Das perfekte Action Wochenende in WIEN

Du willst Natur, Adrenalin und Highspeed-Rausch an einem Wochenende? Wir haben ein paar Tipps.
Fliegen ist schöner. © Wolfgang Lienbacher
Von Thomas Wernhart

Wien gilt nicht unbedingt als Natur- und Actionparadies, doch das wird oft unterschätzt und wir werden euch mit der folgenden Liste überraschen. Neben Musik und Kultur haben die Wiener sportlich jede Menge Möglichkeiten und das direkt in der Stadt. Wenn ihr Bock auf Action habt, dann geht diese Liste durch und sagt der Langeweile, auch bei Schlechtwetter, den Kampf an!

Schwerelos – Wind·O·Bona

Erlebe den Traum vom Fliegen im weltweit modernsten Windkanal inmitten des Wiener Praters. Die Indoor Skydiving Anlage Wind·O·Bona hat 2015 ihre Schleusen geöffnet und lockt mit einer Erfahrung, die man normalerweise nur macht, wenn man sich aus schwindelerregenden Höhen aus dem Flugzeug stürzt. In der gläsernen Flugkammer wird der freie Fall mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280km/h simuliert und immer mehr Menschen, sowohl Flugneulingen als auch erfahrenen Fallschirmspringer (sogar das Red Bull Skydive Team war schon zu Gast und begeistert), leisten sich dieses Vergnügen. Indoor Skydiving kann von Jedermann ab einem Alter von acht Jahren ohne vorheriges Wissen oder Training erlebt werden, denn ein speziell entwickeltes Trainingsprogramm vermittelt den „Springern“ in kürzester Zeit die Grundlagen des selbstständigen Fliegens und das alles unter sehr sicheren Rahmenbedingungen. Ein Spaß, den man selbst erlebt haben sollte und auch einfach mit seinen Freunden teilen kann, denn die Windkammer wartet mit eine Durchmesser von 4,3 Metern und einer Höhe von 15 Metern auf und kann somit gleichzeitig bis zu acht Flieger aufnehmen. Geöffnet hat Windobona täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr, alle weiteren Infos findest du unter www.windobona.at.

Rasant – Bikepark Wienerberg & Wienerwald Trails

Am Wienerberg, der mit seinen 244 Metern Höhe ja nicht wirklich als Berg bezeichnet werden kann, liegt der Spielplatz der Wiener Biker. Hier ist in den letzten Jahren ein kleiner aber feiner Dirtpark entstanden, der mit einem SingleTrail und jeder Menge Dirt-Kickern aufwarten kann. Der Bikepark Wienerberg liegt im Süden Wiens und ist mit dem Bike ganz einfach zu erreichen und das beste ist, die Benützung ist kostenlos. Es hat sich über die Zeit eine Community entwickelt, die des öffteren gemeinsam anpackt, die Schaufeln schwingt und so den Park in Schwung hält und immer wieder kreativ verändert. Eine weitere gute Nachricht ist das Wienerwald Trails Projekt im Biosphärenpark Wienerwald, das vor Kurzem bewilligt wurde und seinen Spatenstich erlebte. Das derzeitige Streckenangebot im Wienerwald, das über 1.000 Kilometer und 20.000 Höhenmeter umfasst, soll erneuert und in die heutige Zeit geholt werden. Das veraltete Streckennetz wird modernisiert und sogar um einen Trailpark erweitert - die Bauarbeiten haben gerade begonnen. Zu erreichen ist der Wienerwald, der am Rande der Stadt liegt, mit dem Bike bzw. auch mit den Öffis. Bleib am besten einfach über www.wienerwaldtrails.at auf dem Laufenden.

Luftige Höhen – Flakturm, Gänsehäufl & Kahlenberg

In Wien stehen sechs Flaktürme, die weitgehend unverändert geblieben sind und zur Stadt gehören wie Schnitzel und Sachertorte. Im 6. Wiener Gemeindebezirk kann man sich dieses historische Gebäude aus einer ganz besonderen Perspektive ansehen und gleichzeitig einen weit-schweifenden Blick über die Stadt werfen. Auf einer Fläche von über 700 m² haben Kletterer die Möglichkeit mitten in der Stadt ihrer Leidenschaft nachzugehen - mehr als 4000 Griffe sorgen für die nötige Abwechslung, über 20 Routen vom 4. bis 8. Schwierigkeitsgrad führen bis in 34 Meter Höhe bis unter das Dach des Flakturmes - und eine davon durchquert sogar das  waagrechte Dach bis zur Kante. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, kann entweder einen Kurs buchen oder im Boulder- bzw. Anfängerbereich die ersten Züge an der sechs Meter hohen Wand tun. Geöffnet ist die Anlage von April bis Oktober, sieben Tage die Woche ab 14:00 Uhr bis zur Dämmerung. Topos, Preise und mehr Infos gibt es unter www.flakturm.at

