7 rauchende Vulkane, die einen Blick wert sind

Aktive Vulkane sollte man besser meiden. Diese hier kannst du tatsächlich besuchen.
Von Will Gray

Kannst du dich an das Gefühl erinnern, ins Feuer zu starren, weil man einfach nicht wegsehen kann? Jetzt stelle dir dieses Gefühl zehn Mal stärker vor. Vulkane sind zwar tödlich, zerstörerisch und gewaltig, aber sie sind ebenso beeindruckend und hypnotisierend. Das Beste daran ist, dass viele Vulkane relativ einfach zu erkunden sind.

„Die vulkanische Aktivität ist wahrscheinlich die faszinierendste Kraft der Natur auf diesem Planeten“, sagt Vulkanologe und Vulkan-Touristenführer Tom Pfeiffer. „Jeder Vulkan hat einen individuellen Charakter. Zeuge einer Eruption zu werden - von einem sicheren Abstand wohlgemerkt - ist ein Erlebnis, das sich mit nichts in der Welt vergleichen lässt."

Die einzige Frage, die noch bleibt - wohin soll die Reise gehen?

1. Die beste Eruption

Eruption auf dem Krater von Yasur
Eruption auf dem Krater von Yasur © Peter Unger/Getty Images

Name: Yasur
Standort: Tanna Island, Vanuatu
Aktivität: Hoch. Konstante Eruptionen gibt es seit Beginn der Aufzeichnungen.
Gefahr: Medium. Der Krater wird ständig bewacht und Touristenführer gehen nur, wenn es sicher ist.
Zugang: Eine Herausforderung. Es dauert drei Tage, bis man den Krater erreicht.

Vanuatu hat sechs Vulkane, die in diesem Jahrhundert ausgebrochen sind, Yasur ist der Spektakulärste. Innerhalb einer Stunde spuckt er mehrmals Lava. Er ist berühmt für seine enormen Ausbrüche, die das Schmelzgestein bis zu 350 Meter hoch in die Luft schießen lassen. Der Krater ist gut bewacht und gibt den Besuchern die Möglichkeit, richtig nah ran zu kommen.

2. Die besten Geysire

Die Rhyolit Berge auf dem Landmannalaugar Weg
Die Rhyolit Berge auf dem Landmannalaugar Weg © Loic Lagarde/Getty Images

Name: Landmannalaugar
Standort: Fjallabak Natur Reservat, Island
Aktivität: Fehlanzeige. Die letzte Eruption fand 1477 statt.
Gefahr: Niedrig. Keine eruptiven Aktivitäten in Sicht, aber die isländische Vulkanregion ist aktiv und wird überwacht.
Zugang: Einfach. Zahlreiche Straßen führen in diese Region, aber ein geländegängiges Fahrzeug wird empfohlen.

Einer der besten Plätze, um zu sehen, was nach einer Eruption übrig bleibt. Bunte Berge, ein Rhyolit Lavafeld, Kraterseen, kraftvolle Geysire und heiße und kalte Quellen.

3. Die besten stinkenden Gase

Die imposante White Island, Neuseeland
Die imposante White Island © Dan Barnes/Getty Images

Name: White Island
Standort: Nordinsel, Neuseeland
Aktivität: Medium. Die letzte explosive Eruption geschah 2013, aber die Unruhe bleibt.
Gefahr: Medium. Giftige Gase und schwefelhaltige Dämpfe machen dies zu einer gefährlichen Umgebung. Besuchern wird empfohlen, Gasmasken zu tragen.
Zugang: Einfach. Boote vom Festland brauchen sechs Stunden, um zur Insel zu gelangen.

Diese einmalige, rauchende Insel liegt 48 km von der Küste von Bay of Plenty entfernt und hat einen Durchmesser von zwei Kilometern. Besucher können direkt in den aktiven Krater spazieren. Im Inneren befinden sich blubbernde Schlammgruben, heiße Vulkanströme, ein See voller dampfender Säure und Fumarolen, die säurehaltiges weißes Gas ausspucken.

