CURE Runners: Wettlauf gegen die Zeit

Die Welt am Abgrund, nur ein Serum sichert das Überleben: Der mobile Jump 'n' Run-Spaß im Check.
Von Manuel Kurzmann

Das Wiener Start-up Three Coins hat in Kooperation mit den Spieleentwicklern von ovos eine Mobile-Game der besonderen Art erschaffen. Darum geht´s in „CURE Runners": Die Parcours-Runnerin Alice Stance kämpft in einer postapokalyptischen Welt ums Überleben, das sie nur gewährleistet, in dem sie so viel „CURE" wie möglich einsammelt – ein Serum, das zugleich die einzige In-Game-Währung darstellt. Dabei erlebt sie ein Abenteuer, auf das der Gamer durch seine Entscheidungen direkten Einfluss nimmt.

Neben jeder Menge Action beim Zocken erlernt man spielerisch einen besseren Umgang mit Geld, was eines der Hauptziele der Entwickler war. Wir haben mit dem Projektleiter in Puncto Spiele-Entwicklung, Jochen Kranzer, gesprochen.

Angenommen ich stöbere gerade durch den App Store und stoße dabei rein zufällig auf „CURE Runners“. Was sind die Gründe, warum ich das Spiel sofort antesten sollte?
Wir haben versucht, die Gestaltung einer postapokalyptischen Welt für mobile Endgeräte wirklich auszureizen, zum Beispiel durch flüssige Charakter-Animationen in einer 3D-Spielwelt. Das ist für ein Handy-Game nicht selbstverständlich. Dazu gibt es eine spannende Story, in der es vor allem um Ressourcen-Management geht. Um zu überleben, muss man CURE sammeln, also jene In-Game-Währung, um die sich alles dreht.

Wo habt ihr euch Inspiration für das Spiel geholt?
Konkret gab es sehr hoch gesteckte Ziele und große Vorbilder wie „The Last of Us“ (Action-, bzw. Surival-Game von Naughty Dog, erschien 2013 exklusiv für die PS3; Anm.), vor allem was das Spiel-Szenario betrifft.

Wie intensiv wurde an der Story gearbeitet?

Sehr intensiv. Das Spiel funktioniert nicht nach dem klassischen Schwarz-kämpft-gegen-Weiß-Prinzip. Es gibt durchaus Grauschattierungen in der Erzählung, die Spannung erzeugen. Heißt: Man weiß nicht immer genau, ob die Bösen wirklich so böse und die Guten wirklich durch und durch gut sind.

Der Gamer definiert das Ende der Geschichte selbst, da es unterschiedliche Handlungsstränge gibt. Wie viel Zeit braucht man, um die Story abzuschließen?
Das Spiel ist aufgeteilt in drei Akte und insgesamt 15 Spieltage. An jedem dieser Spieltage gibt es eine Story-Mission zu absolvieren. Das musst du machen, um in der Geschichte weiterzukommen. Diese Story-Missionen dauern eine, bis maximal zwei Minuten. Insgesamt kommt man wahrscheinlich auf eine gute Stunde Spielzeit.

Klingt nach wenig...
So schnell ist man auch nur fertig, wenn man nur daran interessiert ist, die Story so schnell wie möglich durchzuspielen. Es gibt aber auch abseits des Hauptpfades einiges zu entdecken.

Was zum Beispiel?
Zusatzmissionen mit hohen Gewinnen, die aber auch mit einem hohen Risiko verbunden sind. Außerdem gibt es die Möglichkeit, auf Rang zu spielen und in bereits absolvierten Levels Highscore-Runs zu machen, um in die globale Highscore-Liste zu kommen.

Zusatzmissionen ermöglichen zusätzliche Gadgets

Verschaffen einem solche Zusatzmissionen und Runs in der Hauptgeschichte Vorteile?
Ja, weil man sich Gadgets erspielen kann, die den weiteren Spielverlauf einfacher machen. Aber: diese Zusatzmissionen sind riskant und kosten Cure. Das Spiel bringt dich irgendwann dazu, sehr genau über dieses Ressourcen-Management nachzudenken.

Abschließend: Hast du Tipps, wie man „CURE Runners“ möglichst effizient durchspielt?
Es gibt einen Zeitpunkt, ab dem sich im Spiel eine Tracking-Möglichkeit bietet, und zwar durch ein Planungs-Tool. Das sollte man immer im Auge behalten, da es Sparziele im Spiel gibt, die man nur schafft, in dem man von Anfang an darauf hinarbeitet. Wenn man das ignoriert, wird man irgendwann gegen das erste Sparziel donnern und scheitern. Das beendet nicht das Spiel, hat aber negative Auswirkungen auf die Story. Und: man sollte in Sachen Gameplay die Level genau beobachten. Es gibt subtile Hinweise, wo die optimalen Absprungpunkte für Alice sind. Wenn man die genau erwischt, landet sie immer am vorgesehenen Punkt, was jede Menge Zeit erspart.

Danke für das Gespräch!

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