Born to climb: Angy Eiters Karriere-Meilensteine

Weltmeisterin, Europameisterin, Gesamtweltcupsiegerin: Das Kletter-Ass Angy Eiter im Portrait.
Im Portrait: Angy Eiter © Philip Platzer/Red Bull Content Pool
Von Manuel Kurzmann

Früh übt sich, was ein Meister werden will

– in kaum einer anderen Sportart als Klettern ist dieser Spruch zutreffender.

Angela Eiter, 28, Tirolerin, geboren in Zams kann ein Lied davon singen: Mit nur elf Jahren nahm sie an ihrem ersten, großen Wettkampf teil – den Westtiroler Meisterschaften in Imst. Nur vier Jahre später kürte sich Angy zur Jugend-Vizeweltmeisterin.

„Ohne Spaß geht im Kindesalter gar nichts. Du musst dich gerne in der Natur bewegen und gerne Rätsel lösen - und du brauchst Unterstützer. Bei mir waren das früher die Eltern: Vor allem mein Vater war bei jeder Trainingseinheit und jedem Wettkampf dabei“, erinnert sich Angy.

Ein perfektes Umfeld und ihr unbändiger Ehrgeiz im Training – Angy absolviert wöchentlich sechs oder sieben Einheiten zu je drei Stunden – sollten bald noch größere Früchte tragen: 2004 sicherte sich Angy ihren ersten Gesamtweltcupsieg, 2005 und 2006 verteidigte sie ihren Titel. Vor allem ihre Saisonleistung im Jahr 2005 ist schlicht und ergreifend historisch: Sie gewann acht von neun Wettbewerben und wurde einmal Zweite.

Doch Angy kennt auch die Schattenseiten des Sports. 2009 verletzte sie sich die Schulter schwer – das Karriereende drohte. „Ich wollte den Schmerz unterdrücken, weitermachen, doch der Physo meinte, es sei aussichtslos. Die Diagnose: sechs Monate kein Klettern. Dabei ist das mein Leben!“, erinnert sich Angy. Angy kämpfte sich zurück, erlebte 2011 aber einen weiteren Rückschlag: ein Wadenbeinbruch zwang sie zu einer langen Pause.

Anstatt in ein tiefes Loch zu fallen, bewies Angy erneut ihre Kämpfer-Qualitäten. Unterstützt von guten Freunden wie den Skistars Aksel Lund Svindal und Lindsey Vonn überwand sie ihre lange Verletzungsmisere. „Im Nachhinein waren meine Verletzungen ein Meilenstein. Verletzungen gehören zu einem ausgereiften Sportler dazu“, sagt Angy.

Der Lohn für die harte Arbeit folgte 2012: Angy schaffte trotz ihrer langen Pechsträhne das Kunststück, in Paris einen erneuten Weltmeistertitel zu holen, ihren Vierten insgesamt und erlebte einen ihrer „emotionalsten Momente überhaupt“, wie sie später erzählte.

Mittlerweile sorgt sie auch am Fels für Furore und klettert Routen bis zum 11. Schwierigkeitsgrad.

Angy Eiter in Arco (2013) © Reinhard Fichtinger/Red Bull Content Pool

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