4. Bester blubbernder Lavasee

Flüssige Lava auf Kilauea
Flüssige Lava auf Kilauea © Justin Reznick Photography/Getty Images

Name: Kilauea
Standort: Big Island, Hawaii, USA
Aktivität: Hoch. Die Live-Aktivität erschafft derzeit einen riesigen neuen Lavasee.
Gefahr: Niedrig. Trotz der hohen Aktivität wird diese Gegend sehr gut überwacht und die Aussichtspunkte sind in einem sicheren Abstand.
Zugang: Einfach. Gepflasterte Straßen führen zu den besten Aussichtspunkten.

Die Bootstouren lieferten einst einen dramatischen Zugang zu dem Punkt, wo die Lava auf den Ozean trifft (wie oben zu sehen), bis dieser Strom 2014 versiegte. Nun findet die gesamte Action auf dem Halemaʻumaʻu Overlook Krater statt, wo die Lava kürzlich überlief und ein blubbernder Lavasee entstand.

5. Bestes Abenteuer

Aktiver Lava See auf dem Gipfel von Erta Ale (613m)
Lava See auf Erta Ale © Ariadne Van Zandbergen/Getty Images

Name: Erta Ale
Standort: Afar Depression, Äthiopien
Aktivität: Hoch. Die konstante Eruption lässt die Lava in den Lavasee sickern.
Gefahr: Hoch. Der Vulkan ist relativ beständig, aber die Region ist es nicht. Das Afar Volk heißt Besucher nicht immer willkommen.
Zugang: Eine Herausforderung. Die Fahrt mit einem geländegängigen Fahrzeug dauert zwei Tage, dann folgt eine Wanderung gemeinsam mit Touristenführern, die organisierte Touren anbieten.

Im Krater dieses flachen Vulkans befindet sich der älteste Lavasee der Welt, bei dem sich die Lava nur 5–10 Meter unter dem Rand befindet. Um hierher zu gelangen, müssen Besucher das nicht gerade gastfreundliche Terrain der Danakil-Senke durchqueren, inklusive Landschaften in surrealen Farben, Salztonebenen, Geysiren, heißen Quellen und einem sicheren Tod, wenn man sich verfährt.

6. Bester Kraterrand

Nyiragongo Vulkan, Kongo
Nyiragongo Vulkan, Kongo © Guenter Guni

Name: Nyiragongo
Standort: Virunga Nationalpark, Demokratische Republik Kongo
Aktivität: Hoch. Der Vulkan versorgt permanent einen blubbernden Lavasee.
Gefahr: Medium. Die Gegend war zwei Jahre lang gesperrt, wurde 2014 aber wieder eröffnet. Der Vulkan an sich ist relativ beständig.
Zugang: Eine Herausforderung. Nach einer 500 Kilometer langen, beschwerlichen Off-Road-Fahrt und einer Wanderung auf 1.400 Höhenmetern, hat man den Kraterrand endlich erreicht.

Um zum Krater zu gelangen, muss man sich durch einen Dschungel voller Schimpansen, Affen und Buschböcken kämpfen. Dieser einsame Kraterrand, mit einem Durchmesser von 1,2 Kilometern, liefert die einmalige Möglichkeit, direkt in ein Mosaik aus extrem flüssiger Lava zu schauen. Heiße Gase explodieren unter der verkrusteten Oberfläche und kreieren eine spektakuläre rote Fontäne.

7. Einfachster Zugang

Dampf kommt aus der Erde auf Stromboli, Sizilien
Dampf kommt aus der Erde auf Stromboli, Sizilien © PhotoStock-Israel/Getty Images

Name: Stromboli
Standort: Liparische Inseln, Italien
Aktivität: Hoch. Nach einem ruhigen Winter sind es nun bis zu vier Explosionen pro Stunde im Krater.
Gefahr: Niedrig. Die Gegend wird sehr gut überwacht und die aktiven Plätze können nur mit einem erfahrenen Touristenführer besucht werden.
Zugang: Einfach. Die Insel kann man mit einem Boot oder mit organisierten Touren erreichen.

Die besonders explosiven Eruptionen haben diesem Vulkan seinen Namen gegeben. Stromboli ist ständig aktiv und bietet spektakuläre, natürliche Feuerwerke. Wenn es der Aktivitätsgrad zulässt, können Besucher den natürlichen Aussichtspunkt auf 918 Metern besteigen, um auf die spuckende Lava im Berg zu schauen.

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