Verrückte Vehikel zu Wasser, zu Lande, in der Luft

Bullis, Trucks, Schiffe und Flugzeuge können gegen diese exklusiven Abenteuer-Gefährte einpacken!
Der Skyrunner fliegt mit seinem Gleitschirm durch die Luft.
Skyrunner: Eine Mischung aus Gleitschirm und Buggy © SkyRunner
Von Ed Chipperfield

Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielte? Dann würden sich Abenteurer sicher nicht mit einem einfachen Truck begnügen, sondern sich ein richtig aufgemotztes Abenteuer-Gefährt zulegen, oder? Mit diesem Hintergedanken haben wir weltweit nach den coolsten und ausgefallensten Transportmöglichkeiten für Abenteurer mit dicker Brieftasche gesucht. Da gibt es alles von der Ein-Mann-Rakete bis zum voll funktionalen fliegenden Auto. Viel Spaß! Und fangt schon mal an zu sparen…

Das Spielzeug für angehende Geheimagenten

Name: Skyrunner
Typ: Fliegendes Auto
Preis: etwa 100.000 Euro

Der Skyrunner ist eine clevere Kombination aus Gleitschirm und Dünenbuggy und das weltweit erste straßenzugelassene fliegende Auto. Es schafft den Sprint von null auf 100 km/h in 4,3 Sekunden und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 186 km/h – am Boden. Der Benzinmotor kann den Skyrunner auch auf eine maximale Fluggeschwindigkeit von 143 km/h bringen.

Erfinder Gilo Cardozo testete den Skyrunner, indem er damit von London nach Timbuktu fuhr und flog. Dazu gehörten eine Flug über die Straße von Gibraltar und mehrere kurze Flüge über Teile der Westsahara. Das Beste: Wenn der Ein-Liter-Motor in der Luft ausfällt, kann man immer noch relativ sicher im Segelflug landen.
www.fly-skyrunner.com

Der Skyrunner fliegt mit seinem Gleitschirm durch die Luft.
Skyrunner: Eine Mischung aus Gleitschirm und Buggy © SkyRunner

Das Wohnmobil für Oligarchen

Name: Unicat
Typ: Offroad-Luxus-Wohnmobil
Preis: 1,2 Milllionen Euro

Auf der Basis eines Mercedes Unimog hebt der Unicat den Expeditionskomfort auf eine ganz neue Ebene – Luxus, wie ihn nur Oligarchen kennen. Als Extras können schusssichere Scheiben, Schutz gegen Landminen und ein Nachtsichtsystem für den Fahrer geordert werden. So bringt einen der 6x6-Truck überall hin.

Auch innen herrscht Vollausstattung. Voll ausgerüstete Küche inklusive Waschmaschine und Trockner, Bad mit Dusche und Toilette mit Wasserspülung, Bose-Soundsystem und ein integrierter PC-Arbeitsplatz. Über dem Doppelbett ist sogar ein elektrisches Schiebedach angebracht.

Um sich das Gefährt leisten zu können, müssten die meisten wohl eine Bank ausrauben. Dafür kann man sich mit dem Unicat dann gut für eine Weile an einem abgelegenen Ort verstecken.
www.unicat.net

Der Unicat bringt dich überall hin.
Unicat: Offroad-Luxus-Wohnmobil © Unicat

Das Traum-Fluchtmittel für Drogenbarone

Name: UC3 Nautilus
Besonderheit: Privat-U-Boot
Preis: 146.000 Euro (um es zu bauen)

Mit 17 Metern Länge ist das UC3 Nautilus das weltweit größte nicht-kommerzielle U-Boot. Gebaut wurde es 2008 von einem Team dänischer Ingenieure und Bastler. Das dieselelektrische Tauchboot kann mit vier Mann Besatzung bis zu 100 Meter tief tauchen und seine Ballasttanks zum Tauchen in nur 20 Sekunden mit Wasser füllen – schneller als die meisten U-Boote der Navy. Schlechte Nachricht für Unterwasser-Abenteuer: Es steht nicht zum Verkauf.
http://copsub.com

The UC3 Nautilus in Aktion.
UC3 Nautilus © Copenhagen Suborbitals

Das beste Gefährt für Polar-Abenteuer

Name: Caterpillar DN6
Besonderheit: Traktor für Überlandfahrten in der Antarktis
Preis: Auf Anfrage

Ausgestattet mit Bodenradar, um Gletscherspalten zu erkennen, Eis-Spikes für bessere Traktion und einer ausgefuchsten Zentralheizung war dieser modifizierte DN6 das perfekte Vehikel für den britischen Forscher Sir Ranulph Fiennes auf dessen vom Pech verfolgter „Coldest Journey“-Expedition durch die Antarktis, die wegen extrem schlechter Bedingungen abgebrochen werden musste.

