Wingsuit-Flieger liefern sich Rennen in der Luft

Kann es noch besser werden? Vier Wingsuit-Piloten liefern sich bei 260 km/h ein Rennen.
Von Kevin McAvoy

Wingsuit-Fliegen ist einfach nur verblüffend - ein Mensch fliegt eigenständig durch die Luft, ohne Motor und voller Spannung für Teilnehmer und Zuschauer. Das Können der Wingsuit-Flieger und die Technologie hinter diesem Sport sind enorm gewachsen, wodurch wir uns jetzt an der nächsten Grenze befinden: Wingsuit-Slalom-Rennen in der Luft.

Red Bull Aces bietet den allerersten Wingsuit-Wettbewerb. Dabei treten vier Wingsuit-Flieger in einem Vier-Tore-Kurs in der Luft gegeneinander an (die Highlights der Veranstaltung seht ihr im Video oben). Die Flieger erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 260 km/h, fliegen in einer Höhe von 2.100 Meter durch das Starttor und liefern sich bei ihrem Sinkflug ein Rennen durch einen slalomartigen Kurs, bevor sie in einer Höhe von etwa 1000 Metern ihre Fallschirme öffnen.

„Das ist einfach nur toll, top-modern und wirklich der Beginn einer Revolution“, sagte der Sieger der Veranstaltung, Andy Farrington. „So soll ein Wettbewerb sein - du lieferst dir ein Rennen mit den Leuten direkt neben dir. Es ist ganz eindeutig; du hast es entweder durchs Tor geschafft oder nicht. Du bist vor dem Anderen ins Ziel gekommen oder nicht. Und das in mehreren Tausend Metern in der Luft.“

Farrington schlug beim ersten Red Bull Aces Wingsuit 4 Cross Race drei weitere Teilnehmer und sicherte sich damit den Sieg. Dabei schoss er mit 216 km/h durch den Slalomkurs. Noah Bahnson (USA) wurde Zweiter und Julian Boulle (South Africa) landete auf dem dritten Platz.

Red Bull Aces Wingsuit-Rennen
So Beginnt das Rennen © Jörg Mitter/Red Bull Content Pool

Die vom Red-Bull-Air-Force-Piloten Luke Aikins angeführte Veranstaltung lockte 52 Teilnehmer aus 16 Ländern in den Himmel über Nordkalifornien. Die Piloten waren mit einem GPS-System ausgestattet, das ihre Fluggeschwindigkeit, Position und Zeit, die sie für die Absolvierung des Kurses gebraucht haben, übertragen hat. Außerdem mussten sie auf der richtigen Seite und Höhe durch jedes der vier Tore fliegen, die zwischen der 2.000-Meter- und der 1.000-Meter-Marke in Abständen von 300 Metern aufgebaut waren. Die Ziellinie befand sich direkt hinter dem letzten Tor.

Red Bull Aces Wingsuit-Rennen
Diese Rennstrecke hat keine Grundregeln © Jörg Mitter/Red Bull Content Pool

Jeder wollte bei jedem Flug dabei sein, und das ist die beste Reaktion, die ich erwarten konnte

Nachdem diese intensive und mitreißende Veranstaltung nun erfolgreich hinter ihm liegt, haben wir mit Aikins, der darauf hofft, dass nicht mal der Himmel die Grenze für dieses bahnbrechende neue Format sein wird, über Red Bull Aces gesprochen.

 

Red Bull Aces Wingsuit-Rennen
Die Konkurrenten ganz dicht beieinander © Jörg Mitter/Red Bull Content Pool

Was waren die Herausforderung bei der Planung und Durchführung einer solchen Veranstaltung?
Luke Aikins:
Die Menschen fliegen ständig alleine in Wingsuits durch die Gegend, aber wir wollten ein neues Format bieten. Also, wie machen wir das und wie machen wir das sicher? Wie lauten die Parameter? Was ist sicher und was nicht, wenn man aus einem Flugzeug springt? Die größte Herausforderung war, die größtmögliche Sicherheit bei einem richtigen Wettbewerb zu haben, damit ich am Ende des Tages sagen kann: Das ist der beste Wingsuit-Pilot.

Red Bull Aces Wingsuit-Rennen
52 Piloten aus 16 Ländern traten in Oakdale an © Jörg Mitter/Red Bull Content Pool

Wie haben die Sportler auf das neue Format reagiert, als du sie zum ersten Mal darauf angesprochen hast?
Nachdem ich das Konzept erklärt hatte, waren die Sportler Feuer und Flamme, aber danach etwas besorgt. [Aber bei der Veranstaltung] wollte jeder bei jedem Flug dabei sein, und das war die beste Reaktion, die ich erwarten konnte.

Lief alles wie erwartet oder gab es Überraschungen?
Ich würde sagen, dass es besser als erwartet lief. Nach der zweiten Runde haben sich die Leute tatsächliche Rennen geliefert. Man sieht Winkel. Sie fliegen nicht nur in ihren Wingsuits; sie machen ein richtiges Kopf-an-Kopf-Rennen zum nächsten Tor.

Red Bull Aces Wingsuit-Rennen
Wasserlandung möglich!? © Jörg Mitter/Red Bull Content Pool

Was war das Highlight dieser Eröffnungsveranstaltung für Dich?
Für mich war das der erste Sprung bei den Heats, als der Dritte die ersten beiden direkt am letzten Tor überholt und sich noch den Sieg gesichert hat. In diesem Moment war alles, wofür wir bis zu diesem Zeitpunkt gearbeitet hatten, erreicht. In diesem Moment habe ich ein Rennen gesehen.

Was steht als Nächstes bei Red Bull Aces an?
Ich hoffe, dass wir hier ein Konzept bewiesen haben. Wir haben Sportler mit den erforderlichen Fähigkeiten und die Technologie und das Wissen, um diese Veranstaltung auf das nächste Level zu führen. Hoffentlich werden wir in Zukunft noch weitere Events abhalten.

Red Bull Aces Wingsuit-Rennen
Schwebende Wendepunkte skizzierten den Slalomkurs © Jörg Mitter/Red Bull Content Pool

Überrascht es dich, wie weit Wingsuit-Fliegen gekommen ist?
Im Moment denke ich, dass die Wingsuit-Technologie und die Piloten auf dem gleichen Level sind. Und immer wenn die Technologie und die Sportler auf dem gleichen Level sind, werden die Dinge besser und besser. Im Moment sind es nicht nur die Anzüge, sondern auch die Piloten - und das ist die gewinnbringende Kombination.

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