Red Bull 400: Ernährungstipps für Höchstleistungen

Der Performance Coach und Ernährungsprofi Billy Franzke verrät, wie ihr noch schneller werdet.
Es wird hart, aber schön! © Scott Serfas/Red Bull Content Pool
Von Thomas Wernhart

Nachdem wir dir 5 Tipps gegeben haben, wie du dich und deinen Körper auf Red Bull 400 vorbereitest, geht es mit der optimalen leistungssportlichen Ernährung weiter. Dr. Bernhard Franzke weiß wovon er redet. Als Doktor der Sport- und Ernährungswissenschaften, Under Armour Performancetrainer und Mastermind des Vienna City Boot Camps kennt er sich mit Extrembelastungen aus und verrät dir, wie du dich ernähren sollst, um noch leistungsfähiger zu werden:

Um über einen Wettkampftag hinweg durchgehend leistungsfähig zu bleiben, spielt die Ernährung eines Sportlers eine entscheidende Rolle. Wichtige äußere Einflussfaktoren sind dabei Wettkampfstruktur, Wettkampfdauer, Intensität und Außentemperatur. Bei Red Bull 400 handelt es sich um einen Ausdauerbewerb mit relativ kurzer Belastungsdauer (Elite 3-4 Minuten; Hobbysportler 6-8 Minuten), sehr hoher Intensität und im Optimalfall zwei Durchgängen mit zwei bis drei Stunden Pause dazwischen. Obwohl die optimale Abstimmung der Ernährung etwas sehr individuelles ist, gibt es ein paar allgemeine Punkte, die ernährungstechnisch zu beachten sind:

1. Die Tage vor dem Wettkampf
Mit einer maximalen gesamten Belastungsdauer von 6-15 Minuten, sind spezielle Strategien (Carboloading) nicht unbedingt notwendig, da die körperlichen Energiespeicher für diesen Zeitraum ausreichend groß sind. Um sich allerdings von der vorangegangenen Trainingsphase optimal zu regenerieren und damit am Wettkampftag die maximale Leistungsfähigkeit zu erbringen sollte der Anteil der Kohlenhydrate an der Gesamtenergieaufnahme bei 50% liegen – speziell in den letzten 3-5 Tagen vor dem Wettkampf. Wichtig ist natürlich eine vollwertige, nährstoffreiche Ernährungsweise

Dr. Billy Frantzke gibt Profi-Tipps.

2. Die Stunden vor dem Wettkampf
Am Wettkampftag sollte mit einem nährstoffreichen Frühstück begonnen werden (zB: Müsli, Joghurt, Früchte). Zu beachten ist dabei eine gute gastro-intestinale Verträglichkeit, um Verdauungsprobleme bei Belastung zu verhindern.
In den letzten 1-2 Stunden vor dem ersten Lauf unterstützen Sportgetränke und Wasser die optimale Flüssigkeitsversorgung, erstere beliefern die Muskulatur mit schnell absorbierbaren Kohlenhydraten.

Vorbereitung ist alles. © David Robinson/Red Bull Content Pool

3. Zwischen den Läufen
In der Pause zwischen den Durchgängen sollten schnell verfügbare Kohlenhydrate aufgenommen werden, zB: „normale“ Nudeln, Weißbrot, weißer Reis. Die Portionen sollten überschaubar sein, um nicht zu viel Energie für die Verdauung aufwenden zu müssen. Auch Sportgetränke sind hier eine gute Alternative.

Gerade bei sehr warmen Temperaturen sollte neben ausreichender Wasseraufnahme auch auf die Natriumversorgung geachtet werden. Dadurch bleiben die Muskeln leistungsfähig und Krämpfe werden verhindert. Hier kann man in 1 Liter Flüssigkeit (Wasser:Saft = 50:50) ca. einen Teelöffel Meersalz auflösen und zwischen den Läufen trinken oder auch zu einem qualitativ hochwertigen Sportgetränk greifen.

Schnell verfügbare Kohlenhydrate retten dich. © David Robinson/Red Bull Content Pool

4. Nach dem Bewerb... ist vor dem Bewerb
Für eine optimale Regeneration sind hochwertige Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettquellen wichtig. Besonders in den ersten 1-2 Stunden nach intensiver Belastung sind die Muskelzellen besonders aufnahmefähig gegenüber Kohlenhydraten und Eiweiß!

Wichtig ist es ALLE Ernährungsstrategien vorher getestet zu haben! Nur dann lassen sich böse Überraschungen am Wettkampftag vermeiden.
Alles Gute für das Duell mit der Schanze!
Billy

Regeneration richtig gemacht. © Mirja Geh / Red Bull Content Pool

Alle Infos und Updates zu Red Bull 400 findest du unter www.redbull.at/400 auf Facebook und in den Social Networks unter #redbull400 .

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