Badespaß im Quallensee

Ihr wollt nicht mit Haien schwimmen? Dann aber vielleicht im Pazifik mit den Quallen von Palau!
Quallen umringen einen Taucher © Waterframe RM/Getty Images
Von Chris O'Dell

Im Westen des Pazifischen Ozeans liegt der Inselstaat Palau, der aus 250 Inseln besteht und in dem 21.000 Menschen und unzählige Quallen leben. Quallen? Ja, Quallen. Palau ist die Heimat des Quallensees, eines kaum bekannten Wunders der Natur. In dem 5,7 Hektar großen Salzwassersee (relativ klein, also) leben so einige Quallen – und die machen Palau zu einem beliebten Reiseziel. Doch die einheimische Fotografin Wendy Capili warnt: „Die Reise nach Palau dauert lange und ist teuer – und die Rock Islands liegen eine 30-minütige Bootsfahrt von Koror, der Hauptstadt von Palau, entfernt.“

Scrollt weiter hinunter, dann könnt ihr von Capili mehr über die Quallen erfahren – und euch die unglaublichen Bilder anschauen.

Im Schwebezustand
Eine Taucherin schaut sich die Quallen von oben an.

Quallen schweben im Wasser wie Wolken am Himmel © Waterframe RM/Getty Images

Land der Seen
Der Quallensee zählt zu den wenigen Salzwasserseen, die es auf der Welt gibt. Obwohl er über Risse im Kalkstein mit dem Ozean verbunden ist, ist sein Ökosystem unabhängig von den umliegenden Gewässern.

Kein Schlechter Ort für die Zeit über Wasser! © Island Effects/Getty Images

Schmerzfrei
Tut das weh? Nicht allen Menschen. „Diese Quallen verursachen mittlerweile keine Schmerzen mehr. Nur Menschen mit übersensibler Haut verspüren noch kleine Stiche“, so Capili.

Eine Qualle anfassen? Trau dich doch! © Moment Open/Getty Images

Grün, grün, grün …
„Der Quallensee ist ein surrealer Ort – fast von einer anderen Welt“, sagt Capili. „Ich habe wirklich Glück, dass ich in diesem Land lebe und sich dieses Naturwunder in meiner Nähe befindet.“

Das sind keine Unterwasserpflanzen © Richard Schneider

Blick von oben
Ein Schnorchler erzeugt inmitten unzähliger Quallen von unten Luftblasen. „Man darf hier nur Schnorcheln – Tauchen ist verboten, denn ab 15 Metern Tiefe gelangt man in eine Wasserschicht aus Schwefelwasserstoff und Bakterien, die für Menschen giftig ist!“, sagt Wendy Capili.

Das ist keine Qualle - nur eine Luftblase © Wendy Capili-Wilkie

Von „Wolken“ umgeben
Ein Schwarm der Meerestiere ganz aus der Nähe. Im Quallensee gibt es zwei Arten: die Goldene Qualle und die Ohrenqualle. Im Laufe des Tages steigen sie im See auf und sinken dann wieder ab. Dabei nehmen sie den notwendigen Stickstoff und andere Nährstoffe auf.

Wie das Navigieren durch ein Unterwasser-Minenfeld © Richard Schneider

Durch die Sonnenstrahlen
Es ist nicht leicht, im Quallensee gute Fotos zu schießen. „Ein gutes Foto zu bekommen, ist eine Herausforderung, denn das Licht unter Wasser ändert sich ständig. Manchmal braucht es auch etwas Glück, um die richtigen Wetterbedingungen für ein tolles Bild zu erwischen!“, sagt Capili.

Falls ihr euch fragt - die stechen nicht © Wendy Capili-Wilkie

Schnorcheln? Aber bitte!
Ein Schnorchelausflug in diesem See könnte für die meisten ein unvergessliches Erlebnis werden, doch der Weg bis dahin ist nicht leicht: „Wenn man es bis zum See schafft, muss man erst einen steilen Berg hinauf und dann wieder hinunter wandern“, sagt Capili. „Und um im See dann an den Ort mit dem größten Quallenvorkommen zu gelangen, muss man bis ans andere Ende schwimmen!“

Taucheranzug verboten! © Wendy Capili-Wilkie

Leuchtende Kugeln
Doch warum brennt die Haut nach einer Berührung mit den Goldenen Quallen oder den Ohrenquallen nicht – so wie man es von den Quallen im Meer kennt? Ein Mangel an natürlichen Feinden in den letzten 12.500 Jahren hat dafür gesorgt, dass sich ihre giftigen Eigenschaften zurückentwickelt haben.

Quallen sind erstaunliche Kreaturen © Wendy Capili-Wilkie

Bitte schön lächeln!
Es heißt, wenn man sich Wolken oder Bäume lange genug anschaut, kann man Gesichter erkennen. Nun, das gilt anscheinend auch für Quallen. Doch dieses Lächeln ist ernst gemeint.

Diese Gesicht ist keine Halluzination. © Eric Cheng photography

In die Tiefe
Normalerweise sollte man Quallen um jeden Preis meiden. Doch hier zeigt eine Schnorchlerin, dass die Begegnung mit ihnen auch Spaß machen kann. Der See ist ein Naturwunder, das man gesehen haben sollte. „Ich liebe diesen Ort“, sagt Fotograf Eric Cheng, der das Foto unten geschossen hat.

So weit das Auge reicht - Quallen © Eric Cheng photography

Über den Wolken
Ein Schnorchler steigt wenige Meter unter der Wasseroberfläche aus einer Wolke von Quallen empor.

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Auftauchen aus der Quallen-Wolke © Waterframe RM/Getty Images
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