Höchstleistungen beim Hike-und-Fly in Kolumbien

Drei Red Bull X-Alps Piloten machen in Valle de Cauca in Kolumbien kurzen Prozess.
Von Josh Sampiero

Nicht ganz so extreme Fans vom Gleitschirmfliegen denken wahrscheinlich, dass sich dieser Sport hauptsächlich in den Alpen abspielt, wo man den Gipfel problemlos mit der Gondel erreichen kann. Aber richtige Fans wissen, dass im südamerikanischen Kolumbien, die verlässlichsten Flugbedingungen der Welt herrschen, besonders in der Mitte des europäischen Winters.

Aus diesem Grund trafen Tom de Dorlodot und Horacio Llorens den einheimischen Piloten Alex Villa, um sich mit ihm auf ein "Hike-und-Fly"-Abenteuer im Tal von Rio Cauca einzulassen. Los ging es einige hundert Kilometer südlich von Medellín.

Video: Über Kolumbien fliegen

 

“Kolumbien genießt einen fantastischen Ruf, wenn es um Wetter und Konditionen geht", sagt Tom. "Dort kann man am besten im Februar und Januar fliegen. Du bist den ganzen Tag in der Luft! Während dem Adriatic Circle Trip sind wir viel gelaufen. Ich wollte endlich zurück unter meinen Flügeln sein."

Die Idee war, von einem Dorf namens Santa Fe bis zu einem Dorf namens Cal zu fliegen - eine 400 km lange gerade Linie. Aber vor Ort machten sie eine waghalsige Entscheidung: die Strecke entgegengesetzt zu fliegen.

Kolumbien durchqueren - Immer den Zahlen nach

Tom de Dorlodot, Horacio Llorens und Alex Villa fliegen über Kolumbien
Immer der Nummer nach © zooom.at / Matea Zlatkovic

"Die Strecke ist ziemlich cool, da wir permanent dem Cauca Fluss folgten," sagt Tom. "Wir nahmen Kontakt mit Alex Villa auf, ein Red Bull X-Alps Athlet, der uns begleiten wollte. Also machten wir es im Red Bull X-Alps Style - ohne ins Auto zu steigen, keine Strecke fahren - nur hiken und fliegen: Hike-und-Fly.

Für Horacio Llorens, ein sehr guter Pilot, war es der erste Vol-Bif Trip, eine Kombination aus XC fliegen und Camping. Normalerweise ist er mehr für seine akrobatischen Fertigkeiten, als für seine Cross-Country Fähigkeiten bekannt.

Hier sind die besten Red Bull X-Alps Fotos aus 2013

Tom de Dorlodot, Horacio Llorens und Alex Villa fliegen über Kolumbien
Der abenteuerliche Dreier © Krystle Wright

Und was ist mit den Risiken in einem Land, dass genau dafür bekannt ist? "Kolumbien ist sehr sicher, wenn man weiß, wo man hingehen kann, " sagt Tom. "Aber es ist gefährlich, wenn man Dummheiten macht. Die Drogenbarone mögen keine professionellen Fotografen: sie möchten nicht in einer Zeitschrift landen!"

Die ersten beiden Tage waren hart - starker Gegenwind und schwache Flugbedingungen erschwerte ihnen diese Mission und ließ sie nicht zu Ruhe kommen.

Tom de Dorlodot, Horacio Llorens und Alex Villa fliegen über Kolumbien
Horacio Llorens, lächelt für die Kamera © Krystle Wright

Aber am dritten Tag wendete sich das Blatt. Die Konditionen waren so gut, dass die Jungs sehr hoch fliegen konnten und drei Tage lang keinen einzigen Kilometer laufen mussten. "Das ist das Schöne am Vol-Biv," sagt Tom. "Man hat die Freiheit am nächsten Tag dorthin zu fliegen, wo man gerne hin möchte. Man fühlt sich ausgeruht und bereit für einen Flug auf einem guten Level."

Mit guten Konditionen, sagt Tom, hätten er, Horacio und Alex die Strecke in nur fünf Tagen geschafft. Aber sie entschieden sich für sechs und beendeten ihren Trip mit einem hohen, technischen Flug, der sie nicht nur fast bis nach Medellin führte, sondern auch einen lokalen Höhenrekord (3,700m) brachte.

Tom de Dorlodot, Horacio Llorens und Alex Villa fliegen über Kolumbien
Die Lichter der Stadt unter den Füßen © Krystle Wright

Die Überraschung des Trips? Red Bull X-Alps Athlet Dawn Westrum zufällig in der Luft zu treffen, sagt Tom. "An dem Tag flogen wir 125 km und sie holte uns ein. Sie machte eine sehr schwierige Überquerung mit einigen tiefen Paraden - Dawn ist eine außergewöhnliche Pilotin und kann hervorragend fliegen.

Tom de Dorlodot wird im Mai zusammen mit Paul Guschlbauer den Adriatic Circle beenden. Das solltest du nicht verpassen!

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