Red Bull X-Alps – Punktlandung auf dem Podium

Paul Guschlbauer erkämpft sich nach harten Duellen in den Alpen einen Platz auf dem Stockerl!
Paul Guschlbauer ist am Ziel © Sebastian Marko/Red Bull Content Pool
Von Thomas Wernhart

Was für ein spannungsgeladenes Rennen! Seit dem Start am Sonntag, den 5. Juli, an dem die Athleten von Salzburg aus ihr Reise nach Monaco antraten. sind neun dramatische Tage vergangen. Nur mit Gleitschirm und der eigenen Muskelkraft „bewaffnet“, machten sich die Abenteurer auf den Weg über die Alpen in das Fürstentum Monaco.

Paul Guschlbauer stellte sich in diesem Jahr zum dritten Mal dem härtesten Abenteuerrennen der Welt und hatte sich im Vorfeld hohe Ziele gesteckt. Schon im Powertraveller Prologue, den die Athleten am Freitag vor dem eigentlichen Rennstart in Angriff nahmen, zeigte der Grazer, dass er in diesem Jahr ein heißer Anwärter auf eine Topplatzierung war. Mit einer ausgeklügelten Taktik und einem messerscharfen Instinkt für den richtigen Moment holte er sich den Sieg und damit einen zusätzlichen Led Lenser Nightpass und fünf Minuten Zeitgutschrift.

Über 1600 Kilometer mit dem Gleitschirm © Harald Tauderer/Red Bull Content Pool

Lasset das Rennen beginnen!

Perfekt vorbeireitet, mit geschwellter Brust und dem Ziel dem dreifachen Champion, Christian Maurer (SUI1), eine harte Konkurrenz im Rennen um den Titel zu sein, ging es dann am Sonntag am Salzburg Mozartplatz los. Schon die ersten Tage zeigten, dass es ein hartes Duell mit dem Schweizer werden würde und bei Temperaturen um die 35 Grad zeigten beide, dass sie dem Sieg mit eisernem Willen entgegen blickten.

Kilometer für Kilometer brachte Paul hinter sich und trotz des dann wechselhaften Wetters setzte er sich mit einer perfekten Taktik an die Spitze. Was danach kam, war ein spannender Schlagabtausch, in den sich auch noch der Deutsche Sebastian Huber (GER3) einmischte. Irgendwann bekam Maurer jedoch die Überhand. Die beiden Verfolger ließen sich jedoch lange nicht abschütteln. Red Bull X-Alps Mastermind Hannes Arch war begeistert: „Es war super spannend, die Aufholversuche von Huber und Guschlbauer zu verfolgen.“

Sieg Nummer 4 für Chrigel “The Eagle” Maurer © Harald Tauderer/Red Bull Content Pool

Der finale Kampf um den Sieg

Chrigel Maurer legte angespornt von der Konkurrenz dann noch einmal nach. Nicht umsonst hatte der Adelbodner die letzten drei Ausgaben der Red Bull X-Alps, eine davon in Rekordzeit, gewinnen. Der 32-Jährige spielte seine ganze Erfahrung aus und zog seinen Verfolgern gnadenlos davon. Er erreichte Peille in einer unglaublichen Zeit von 8 Tagen 4 Stunden und 37 Minuten und krönte sich zum vierten Mal in Folge zum Champion.

Davon ließ sich Guschlbauer nicht beeindrucken und lieferte sich weitere packende Duelle mit seinen Verfolgern. Neben Sebastian Huber, der sich nach einem tollen Flug an die Spitze drängte, sich dann plötzlich wieder mit schlechten Bedingungen konfrontiert auf einen 100-Kilometer-Marsch durch die Nacht aufmachte um vorne zu bleiben, waren auch Aaron Durogati (ITA) und Gaspard Petiot (FRA) heiß auf das Podium.

Die vier kämpften bis vor der Ziellandung in Monaco erbittert um jeden Meter, wobei Huber einen Fehler Guschlbauers nutzte, um sich an Platz zwei zu schieben. Paul ließ sich jedoch nicht entmutigen und versuchte alles, um seine beiden Verfolger auf Distanz zu halten. Mit unglaublicher Ausdauer und einer starken mentalen Leistung schnappte er sich am Ende Platz drei und somit verdient einen Platz auf dem Podium.

Erschöpft aber glücklich

Nach 1616 Kilometern in der Luft und 446 Kilometern zu Fuß ist Paul mit seiner Leistung überglücklich. Den Großteil des Rennens war er mit dem Rekordchampion auf Augen- bzw. Flughöhe und schon kurz nach dem Touchdown freut er sich auf die nächste Ausgabe der Red Bull X-Alps.

Weitere Infos zum Red Bull X-Alps findet ihr hier.

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