Red Bull Dolomitenmann: Die perfekte Vorbereitung

Paul Guschlbauer will das Triple - zur Besichtigung überquert er in einem Tag die Dolomiten.
Mission Dolomitenmann Triple © Philip Platzer
Von Thomas Wernhart

In knapp zwei Wochen geht es los, der Red Bull Dolomitenmann findet zum 28. Mal statt und Paul Guschlbauer ist heiß auf einen weiteren Sieg. Der Grazer konnte die Einzelwertung bereits drei Mal gewinnen und nach seinen Siegen 2013 und 2014 steuert er in diesem Jahr das Triple an. Um beim Red Bull Dolomitenmann erfolgreich zu sein, muss man perfekt vorbereitet ins Rennen gehen und darf sich am Tag X keine Fehler leisten – deshalb war Paul neun Stunden am Stück unterwegs und hat sich die Strecke, die heuer vom Kuhbodentörl auf 2.441 Metern Seehöhe über die Moosalm direkt ins Dolomitenstadion in Lienz führt, im Vorhinein aus nächster Nähe angesehen.

Paul, du hast ja heute eine riesen Runde gedreht – welche Route habt ihr genommen?

Der ursprüngliche Plan war, die Dolomitenmann-Strecke noch einmal zu besichtigen und daraus hat sich dann eine 9-stündige Runde entwickelt. Wir sind ganz früh von Salzburg aus gestartet und mit dem Flugzeug zu einem kleinen Flugplatz, circa 10 Kilometer entfernt von Lienz, gejettet. Von dort aus ging es für mich und Werner Strittl, meinen X-Alps Supporter, einmal über die Lienzer Dolomiten. Wir haben in diesen neun Stunden ziemlich genau 3000 Höhenmeter und eine Strecke von 50 Kilometern zurück gelegt, wovon wir ungefähr zehn Kilometer in der Luft gemacht haben – eine richtig geile Runde mit einem atemberaubenden Panorama!

Wie sieht die Strecke in diesem Jahr aus?

Für die diesjährige Ausgabe wurde der zweite Flugteil verändert. Das Ziel ist nicht mehr, wie in den letzten Jahren, der Leisacher Sportplatz sondern vom Kuhbodentörl auf 2.441 Metern Seehöhe geht es über die Moosalm direkt ins Lienzer Dolomitenstadion, wo wir an die Kajaker übergeben. Ich wollte mir die neue Strecke natürlich vor dem Rennen einmal genau ansehen und dabei auch gleich meinen neuen Schirm testen.

Behält Paul die Lufthoheit auch in diesem Jahr? © Philip Platzer/Red Bull Content Pool

Was sind die Herausforderungen für dich beim Red Bull Dolomitenmann?

Obwohl es ein relative kurzes Rennen ist, hat man in dieser halben Stunde von allem etwas dabei und darf sich keine Fehler leisten. Am Anfang geht es zu Fuß wirklich steil bergab und die Anforderungen an die Lauftechnik sind extrem hoch. Danach läuft man über einen wirklich kräftezehrenden Grat Richtung Startplatz. Vom steilen Paragleiter-Start aus geht es dann in die Lüfte und man muss möglichst genau agieren, denn verliert man dort schon Zeit, hat man fast keine Chance mehr diese aufzuholen. Der Flug quer über das Tal muss exakt geplant sein und nach der punktgenauen Landung schultert man den Schirm und quält sich mit diesem Paket 500 Meter den Berg hinauf zum zweiten Take-Off Punkt. Dann geht es auf dem schnellsten Weg hinunter ins Dolomitenstadion wo die Übergabe stattfindet und hoffentlich eine Menge euphorisch feiernder Fans wartet.

Du hast die Einzelwertung beim Dolomitenmann bereits drei Mal gewonnen – ist der Sieg auch in diesem Jahr das erklärte Ziel?

Eigentlich ist es bei mir so, dass ich mir keine Platzierungen als Ziel setze, sondern immer ein fehlerfreies Rennen hinlegen möchte. Wenn alles klappt und die Konkurrenz keine Wunder vollbringt, dann ist eine Topplatzierung bzw. der Sieg auch in diesem Jahr drinnen.

Paul setzt zum Triple an. © Philip Platzer/Red Bull Content Pool

Wer sind deine härtesten Gegner im Rennen um den Sieg in der Einzelwertung?

Es gibt schon ein paar Jungs die wirklich gut sind und ich muss alles geben, um das Triple zu holen. Der Italiener Markus Prantl ist ein ganz heißes Eisen und war beim Dolomitenmann bereits vier Mal erfolgreich. 2013 hat er einen Fehler gemacht und ich konnte das Rennen für mich entschieden, 2014 war er nicht dabei und ich konnte mir zum zweiten Mal in Folge den Sieg schnappen. Heuer ist er wieder am Start und ich bin mir sicher, dass es ein ganz knappes Rennen wird. Natürlich ist auch Aaron Durogati sehr viel zuzutrauen – es gibt schnelle Läufer und sehr gute Flieger, unterschätzen darf man beim Dolomitenmann niemanden im Feld.

Was braucht man, um zu gewinnen?

Das wichtigste ist es, einen sauberen Lauf auf die Strecke zu bringen! Es gibt in diesen 30 Minuten so viel zu tun, dass sich schnell Fehler einschleichen können. Vor allem die zwei Starts und Landungen haben es in sich und entscheiden oft über Sieg oder Niederlage. Ich freue mich auf den 12. September und kann es kaum erwarten mich mit den anderen Athleten zu messen und mich durch die wunderschönen Dolomiten zu kämpfen.
 

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