Ungesichert! Bernd Zangerls härteste Highballs

Neun Boulder, die weit über Absprunghöhe gehen und Bernd Zangerl alles abverlangen.
Von Thomas Wernhart

Die Red Bull 5 Blocks stehen vor der Tür und einige der besten Kletterer kommen vom 6. bis 9. August 2015 nach Galtür, um sich im Silvapark einer ganz besonderen Herausforderung zu stellen. Fünf Highballs warten auf die Teams und nur mit höchster Konzentration und einer ordentlichen Portion Mut ist dieses Unterfangen zu lösen. Bernd Zangerl hat in seiner langen Karriere schon ein paar Highballs abhaken können, doch immer wieder tastet er sich langsam an dass Risiko an den verschiedensten Plätzen dieses Planeten heran. Seht selbst, wie Bernd an seine Grenzen geht.

Alles über die Red Bull Five Blocks findet ihr hier.

Pro tip: use your keyboard to jump between photos
Falsche Götter
Falsche Götter „Falsche Götter“ im Silvapark Galtür ist DIE Linie in der Silvretta. Für mich einer der schönsten und anspruchsvollsten Boulder überhaupt. Obwohl nun schon zwölf Jahre seit meiner Erstbegehung vergangen sind, ist noch niemanden eine Wiederholung der ganzen Route gelungen. © Beat Kammerlander
Me entra mido
Me entra mido „Me entra mido“ liegt in Peru und ich konnte diesen Highball 2008 bezwingen. Auf über 4000 Metern Seehöhe ist das highballen nochmals anstrengender - nach ein paar Zügen bekommt man fast keine Luft mehr! © Radek Capek
Parque Infantil
Parque Infantil Auch der „Parque Infantil“, was soviel wie „Kinderspielplatz“ bedeutet, liegt in Peru und der Trip dorthin, war einer der schönsten meines Lebens. Das Bouldern in dieser surrealen Umgebung mit meinen Freunden Peter und Radek gehört zu den schönsten Momenten, die ich je erleben durfte. © Radek Capek
Molecule Man
Molecule Man „Molecule Man“ in Berlin, ein Monumentalkunstwerk, das 1999 von dem amerikanischen Bildhauer Jonathan Borofsky erschaffen wurde, war vielleicht nicht meine schwerste Route, die ich ohne Seil geklettert bin, aber zumindest die Höchste. Nach 33 Metern stand ich im Himmel über Berlin. © Ray Demski
Skiroute 4
Skiroute 4 Bereits im Jahre 2002 gelang mir die Erstbegehung der „Skiroute 4„ im Silvapark Galtür und es war ein langsames Herantasten an das Risiko - und das ist es auch heute noch. Solche Begehungen sind die Highlights des Jahres und dürfen nicht zur Selbstverständlichkeit werden. © Radek Capek
Ticino
Ticino Die Skulptur im schweizerischen Tessin ist mir beim Vorbeifahren immer wieder aufgefallen und ich malte mir aus, da rauf zu klettern. Gemeinsam mit Gerd Heidorn war es dann eines Tages soweit und mir gelang die Erstbegehung dieses Monolithen. Das runter klettern war dabei noch der schwerste Teil. © Gerd Heidorn
Secrets
Secrets „Secrets“ ist ein imposanter Fels in der Schweiz. Ich musste die eineinhalb-stündige Wanderung einige Male auf mich nehmen, nur um geschlagen wieder zurück zu kommen. Am 11. September 2010 war es dann soweit - alles lief wie am Schnürchen und nach wenigen Momenten stand ich am Top. © Radek Capek
Ciao Giovanni
Ciao Giovanni Dieser Highball heißt “Ciao Giovanni" und ist eine Hommage an einen verstorbenen Freund. Der Fels steht sozusagen am Schulhof eines kleines Dörfchens im Himalaya. als ich mich daran versuchte, unterbrachen die Lehrer den Unterricht um mir zuzusehen.
29Dots
29Dots Ich traf die Entscheidung zu klettern nach langem Nachdenken – dann packte ich zwei Crashpads ein, nahm einen tiefen Atemzug und kurze Zeit später hatte ich die Erstbegehung von „29dots“ geschafft. Mein härtester Brocken in meiner bisherigen Karriere, auf den ich sehr stolz bin.