Sightseeing einmal anders. © Freakshot Photography

Möchte man sein Geschick beweisen und ein bisschen mit dem Nervenkitze in luftigen Höhen spielen, dann empfehlen wir den Klettergarten am Gänsehäufl und den Waldseilpark Kahlenberg, der sich trotz seiner Lage einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen lässt.

Der Hochseilklettergarten im traditionellen Gänsehäufelbad ist vom Zentrum in ca. 30 Minuten zu erreichen und bietet jede Menge Spaß für groß und klein. 79 Plattformen in Höhen in bis zu acht Metern testen deine Nerven und zehn Parcours auf einer Länge von über 1500 Meter laden ein, dein ganzes Geschick auszuspielen. Rasant durch die Lüfte geht es mit 26 (!) Flying-Fox-Anlagen, da ist eine Adrenalinschub garantiert. Der Hochseilklettergarten im Gänsehäufelbad wurde im Mai 2007 eröffnet und ist die erste große Hochseilgarten-Anlage in Wien, doch damit nicht genug. Seit 2015 gibt es einen Pumptrack, der aus sechs Wellen und zwei Steilwandkurven besteht - neben anderen Profis hat auch Senad Grosic dem Pumptrack einen Besuch abgestattet. Da der Track komplett aus Holz gebaut wurde, ist es sogar möglich den Rundkurs neben BMX und Mountainbike, auch mit Longboards & Scootern zu befahren. Ziel ist es, ohne in die Pedale zu treten, Geschwindigkeit aufzubauen, die Steilwandkurven zu meistern und somit bei immer schneller werdender Geschwindigkeit eine Runde nach der anderen zu fahren! Der Klettergarten öffnet am ersten Mai seine Tore und ist bis Ende Oktober für die Besucher von 10:00 - 18:30 Uhr geöffnet. Der Pumptrack steht den Besuchern sogar bis 19.30 Uhr zur Verfügung und Klettergartenbesucher bekommen einen ermäßigten Eintritt. Alle weiteren Infos findest du unter www.hochseilklettergarten.at und www.pumptrack.wien.

Der Waldseilpark Kahlenberg hat im Juli 2012 eröffnet und begeistert seitdem Sportbegeisterte jeden Alters. In einer Höhe von ein bis 20 Metern muss man unterschiedliche Hindernisse überwinden und Aufgaben bewältigen, die einem einiges abverlangen, dafür aber jede Menge Spaß machen. Ohne besondere Ansprüche an die eigene Fitness oder körperliche Verfassung kann jedermann die insgesamt 18 Kletter‐Stationen in Angriff nehmen. Der Waldseilpark erstreckt sich über eine Fläche von 30.000 m2 und hat eine Gesamtlänge von 1,8 Kilometern. Der Blick über die Wiener Skyline ist vom Kahlenberg aus besonders schön und kann, während man mit dem Flying Fox durch die Baumwipfel rast, genossen werden. Neben Erwachsenen, Jugendlichen und Schulkindern können auch Kleinsten mit dabei sein: ein im Park integrierter und kostenlos zu benutzender Wichtelwaldseilpark ist perfekt auf die Bedürfnisse von Kleinkindern bis fünf Jahren abgestimmt.
Firmen und Individualgruppen kommen bei diversen Teambuilding-Programmen oder Teamwettbewerben voll auf ihre Kosten. Weitere Infos auf www.waldseilpark.at.

Auf der Welle – Danubesurfer

Wellenreiten mitten in der Stadt? Surf Dudes, Dudettes und alle, die es noch werden wollen, kommen auf der Donau voll auf ihre Kosten. Das magische Wort heißt Wakesurfen und in den letzten Jahren erfreut sich dieser Sport immer mehr Beliebtheit. Leicht erreichbar über die U2 Station Donaumarina kann man sich in Wien dem Wellenreiten hingeben und muss dabei nicht einmal paddeln. Gemütlich vom Boot angezogen und dann auf der Bugwelle dahingleitend kann man sich das urbane Surffeeling abholen und die ca. ein Meter hohe Welle nach allen Regeln der Kunst auseinandernehmen. Im Normalfall bucht man sich mit seinen Freunden bei den Jungs von Danubesurfer einen 60 Minuten Slot und geht dann nach einer Stunde Surfen vom Feinsten mit Spaghettibeinen wieder an Land, denn anstrengend ist das ganze schon. Im Sommer kann man bis 21 Uhr über die Donau gleiten und den Sonnenuntergang genießen – Sunsetsurfs sind doch das Schönste! Die Saison startet je nach Wetterlage und geht im Normalfall von April bis Oktober. Für mehr Infos einfach auf www.danubesurfer.com klicken.

