Winchelroute Tag 5 – Kein Drop für schwache Nerven

Spot für Spot geht es mit der Winch durch Österreich – in Purgstall wartete ein 6-Meter-Drop.
Von Dominik Hernler

Nach unserer Genehmigungsralley in Steinbach, die uns beinahe den ganzen Tag und wertvolle Zeit im Wasser gekostet hätte, lief in Purgstall an der Erlauf alles wie geschmiert. Ich hatte mich schon von Anfang an auf diesen Spot gefreut, weil ich gute Airtime liebe und der sechs Meter hohe Drop genau das garantiert. 

Ich wusste jedoch auch, dass dieser Stopp ziemlich auf die Substanz gehen wird und bereitete mich schon innerlich auf eine schmerzhafte Portion „Kniejausn“ vor. Und es kam wie erwartet - die harten Landungen aus dieser Höhe waren nicht einfach zu verdauen und nach ein paar Hits war es das für mich – vor allem, weil wir auch noch den Bergsee am Großglockner als Abschluss der Winchelroute am Plan haben und ich mir meine Kraft für diese spektakuläre Kulisse sparen mochte.

Aiiirtime! © Sam Strauss

Nach den harten Impacts in Burgstall war der Tag noch nicht gelaufen und wir machten uns auf nach Scheibbs, um dort einen weiteren Spot unter die Lupe zu nehmen. Doch leichter gesagt als getan - der Autoschlüssel war von einem Moment auf den anderen wie vom Erdboden verschluckt. 

Der massive Drop machte unheimlich Spaß. © Sam Strauss

Nach zwei Stunden Suche wurden wir fündig und es konnte losgehen. Dort angekommen, pumpte ich meine Luftmatratze auf und machte mich auf, um die Lage zu checken. Die Methode mich den Bach runter treiben zu lassen, war die beste Möglichkeit, um einen Eindruck vom Spot zu bekommen und eine willkommene Abkühlung für den heißen Tag. Nachdem alle Möglichkeiten gecheckt und besprochen waren, packten wir die Winch zum zweiten Mal an diesem Tag aus, Sam und die Filmcrew positionierten sich und wir legten noch einmal los. Ein paar Sprays, Turns und flatwater tricks später hatten wir alles im Kasten und durften uns in den wohl verdienten Feierabend begeben. 

Am Sonntag nimmt die Winchelroute am Großglockner ihr Ende und ich freue mich besonders auf die imposante Kulisse und den Bergsee, der direkt an der Grenze zum Nationalpark liegt. Die Genehmigung haben wir in der Tasche und das Wetter sieht vielversprechend aus – dann kann ja nichts mehr schief gehen!

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