Ein letzter Blick auf „First Descent: Michoacán“

Nur wer wagt, gewinnt – und diese fünf Kajaker wurden für ihren Mut mehr als belohnt.
Von Peter Upton

Sie aßen Tacos ohne Ende, schoben kaputte Laster von der Straße und setzten in einem von mexikanischen Drogenkartellen kontrollierten Gebiet ihr Leben aufs Spiel.

Schlaflose Nächte und Mückenstiche standen auf der Tagesordnung, und es kam auch zu einigen weiteren unglücklichen Zwischenfällen.

Was bedeutet das? First Descent: Michoacán war ein unvergessliches Abenteuer. Die Crew der Kajaker paddelte durch Städte und das Hinterland und stürzte sich Wasserfälle hinunter, die bis dato unberührt gewesen waren. Es ist eine lange Geschichte und ihr könnt euch alle Clips oder auch einige Fotos hier im Channel ansehen. Aber wenn ihr nicht allzu viel Zeit habt, dann genießt einfach das Video oben, das in sechs Minuten die ganze Herrlichkeit zusammenfasst.

Kayaker Juanito de Uguarte auf einer Michoacan-Expedition im Jahr 2013
Juanito mag es groß © John Rathwell/Red Bull Content Pool

„Mexiko ist einer der besten Orte der Welt, um Kajak zu fahren”, sagt Joel Kowalski. „Das ist unter Kajakern allgemein bekannt. Auf Satellitenbildern sieht Michoacán wie ein Spielplatz aus.”

Doch jahrelang hielten politische Konflikte und ein gefährlicher Drogenkrieg die Paddler von den Flüssen im Staat Michoacán fern – bis der mexikanische Kajaker Rafa Ortiz, die Amerikaner Dane Jackson, Seth Ashworth, Ciarán Heurteau und Juanito de Uguarte sowie drei weitere Freunde beschlossen, dass es sich definitiv lohnen, würde, das Wagnis einzugehen.

„Jeder sagte uns, dass wir nicht aufbrechen sollten“, sagt Ortiz, der in Mexiko-Stadt lebt. „Alle sagten uns, Michoacán sei gleichbedeutend mit dem Tod – und dass wir nicht nach Michoacán fahren sollten.”

Kayaker Rafa Ortiz auf einer Michoacan-Expedition im Jahr 2013
Ruhiges Wasser, harte Arbeit © John Rathwell/Red Bull Content Pool

Sie brachen dennoch auf und was sie entdeckten, übertraf ihre Erwartungen: freundliche Menschen und eine Menge unberührtes Wildwasser. „Der Rio Hoye del Aire ist einer der besten Wildwasserflüsse in ganz Mexiko”, so Ortiz. „Einer der schönsten fünf Wasserläufe des Landes – vielleicht gehört er sogar unter die Top Drei!”

Drei Wochen lang waren die Jungs auf neuen Lines unterwegs, ließen einige andere links liegen – und aßen Unmengen von Tacos. Wenn das Video oben ein Hinweis darauf ist, wie viel Spaß sie hatten, dann kann man davon ausgehen, dass sie mit Sicherheit zurückkehren werden. „Diese Flüsse waren eine echte Offenbarung”, kommentiert das Kajak-Wunderkind Dane Jackson. „Es war ein super cooles Gefühl zu wissen, dass wir ein neues Juwel für das Wildwasser-Kajaken entdeckt haben – und wir haben ja bisher nur einen Bruchteil dessen erkundet, was es da unten noch zu entdecken gibt!“

Bei Red Bull Adventure auf Facebook gibt es noch viel mehr Wildwasser-Action.

read more about
Zur nächsten Story