Indoor Spaß – Boulderbar, Kletterhalle Wien & Monza Kartbahn

Spielt das Wetter einmal nicht mit und man möchte seine Actiongelüste trotzdem ausleben, kann man das in einer der zahlreichen Kletterhallen tun. Der boulderbar.vienna im 20. Wiener Gemeindebezirk muss man unbedingt einen Besuch abstatten, mit der U6 ist sie sehr einfach zu erreichen und bietet mit ca. 1300 m² Kletterfläche, davon ca. 120 m² Kletterfläche outdoor, alles was das Boulderherz begehrt. Es gibt eine Unmenge an Routen in allen Schwierigkeitsgraden und hat man vom Bouldern noch nicht genug geschwitzt, kann man sich am Campusboard oder im eigenen Trainingsbereich noch ganz auspowern. Geöffnet ist die boulderbar, die erst 2012 eröffnet wurde, von Montag bis Freitag von 09.00 Uhr bis 23.00 Uhr und am Wochenende sowie Feiertagen von 09.00 bis 22.00 Uhr. Mehr Infos zu den regelmäßigen Boulder-Jams, Partys und sonstigen Aktivitäten gibt es unter www.boulderbar.net. Und bevor wir's vergessen, auch in Salzburg wird in Kürze, voraussichtlich im Mai 2016, eine boulderbar mit 900 m² Kletterfläche eröffnet.

In der boulderbar wird man perfekt bedient.

Wenn man ein wenig höher hinaus, sprich Seilklettern, möchte, dann hat man in Wien auch genügend Auswahl. Zu den besten Hallen zählt die Kletterhalle Wien, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unkompliziert zu erreichen ist. Die Halle ist in einen Indoor – und einen Outdoorbereich aufgeteilt, wobei man drinnen 2.300 m² Seilkletterfläche bis 16 Meter Höhe und 400 m² Boulderfläche vorfindet. Außerdem gibt es einen eigenen Kinder-Kletterbereich und einen Trainings-Bereich. Draußen kann man auf 300 m² Boulderfläche seine Züge üben und sich mit der Weltcup-Boulderwand, messen. Ein Slackline Park sorgt hier noch für die willkommene Abwechslung und in den Relax-Zonen lässt sich herrlich entspannen – und das täglich von 9 bis 23 Uhr. Mehr zur Kletterhalle Wien gibt es unter www.kletterhallewien.at.

An Regentagen kann man sich dem Rennfieber hingeben und in der Monza Kartbahn so richtig aufs Gas drücken. Die Strecke ist intelligent durchdacht und wird kontinuierlich weiterentwickelt, sodass bessere Überholmöglichkeiten entstehen und weniger Zeitverzögerung durch Unfälle und Blockaden der Strecke anfallen. Die 4000 m2 große Kartarena erstreckt sich über zwei Ebenen und auf der 500 Meter langen Strecke geht es vom Start an um alles und man muss sich vor der 205 Grad engen Extremkurve in acht nehmen. Die Karts sind mit Europas erstem und derzeit einzigem 200cm3/9-PS Indoor-Rennmotor ausgestattet und weisen ein wesentlich höheres Drehmoment und eine sensationelle Leistungsausbeute bei geringem Gewicht auf – das kling nach Spaß, oder? Die vollelektronische Zeitmessung mit Großbild-LCD und Zeitausdruck zeigt genau, wer in Führung liegt und wer noch Gas geben muss. Wenn man auf Motorenlärm und den benzingeschwängerte Luft steht, ist hier richtig und kann Dienstag bis Freitag von 16:00 bis 23:00 Uhr, Samstag und Feiertag (ausgn. Montag) von 12:00 bis 23:00 Uhr und Sonntag von 9:00 bis 23:00 wie Daniel Ricciardo über die Strecke heizen. Mehr Infos findest du unter www.monza-kart.com.

Lass den Motor aufheulen.
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