Deep Water Soloing: Der freie Fall ins kühle Nass

Dir ist Klettern mit Seil zu langweilig? Dann such dir eine Route über tiefem Wasser…
Von Evan David

Seile, Klettergurte und Karabiner schützen Klettersportler davor, in die Tiefe zu stürzen. Trotzdem sind viele Leute der Meinung, dass Klettern ziemlich gefährlich aussieht. Ganz ehrlich: Mit der falschen Ausrüstung am falschen Ort ist es das wahrscheinlich auch.

Aber was ist, wenn du das ganze Zeug mal beiseitelassen und schlicht und einfach frei drauflos klettern möchtest? Eine Möglichkeit wäre, es so zu machen, wie der berühmte Free-Solokletterer Alex Honnold. Aber Achtung: Manche könnten dich danach als verrückt bezeichnen!

Wir haben deshalb einen besseren Vorschlag: Du übernimmst Honnolds Idee des Kletterns und verlegst das Ganze auf eine Route über tiefem Gewässer. Diese Praktik nennt sich Deep Water Soloing – oder, wie die Spanier sagen: Psicobloc. Pass nur auf, dass das Wasser auch wirklich tief genug ist, denn es ist das einzige Sicherheitsnetz, das du hast…


Im Video oben findest du heraus, wie das Ganze in der Praxis aussieht.

A climber tackles a rope-free deep water soloing route above water, which acts a safety net should they fall from their route
Eine Hand reicht... © De Heeckeren

„Für mich ist das die mit Abstand coolste Art, zu klettern.“, meint Kletterlegende Chris Sharma begeistert. „Generell ohne Seil zu klettern, ist so ein atemberaubendes Gefühl, wenn du aber fällst, stirbst du, du kannst also nie ans Limit gehen. Das Schöne am Deep Water Solo Climbing ist, dass du genau diese Freiheiten hast und Grenzen testen kannst. Diese Freiheit, ohne Seil und permanent am absoluten Limit zu sein – das ist Klettern in Reinform.“

Und Schwimmen gehen darfst du auch noch – wenn das keine „Zwei-Fliegen-mit-einer Klappe“-Situation ist, dann wissen wir auch nicht weiter.

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