Der Traktor kam dabei viel besser zurecht als die Menschen. Er funktionierte auch noch in den Wintermonaten bei -60°C. Und ist das ein Schiffscontainer auf Skiern, den er hinter sich herzieht? Ja. Wer braucht schon einfache Zelte, wenn man seine Behausung so mitschleppen kann.
http://www.finning.co.uk

Der modifizierte Caterpillar DN6 zieht einen Container über das Eis der Antarktis.
Der modifizierte Caterpillar DN6 © The Coldest Journey (thecoldestjourney.org)

Das Vehikel für Spezialeinheiten und Grenzer

Name: Griffon 200TD
Besonderheit: Hovercraft für die Arktis
Preis:
Auf Anfrage

Berichte vom Tod des Hovercraft sind maßlos übertrieben. Nehmt als Beispiel nur mal das mächtige Griffin 200TD: 2012 war es das erste Hovercraft, das den Nordpol überquerte.

Die norwegische Expedition begann in Svalbard und schaffte es die unebenen und beweglichen Eisschollen der Arktis mit einer Geschwindigkeit von sieben Knoten zu überfahren. Dabei ist das Hovercraft in den Tropen genauso zu Hause und schaffte es in den 90ern nach der Abfahrt auf dem San-Juan-Fluss sogar auf eine nicaraguanische Briefmarke.

Das zwölf Meter lange Hovercraft hat eine Kabine mit vier Kojen, schafft auf dem Wasser maximal 43 Knoten und hat ein Infrarot-Nachtsichtsystem, um im Dunkeln fahren zu können.
www.griffonhoverwork.com

Das Griffin 200TD hat auf dem Wasser einen Top-Speed von 43 Knoten.
Griffin 200TD © Griffin

Für den Silicon-Valley-Abenteurer

Name: Turanor
Besonderheit: Solar-Katamaran
Preis: 12,5 Millionen Euro

Das Turanor ist das größte Solar-Boot der Welt und sieht auf den ersten Blick recht merkwürdig aus. Sein Karbongerüst ist mit 512 Quadratmetern an Solarzellen bedeckt. Im Innern beherbergt das Boot genug Lithium-Ionen-Akkus, um 72 Stunden bei Dunkelheit zu fahren. Der elektrische Motor leistet 120 kW und bringt 600 Umdrehungen auf die beiden fünfblättrigen Schrauben. Top-Speed sind 14 Knoten (das sind 25 km/h für Landratten).

Nach einer Rekord-Weltumrundung sucht die Turanor jetzt neue Abenteuer und erforscht Spuren untergegangener prähistorischer Landschaften im Mittelmeer.
http://www.planetsolar.org

Das Turanor ist das größte Solar-Boot der Welt.
Turanor: das größte Solar-Boot der Welt © Anthony Collins

Für Raumfahrer

Name: Tycho Brahe
Besonderheit: Ein-Mann-Weltraumrakete
Preis: 40.000 Euro (um sie zu bauen)

Wird die Erde zu langweilig? Wie wäre es stattdessen mit einem Trip in den Weltraum – in einer Ein-Mann-Rakete? Tycho Brahe war der Prototyp eines Ein-Mann-Raumfahrzeugs, das 2011 von einer schwimmenden Plattform in der Ostsee abgeschossen wurde. Die 3,5 Meter lange Kapsel stieg 15 Sekunden lang auf, bevor sie vom Kurs abkam und mit 200 km/h wieder auf dem Wasser aufschlug.

Die Kapsel mit einem Durchmesser von 64 Zentimetern sollte während des Flugs einen Piloten in halbstehender, halbsitzender Position beherbergen. Copenhagen Suborbitals, die Köpfe hinter dem Projekt, arbeiten momentan an einer größeren und besseren Version. Bis zum Abheben kann es also noch ein paar Jahre dauern.
http://copsub.com

Die Tycho Brahe Ein-Mann-Weltraumrakete startet ins All.
Tycho Brahe: Ein-Mann-Weltraumrakete © Copenhagen Suborbitals

Ihr wollt auch unterwegs auf das Beste von RedBull.com zugreifen? Dann besorgt euch jetzt die mobile App auf RedBull.com/app!

read more about
Zur nächsten Story