Ein Sandfall unter Wasser: Wo gibt’s denn sowas?

Das größte Blue Hole der Welt auf den Bahamas birgt ein unglaubliches Geheimnis. Wir lüften es!
Von Corinna Halloran / Astrid Heinz

Nur acht Meter vor den weißen Sandstränden von Long Island (Bahamas) klafft das tiefste „Blaue Loch“ der Welt, das Dean’s Blue Hole. Seine spannende Unterwasser-Welt begeistert Freediver und Naturlieber aus der ganzen Welt. Sein unglaublichstes Geheimnis offenbart das Blue Hole jedoch nur den allerbesten Freedivern: Einen Sandfall unter Wasser.

 Im Video lüften wir das Geheimnis des Dean’s Blue Hole:

Mit 220 Metern Tiefe mutet das trichterförmige Dean’s Blue Hole wie eine Höhle ohne Dach an. Und nur an einer einzigen Stelle passen die Bedingungen, die dieses einzigartige Naturschauspiel ermöglichen.

„Ich habe so etwas noch nirgendwo auf dieser Welt gesehen“, sagt der Unterwasser-Filmer Daan Verhoeven.

Manchmal präsentiert sich der Sandfall als kleines „Rinnsal“ und dann wieder als mächtiges Spektakel. Je nachdem, wie viel am Strand gerade los ist. Während dieser Aufnahmen war gerade ein Freediving-Bewerb im Gange und so entfaltete sich der Sandfall in seiner vollen Pracht. Da der Sand auf den Bahamas unglaublich fein ist, wirkt das Ganze fast wie der Sprühnebel eines echten Wasserfalls.

Wenn der Sandfall aktiv ist, dann schnappt sich Daan Verhoeven gerne ein paar Freediver für spektakuläre Aufnahmen. Im Video haben Anna von Boetticher und Georgina Miller im Sand gespielt. „Die Taucher müssen dabei aber eine Schwimmhaube tragen, sonst hätte sie den feinen Sand tagelang im Haar“, erklärt der Filmer.

Leise rieselt der Sand © Daan Verhoeven
Mitten im Sandfall © Daan Verhoeven

Bleibt nur eine Frage ungeklärt: Laut Dann Verhoeven muss es irgendwo ein „Loch“ geben, über das der Sand das Blue Hole wieder verlässt. Sonst wäre es mittlerweile bereits voll. Oder ist das Dean’s Blue Hole etwa eine niemals endende Zeituhr? Man weiß es nicht …

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