POV-Video vom Sprung aus 10.000 Metern Höhe

Jetzt könnt ihr selbst springen: Hier ist das POV-Video von Reffets und Fugens Mont-Blanc-Flug.
Von Tarquin Cooper

Nehmt auf dem Sitz des Piloten Platz und schnallt euch an: Hier ist der sagenhafte Skycombo-Flug von Vince Reffet und Fred Fugen aus einer anderen Perspektive – nämlich ihrer eigenen.

Ihr seht dramatische POV-Bilder in Echtzeit, die von ihren Kopf- und Körperkameras aufgenommen wurden. Nach dem Absprung, der vom Rand des Weltalls erfolgte - noch höher, und sie hätten Druckanzüge benötigt – führten sie zunächst synchrone Manöver durch und flogen dann extrem dicht den Peuterey-Grat am Mont Blanc hinunter.

Wir haben versucht, so nahe wie möglich ranzukommen.

Fred Fugen aus Vincent Reffets Perspektive beim Sprung aus 10.000 Metern Höhe über dem Mont Blanc in Frankreich am 31. Mai 2014
Nicht von dieser Welt... © DomDaher/Red Bull Content Pool

„Wir sind bis auf zehn Meter an den Felsen rangekommen, sogar weniger als zehn Meter“, erzählt Fred. „Bei einem derartigen Flug sind zehn Meter gar nichts! Ab und zu wurden wir von Turbulenzen erfasst und mussten nach links oder rechts schwenken und zurückweichen. Aber wenn die Bedingungen es erlaubten, haben wir versucht, so nahe wie wie möglich ranzukommen.“

In 6000 Metern Höhe darf beim Öffnen des Fallschirms nichts schiefgehen.

Insgesamt dauerte der Flug sieben Minuten, von denen 40 Sekunden im freien Fall absolviert wurden. „Das ist nicht besonders lange, aber unser Tempo war enorm hoch“, ergänzt Fred.

Fred Fugen und Vincent Reffet trainieren am 12. Mai in Österreich für ihren Sprung aus 10.000 Metern Höhe über dem Mont Blanc (Frankreich) am 31. Mai 2014
Manöver in großer Höhe über dem Mont Blanc © DomDaher/Red Bull Content Pool

Die Jungs haben Sportgurtzeug eingesetzt, also Hochleistungsfallschirme, die eine kleinere Oberfläche haben – nur 9m². Dadurch sind sie schneller und bei Tricks und beim Swooping besser zu manövrieren.

Es gibt allerdings einen Haken. In großer Höhe lässt die Luftdichte zu wünschen übrig, und das beeinflusst das Öffnen und den Flug der Fallschirme. „Sportgurtzeug lässt sich nicht ohne Weiteres an große Höhen anpassen“, so Fred.

Bislang hat noch niemand versucht, einen Hochleistungsfallschirm in einer derartigen Höhe zu öffnen.

Fred Fugen und Vincent Reffet trainieren am 12. Mai in Österreich für ihren Sprung aus 10.000 Metern Höhe über dem Mont Blanc (Frankreich) am 31. Mai 2014
Wie schön! Nimm meine Hand... © Dom Daher/Red Bull Content Pool

„Bislang hat noch niemand einen Hochleistungsfallschirm über dem Mont Blanc bzw. in einer solchen Höhe geöffnet“, fügt Fred hinzu. „Meistens werden sie genutzt, um schnell und nahe am Boden entlang zu fliegen. Das Öffnen ist von anderer Qualität, weil die Luftdichte geringer ist.“

„In 6000 Metern Höhe darf beim Öffnen des Fallschirms nichts schiefgehen. Er muss sich kräftig öffnen!“

Fred Fugen und Vincent Reffet trainieren am 12. Mai in Österreich für ihren Sprung aus 10.000 Metern Höhe über dem Mont Blanc (Frankreich) am 31. Mai 2014
Das richtige Öffnen war entscheidend... © DomDaher/Red Bull Content Pool

Aber dank jahrelanger Vorbereitung und der vereinten Bemühungen des gesamten Teams lief für Fred und Vince alles glatt – jedenfalls so glatt wie möglich, wenn man aus großer Höhe durch nachmittägliche Turbulenzen springt. Aber die Turbulenzen sind eine andere Geschichte.

Bleibt dran: Nächste Woche präsentieren wir einen Blick hinter die Kulissen. Außerdem erklären wir, warum die Luftverkehrskontrolle den Sprung noch erschwert hat.

Weitere Infos gibt es auf der #skycombo Microsite.

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Fred Fugen aus Vincent Reffets Perspektive beim Sprung aus 10.000 Metern Höhe über dem Mont Blanc in Frankreich am 31. Mai 2014
Phase 3: Swooping am Mont Blanc © DomDaher/Red Bull Content Pool
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