10 Plätze, die flacher als ein Pfannkuchen sind

Wenn du an einem dieser Orte landest, zweifelst du daran, ob die Erde wirklich rund ist.
Von Josh Gale

Es ist einfach, sich über unsere Vorfahren lustig zu machen, die dachten, die Erde ist eine Scheibe. Aber wenn man sich diese Orte anschaut, kann man verstehen, warum. Der Horizont ist endlos. Die weiten, leeren Plätze sind dafür bekannt, sonst so „ausgeglichene" Menschen verrückt zu machen. Man hat das Gefühl, sich nicht fortzubewegen. Andere benutzen diese Plätze, um mit dem Fahrzeug Gas zu geben. Wir haben die flachsten Regionen unseres Planeten Erde genau unter die Lupe genommen und untern aufgelistet.

Schleswig-Holstein Wattenmeer, Deutschland

Korbsessel am Strand vom Schleswig-Holstein National Park, Deutschland
Strand in Deutschland – nicht ohne mein Handtuch © Jorg Greuel / Getty Images

Die Watten im norddeutschen Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind die größten durchgehenden Watten der Erde und deswegen sehr flach. Sie erstrecken sich von der Nordsee bis nach Dänemark, aber nur ein Teil ist trocken gelegt, der Rest ist unter Wasser. Wohl kaum die Tropen, aber die Strände der Nordsee locken immer noch viele sonnenhungrige Deutsche an.

Salar de Uyuni

Salztonebene in Bolivien
Salz der Erde © Dara Mulhern / Getty Images

Mit einer Größe von 10,582 Quadratkilometer und 100 km Durchmesser ist Salar de Uyuni in Bolivien die weltgrößte Salztonebene, fast so groß wie Jamaika. Die Salzkruste ist drei bis 10 Meter dick und ergibt zusammen 10 Billion Tonnen Salz – mehr als genug, um alle Pommes der Welt zu salzen.

Es gibt so viel Salz, dass sogar Hotels daraus gebaut werden. Aber was darunter liegt, ist richtig viel Geld wert - das magische Mineral, das für Handys und Laptops benötigt wird. Lithium. Salar de Uyuni besitzt den weltgrößten Lithium Vorrat.

Danakil Wüste

 Kamel-Karawane mit Salz, Danakil, Äthiopien
Kamel-Karawane in der Danakil Wüste © Dave Stamboulis Travel Photography / Getty images

Von den Einheimischen wird sie das "Tor zur Hölle” genannt. Die Danakil Wüste im Nordosten Äthiopiens ist ganz sicher nicht ein Ort, um seine Bräune aufzufrischen. Die Tagestemperatur liegt bei 50 °C, genug, um einen Bikiniabdruck als kleinstes Problem abzustempeln.

Die Wüste ist nicht nur die heißeste, sondern auch eine der tiefsten Plätze der Erde, samt unfreundlichen Eigenschaften wie reguläre Erdbeben, Vulkane, Geysire, Salz Schluchten und feindliche Stämme.

Everglades, Florida

 Everglades
Einer, der flachesten Plätze Amerikas © Cultura RM/Art Wolfe Stock via Getty Images

Die Indianer nannten diesen Ort “grasiges Wasser”, andere gaben ihm den Namen “Fluss aus Gras”. Es beschreibt die Everglades im Süden Floridas, eines der flachsten Orte Amerikas.

Auf Mückenspray kann man bei einem Besuch auf keinen Fall verzichten. Die kleinen, geflügelten Blutsauger sind ein wichtiger Teil der Nahrungskette. Sie dienen als Futter für die Fische, diese dienen als Futter für die Alligatoren, diese dienen als Futter für große Pythons und so weiter. Wenn man sich das ganze Gelände problemlos anschauen möchte, sollte man sich unbedingt ein cooles Sumpfboot schnappen.

Die Malediven

Vogelperspektive vom Baa Atoll, Malediven
Über dem Meeresspiegel, bis jetzt © Getty Images

Willkommen im flachsten Land der Erde. Die Inselkette im Indischen Ozean ist so glatt, zwischen eins und 1.5 m über dem Meeresspiegel, dass nur gelegentlich eine 2 m hohe Sanddüne, die sonst so aalglatte Oberfläche aus dem Gleichgewicht bringt. Der steigende Meeresspiegel bedroht die Existent der 1,192 Koralleninseln, aus den die Malediven bestehen.

Baikalsee, Sibirien

Der französische Abenteurer Nicolas Vanier fährt mit dem Hundeschlitten während der L'Odysee Sauvage über den Baikalsee in Russland.
Teamarbeit auf dem gefrorenen See © Nvanier Taiga

Der Baikalsee im Süden Sibiriens ist nicht nur der älteste und tiefste See der Welt. In den kalten Wintermonaten friert der See zu und wird zu flachsten Oberfläche der Erde. Während dem russischen Bürgerkrieg 1920, floh die Weiße Armee vor der Roten Armee über den gefrorenen See nach China.

Cloncurry, Australien

Lange, flache Straße im Niemandsland
Trampen ist hier nicht zu empfehlen © Michael Hall / Getty Images

Der Outback in Australien ist bekannt für seine weite, fast unendlich flache Prärien. Um sie zu überqueren, muss man lange Strecken auf Asphalt zurück legen und es hat den Anschein, dass alles gleich aussieht. Das kann einen Fahrer schon verrückt machen, der sich berechtigterweise fragt, ob er überhaupt näher ans Ziel kommt.

Bonneville Salztonebene

Reifenspuren auf der Bonneville Salzwüste. Speed Woche.
Bonneville: der Ort, um Reifen zu schreddern © Paul Edmondson / Mint Images via Getty

Wenn du richtig schnell fahren willst und wir meinen richtig schnell, zum Beispiel 900 km/h, dann ist dies der perfekte Ort. Die 121 Quadratkilometer im Nordwesten von Utah sind bekannt für die Bonneville Rennbahn. Seit 1912 sind hier schon einige Draufgänger in Speed Maschinen - einige mit Propeller - über die ebene Fläche und in die „Hall of Speed-Fame" gerast. 1965 schaffte der professionelle Rennfahrer Craig Breedlove unglaubliche 966 km/h in seiner Jet-Propeller Maschine.

Makgadikgadi Salzpfanne, Botswana

Ein LKW fährt auf der Makgadikgadi Pan, Botswana
Dies ist kein guter Platz für einen leeren Tank © Mike D. Kock / Getty Images

Die 16,000 Quadratkilometer Makgadikgadi Salzpfanne im Nordosten von Botswana wurde saisonbedingt überflutet. Es ist nicht eine einzelne Pfanne, sondern viele verschiedene Salzpfannen, die durch sandige Wüste getrennt werden. Idiotische Fahrer sind gewarnt - man kann hier sehr schnell feststecken oder sich verfahren, mit wenig Hoffnung jemals gefunden zu werden.

Wadi Rum, Jordanien

So durchquert man eine Wüste auf klassische Art © Ben Orken

Wenn du morgen in Wadi Rum aufwachen würdest, ist dein erster Gedanke: „ich bin auf dem Mars gelandet". Aus einem ähnlichen Grund wird es auch das „Tal des Mondes" genannt. Das 720 Quadratkilometer große Wüstental ist ummauert von Sandstein und Granitbergen.

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