- und Kletterteam, produziert wurde der Film von Philipp Manderla (Jäger des Augenblicks).

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