Vom Albtraumcrash zur Genesung

Ein Jahr nach seinem schweren Paraglidingunfall wagt sich Tom de Dorlodot zurück ins Flugabenteuer.
Von Tarquin Cooper

Vor einem Jahr brachen die Abenteurer Tom de Dorlodot und Paul Guschlbauer auf eine gewagte Mission auf: Sie wollten über die Adria bergsteigen und fliegen. Der Plan war, die 1800 Kilometer lange Reise über drei Gebirgszüge hinweg zu schaffen und am Ende auf einem Paramotor-Trip über das adriatische Meer zu fliegen. Doch nachdem Toms Gleitschirm den starken Winden nicht standgehalten hatte und sich Tom ernsthafte Rückenverletzungen zugezogen hatte, musste alles angehalten werden. Ein Jahr danach geht die Mission weiter. Die beiden brechen dieses Wochenende auf, um den ‚Circle‘ zu Ende zu bringen.

Als erstes solltest du unten das dramatische Video vom Crash und Toms inspirierenden Weg zur Genesung auschecken.

“Während ich mich schonte, um gesund zu werden, dachte ich die ganze Zeit an die Adria”, erzählt uns Tom. „Das ist was, was ich zu Ende bringen muss. Ein Teil von mir mag nicht zurück, aber ich weiß, dass ich zusammen mit Paul ein Spitzenteam bilde. Ich muss es tun, um den Unfall hinter mich zu bringen.“

Das ist was, was ich zu Ende bringen muss

Das Ziel ist, an den Unfallort im schweizerischen Claro zurückzukehren und von da weiterzumachen. Tom gibt zu, dass er mit gemischten Gefühlen wieder dorthin fährt.

Adriatic Circle
Adriatic Circle © Philip Platzer/Red Bull Content Pool

Es ist wie das Gefühl, das man bekommt, wenn man nach einer durchzechten Nacht wieder Alkohol riecht – man mag gar nicht in seine Nähe.“

Aber er weiß, dass es immer noch ein großartiges Abenteuer ist, das zu Ende gebracht werden muss. „Das Hauptziel ist, es in einem Stück bis ans Ende zu schaffen“, fügt er hinzu.

Thomas de Dorlodot vorm Paragliden © Kolesky/Nikon/Red Bull Content Pool

Auch Paul Guschlbauer, der damals beschloss, die Reise nicht alleine fortzusetzen, sondern zu warten, bis Tom wieder vollständig gesund war, will die Sache jetzt zu Ende bringen. „Es gab einen Moment in meinem Leben, an dem ich wusste, dass wir das Abenteuer von Anfang bis Ende durchziehen sollten. Aber jetzt denke ich einfach, dass Tom und ich das, was wir zusammen gestartet haben, auch gemeinsam beenden sollten.“

„Ich freue mich schon riesig darauf, wieder ein Team mit Tom zu sein“, fügt er noch hinzu. „Ich denke, es wird ein fantastisches Erlebnis sein und wir werden viel Spaß miteinander haben.“

Daumen hoch! © Paul Guschlbauer

Die beiden glauben, dass noch ungefähr 700 Kilometer Luftlinie zurückzulegen sind und sie dafür ungefähr zwei Wochen brauchen. Aber sie werden nicht Vollgas geben, sondern das Ganze als Teil ihres Trainings für das Red Bull X-Alps nutzen. „Das ist dieses Jahr unser größter Event“, sagt Tom.


Begleite die zwei Jungs auf unserem Live-Scribble-Feed, wenn sie ihre Reise beenden.

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