Synchronfliegen über der Wüste von Namibia

Die Paragleiter Veso Ovcharov und Petar Loncar auf der Suche nach Höhenmetern in Afrika.
Von Josh Sampiero

 "Um einen Startplatz zu finden, folgten wir den Hufspuren eines Zebras", erzählt Veso Ovcharov über sein letztes Abenteuer in der Wüste Namibias. "Wir wussten, wir würden hier unglaublich gut fliegen können, aber wir fanden keinen Spot zum Abheben!"

Solche Hindernisse gibt es eben, wenn man seine Lieblingssportart Paragleiten und seinen Spielplatz Afrika nennt. Die beiden exzellenten Luftakrobaten Veso Ovcharov aus Serbien und sein Freund Peter Loncar aus Bulgarien begaben sich auf Expedition in den dunklen Kontinent, um eines zu finden: möglichst viel Flugzeit!

Hier das Video ihres epischen Gleitschirmflugs in Namibia

Die Safari der Lüfte startete in den Dünen nahe der Skeleton Coast. Hier können starke Winde den Flug der Piloten auch mal schnell zum Höllentrip machen, der nicht selten 20 Kilometer weiter nahe des Meeres endet. "Nirgendwo sonst auf der Welt findet man diese Konditionen. Bei Windstärken, die manchmal bis 100 kmh gehen, muss man lange suchen um einen einigermaßen sicheren Spot zum Abflug zu finden", so Ovcharov.

Die Bulgaren Veso Ovcharov und Petar Loncar paragleiten in der Wüste von Namibia
Flug ins Tal © Antony Krastev und Atanas Ovcharov

Am "sicheren Spot" waren die Windgeschwindigkeiten nur ca. 25 kmh. Der Spot lag zwar direkt an der Küste, aber für Loncar und Ovcharev war es der perfekte Ort, um ihr Können zu beweisen. Ab und an gleiteten sie hier so tief über das Meer, dass sie mit den Zehen die Oberfläche, synchron (!), berührten.

Der Bulgare Veso Ovcharov beim Paragleiten in der Namibischen Wüste, Namibia
Der Sonne entgegen © Antony Krastev und Atanas Ovcharov

Vom Strand weg, begann dann der akrobatische Teil der Exkursion. Hier wurde es dann auch ziemlich warm, um nicht zu sagen brennend heiß. Veso's Bruder Naso, der mit bei dem Trip dabei war, musste sich sogar zwischenzeitlich für einige Stunden mit einem Hitzschlag ins Krankenhaus verabschieden. Kein Wunder bei Temperaturen bis zu 50 Grad! "Das war furchtbar, wir hatten sehr Angst um ihn," erinnert sich Ovcharov.

Paragleiter Veso Ovcharov in den Namibischen Wüste, Namibia
Namibia's spektakuläre Landschaft im Blick © Antony Krastev und Atanas Ovcharov

Dennoch war, man glaubt es kaum, die Hitze nicht der größte Gegner in der Wüste. Das Namibische Outback ist geradezu besiedelt von allem möglichen Getier, das nicht selten auch noch giftig ist. "Es gab sogar Skorpione, die Peter ansprangen," so Ovcharov. "Sein Glück, dass er nicht gebissen wurde!" Unser Tipp: Beim nächsten Mal einfach länger in der Luft bleiben!

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