Red Bull Dolomitenmann: Kleine Zeitung triumphiert

Die Schlacht ist geschlagen – Team Red Bull und Team Vita-Life belegen die Ränge zwei und drei.
Abgekämpfte, aber glückliche Gesichter © Philipp Schuster/Red Bull Content Pool
Von Thomas Wernhart

Alle Ergebnisse findet ihr HIER.

Petro Mamu (ERI), Lorenz Peer (AUT), Kristian Hynek (CZE) und Manuel Filzwieser (AUT) haben es geschafft und stehen am Ende verdient als Sieger des 28. Red Bull Dolomitenmann auf Platz eins. Platz zwei geht nach hartem Kampf an das Team Red Bull und das Team Vita-Life, das lange Zeit in Führung lag, muss sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen.
 


Bei der diesjährigen Ausgabe wurden die Athleten und Zuschauer von perfektem Wetter begrüßt und einem spannenden Rennen stand nichts im Wege. 125 4er-Teams aus 18 Nationen nahmen die ultimative Herausforderung an und stellten sich dem härtesten Teambewerb der Welt.

Neuer Streckenrekord im Berglauf

Auf die Sekunde genau, um Punkt 10 Uhr, tätigte Red Bull Dolomitenmann-Mastermind Werner Grissmann den Startschuss und die 125 Bergläufer machten sich vom Lienzer Hauptplatz auf in Richtung Gipfel. Petro Mamu (ERI) vom Team Kleine Zeitung-Panaceo-Martini Sportswear zeigte eindrucksvoll, dass er zu den Besten der Welt zählt, und holte sich auf einer der härtesten Berglauf-Strecken dieses Planeten seinen dritten Sieg in Folge. Knapp zwei Minuten betrug am Ende der Vorsprung auf seinen Landsmann Abraham Kidane-Habtom vom Team Vita-Life. 01:20:03 Stunden bedeuten neuen Streckenrekord und einen Eintrag in die Dolomitenmann-Geschichtsbücher. Platz drei ging an Team Red Bull und den Skibergsteig-Weltmeister Toni Palzer, der mit 01:22:41 eine extrem starke Leistung ablieferte. Andi Goldberger ließ sich nichts anmerken und legte ebenfalls einen respektablen Kraftakt hin – in 01:46:31 Stunden hatte er die 1.800 Höhenmeter hinter sich gebracht.
 

Ein heißes Duell zwischen den Läufern aus Eritrea © Mirja Geh / Red Bull Content Pool


Feinstes Flugwetter für die Paragleiter

Am Kühbodentörl auf 2.441 Metern Seehöhe wird abgeklatscht und von dort aus starten die Paragleiter ins Rennen. Die Sonne lachte vom Himmel und auch die Thermik spielte mit. Vita-Life Pilot und Red Bull X-Alps-Legende Christian Maurer legte die Strecke, die neben Flugpassagen auch Laufzonen beinhaltete, als Erster im Dolomitenstadion an und schickte seinen Teamkollegen Juri Ragnoli (ITA) auf die Mountainbike-Strecke. Paul Guschlbauer, der beim Red Bull Dolomitenmann schon drei Siege zu verbuchen hat, hatte seiner Meinung einen suboptimalen Flug erwischt, doch der 31-Jährige machte trotzdem einen Platz gut und brachte Mountainbike-Weltmeister Alban Lakata ins Rennen. Platz drei ging an Lorenz Peer vom Team Kleine Zeitung-Panaceo-Martini Sportswear. Die Tagesbestzeit sicherte sich Hall-of-Famer, Markus Prantl (Team Pure Encapsulations I), der damit bei fünf Einzelsiegen steht.
 

Paul Guschlbauer legte die zweitbeste Zeit hin © Mirja Geh / Red Bull Content Pool


Sieg Nummer vier für Hynek

Die Mountainbike-Strecke verlangte Mensch und Material auch in diesem Jahr alles ab und im Laufe des Rennens entwickelte sich eine harter Kampf um die Spitzenpositionen. Die ersten vier, Juri Ragnoli (Vita-Life), Kristian Hynek (Kleine Zeitung-Panaceo-Martini Sportswear), Alban Lakata (Red Bull) und Hermann Pernsteiner (Rise&Fall), kamen im Abstand von nur drei Minuten ins Ziel. Vom Start im Lienzer Dolomitenstadion ging es 16 Kilometer bergan und 10 Kilometer bergab zum Sportplatz Leisach. Juri Ragnoli ließ sich von seinen Verfolgern nicht nervös machen und legte in 01:37:37 Stunden einen Start-Ziel-Sieg hin - Kristian Hynek hing ihm jedoch die ganze Zeit über an den Fersen und macht es ihm nicht einfach. Der Tscheche hat in der Vergangenheit bereits drei Siege eingefahren und auch in 2015 beansprucht er die Tagesbestzeit für sich. Der vierfache Snowboard-Weltmeister und Olympia-Dritte von Sochi, Benjamin Karl, ging auf dem Bike für das Team Wings For Life ins Rennen – nach 02:07:19 Stunden hatte er die Strecke hinter sich gebracht und übergab glücklich an Kajaker Marcel Bloder, der Marcel Hirscher ersetzte.

 

Team Wings For Life bei der Übergabe © Philipp Schuster/Red Bull Content Pool


Spannender Schlagabtausch im Kajak

Die letzte Disziplin brachte in diesem Jahr die Entscheidung! Stephan Brodicky vom Team Vita-Life stürzte sich als erster Teilnehmer ins Geschehen und die sieben Meter hohe Rampe hinunter. Durch Stromschnellen, Slalomtore und flussaufwärts-paddelnd ging es in Richtung Ziel. Manuel Filzwieser (AUT) vom Team Kleine Zeitung-Panaceo-Martini Sportswear erwischte einen optimalen Tag und lieferte ein Traumrennen ab. Nach dem Slalom hatte er sich auf Position eins gepaddelt und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Auch Harald Hudetz bewies in diesem Jahr wieder, dass er in dieser Sportart zur Crème de la crème und daher zu Recht in die Hall of Fame gehört. Aus der Lauerstellung startete er kurz vor Ende seinen Angriff und schob sich erfolgreich an Stephan Brodicky vorbei an Position zwei.
 

Mensch gegen Natur © Martin Lugger


Top 5 Red Bull Dolomitenmann 2015

1. Kleine Zeitung - Panaceo - Martini Sportswear 04:07:57
2. Red Bull 04:09:38
3. Vita-Life 04:10:14
4. Rise & Fall 04:10:53
5. Pure Encapsulations I 04:13:17
6. Kolland Topsport Professional 04:14:21
7. Kolland Topsport International 04:17:01
8. Goldsemmel Racing Team 04:17:21
9. Dynafit +Friends/Virgosystem Int. 04:17:51
10. Pure Encapsulations II 04:21:32
 

read more about
Zur nächsten Story