Winchelroute Tag 6 – Großes Finale am Großglockner

Die Winchelroute findet auf Österreichs höchstem Berg in spektakulärer Manier ihren Abschluss.
Von Dominik Hernler

Dominik Hernler hat sich ein ganz besonderes Projekt ausgedacht und nimmt euch auf eine Wakeboard-Expedition der besonderen Art mit. Für eine Woche wird der Kärntner täglich einen Spot in Österreich zu seinem Spielplatz machen und euch mit Fotos, Clips und Updates versorgen. Einen Überblick über die gesamte Route und alle Stopps verschafft ihr euch HIER.


Hey Leute, es ist geschafft!

Was für ein Tag, was für eine Woche! Es ist schwer in Worte zu fassen, was ich in den letzten Tagen erlebt habe und wie mich der letzte Stopp auf Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner, gestoked hat. Von Kärnten aus steuerten wir jeden Tag einen anderen Spot an und mit Hilfe einer Winch brachten wir Wakeboarden dorthin, wo noch nie jemand vor uns diesen Sport je ausgeübt hatte. Ich durfte in den letzten Tagen im Rahmen der „Winchelroute“ überwältigende Erfahrungen machen und meine Heimat besser kennen lernen – doch Stopp 6 auf dem 3.798 Meter hohen Großglockner war der krönende Abschluss!

Nachdem wir in Purgstall an der Erlauf diesen massiven 6-Meter-Drop geshootet hatten, ging es für uns weiter Richtung Glockner,wo wir unsere Zelte aufschlugen. Der Nassfeld See lockt eingebettet zwischen imposanten Felsformationen mit seinem kalten smaragd- bis türkisgrünem Wasser und einer atemberaubenden Szenerie. Nach einer lauen Nacht im Zelt ging es dann frühmorgens los. Strahlender Sonnenschein und Wakeboarden auf 2500 Metern Seehöhe ist etwas, das sich ganz speziell anfühlt und immer schon auf meinem Plan stand! Zuerst zog ich ein paar Turns in das gletscherkalte Wasser und musste schon bald feststellen, dass sich die Höhe ziemlich bemerkbar machte. Trotz der Anstrengung war die Motivation ungebremst und wir installierten den Kicker, der uns schon die letzten Tage über gute Dienste geleistet hatte.

Eine Landzunge war der Spot unserer Wahl und ich tastete mich langsam und Trick für Trick an das steinige Gap heran. Den perfekte Speed und auch die richtige Richtung zu finden war ein Muss, denn ich wollte auf keinen Fall mit Highspeed auf trockenem Land zerschellen. Doch der Winch-Fahrer machte seine Sache perfekt und ich konnte mich voll und ganz auf meine Tricks konzentrieren. Grab für Grab fand ich die Sicherheit und mit einem Frontside 3 wagte ich mich dann auch an die Spins. Als letzten Trick und würdigen Abschluss der Winchelroute stellte ich noch einen Tantrum to Blind in den Bergsee und durfte überglücklich ausfahren und in die „erfrischenden Fluten“ sinken.

Alles in allem bin ich höchst zufrieden mit dem Projekt Winchelroute und froh, dass alles so super gelaufen ist. Nach einer Woche vollstem Einsatz bin ich am Ende körperlich noch einmal extreme ans Limit gegangen und nun super happy, dieses spezielle Vorhaben gemeinsam mit Sam Strauss und einer unglaublichen Crew auf die Beine gestellt zu haben. Einzig der Kampf durch den Genehmigungs-Dschungel war etwas mühsam und wir hätten noch viel mehr Spots anfahren können, doch man muss das auch positiv sehen – so sind noch genügend Plätze für Runde zwei im nächsten Jahr übrig. Dann möchte ich noch ein paar mehr Jungs einpacken und die Limits weiter nach oben pushen.

Für mich geht es am Montag schon weiter nach England, weil ich dort in London und Liverpool an Contests teilnehme. Danach heißt's endlich ausspannen!

Danke an alle, die dabei waren und dieses Projekt unterstützt haben – der gesamte Highlights-Clip kommt in Kürze HIER  und schenkt auf Facebook RedBull.com Adventure ein Like, dann verpasst ihr nichts mehr. Mein gesamtes Roadbook mit allen Spots und Stopps gibt es HIER. 

Sauber, wir sehen uns!

read more about
Zur nächsten Story