Orlando Duque plant High-Dive auf dem Amazonas

Klippensprung-Meister Orlando Duque wagt sich mit dem Sport in ganz neue Gefilde – den Dschungel!
Von Josh Sampiero

Orlando Duque wagte schon an mehr ungewöhnlichen Orten der Welt als sonst jemand seine Sprünge — von beeindruckenden Klippen, in großen Städten und vor antiken Denkmälern. Doch Ende März legt er nach. Im Süden seines Heimatlandes Kolumbien windet sich der Amazonas durch den südamerikanischen Dschungel. Für die meisten Klippenspringer ist er wenig interessant – es gibt nicht viele Klippen dort.

Ich bin noch nie von einem Baum ins Wasser getaucht!

Es gibt dort aber den einzigartigen Ceiba-Baum. Er überragt den Dschungel. Dank seiner Höhe werden Duque und sein Partner Eber Pava auf ihrer Erkundungstour des Amazonas in Peru und Brasilien von knapp 30 Metern in die Tiefe springen können. Die Natur ist dort einzigartig und die Herausforderungen sind immens.

Orlando Duque springt am 21. August 2013 bei Vollmond am Kap Sounion in Griechenland von der Klippe.
Orlando Duque - Porträt © Samo Vidic/Red Bull Content Pool

Gewöhnlich bracht Duque nur eine Wassertiefe von 3 Metern, um einen Sprung aus einer Höhe von 25 Metern zu schaffen. Doch sie wollen etwas mehr. „Wir wollen immer sicherstellen, dass wir einen Spielraum von 5 Metern Tiefe haben“, sagt er. „Wir werden alle Landestellen sorgfältig prüfen.”

„Die Regenzeit – die wir gerade jetzt haben – sorgt für die nötige zusätzliche Tiefe, die wir fürs Tauchen benötigen. Allerdings produziert sie auch eine Menge ablaufendes dunkles Oberflächenwasser, daher wird das Wasser besonders trübe sein.“

Wir werden alle Landestellen sorgfältig prüfen.

Sich bewegendes Wasser ist kein Problem. „Es gibt eine Strömung, aber das Wasser fließt nicht allzu schnell“, so Duque. Kletterer werden in der Zwischenzeit mithelfen, die Bäume so auszurüsten, dass die Taucher nach oben klettern können.

Und dann ist da die Tierwelt – Duque macht sich allerdings keine Sorgen um die Krokodile, Kaimane und Moskitos, sondern er hat eher Angst vor dem Fisch Candiru. Dieser berühmt-berüchtigte Wels kann anscheinend gegen den Strom schwimmen und soll sich gerne an Stellen festhängen, an denen man keinen Fisch hängen haben möchte.

Trotz der Herausforderungen freut sich Duque ungemein auf den Trip: „Ich bin praktisch schon von allem gesprungen, was man sich vorstellen kann, aber noch niemals von einem Baum ins Wasser.“

Auf unserer Facebook-Seite gibt es die Updates zum Trip von Duque Ende März.

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