Weltrekord für die längste, alpine Slackline

200 Meter lang und über 3.000 Meter hoch: Drei Abenteurer haben alles gewagt – und gewonnen!
Von Corinna Halloran / Astrid Heinz

Wir dürfen vorstellen: Pablo Signoret (the kid), Rafael Bridi (the bandit) und Guilherme Coury (der Freund, der alles tragen muss). Das sind drei Athleten, denen wir eines der schönsten Slackline-Videos zu verdanken haben!

Mutig genug, um ihre Slackline zwischen zwei Gipfeln in den französischen Alpen zu spannen und darüber zu turnen. In über 3.000 Metern Höhe.

Aber schau selbst …

Mit ihrem Abenteuer hat das dynamische Trio einen neuen Weltrekord aufgestellt: Noch nie zuvor hat jemand eine so lange Slackline in dieser Höhe überquert.

Pablo balanciert auf der Slackline © Pierre Chauffour

Warum Dibona? Frag Pablo und Rafael. Sie werden dir sagen dass du dort rauf musst, um es zu verstehen. Dieser Ort ist einzigartig. Verloren in den Bergen und ganz anders, als andere Plätze in den französischen Alpen. Perfekt für die erste alpine Slackline-Erfahrung, bevor wir andere Projekte angehen.

Pierre Chauffour, Filmemacher

Zugegeben. Wir haben schon viele beeindruckende Slackline-Filme gesehen. Doch dieser ist anders. Schließlich mussten diese Burschen nicht nur jede Furcht vor Höhe überwinden, sondern auch mit der dünnen Luft, Luftwirbeln und anderen Widrigkeiten zurechtkommen.

„Nur die Slackline zu überwinden, war nicht der schwierigste Teil“, so Pierre Chauffour. „Viel schwieriger war die Reise, um überhaupt einmal dorthin zu gelangen. Das waren fünf Tage Marsch mit schweren Rucksäcken die 25 bis 40 Kilo wogen.“ Schließlich waren Kletterausrüstung, GoPros, eine Drone, Essen, das richtige Outfit und anderen Dinge unverzichtbar. Doch genau darum ging es: Den Gipfel des Aiguille Dibona zu erreichen und die 200 Meter Slackline zu überqueren.

Pablo bereitet sich auf die Überquerung vor © Pierre Chauffour

Und wozu das Ganze? Gute Frage! Aber wie sonst sollte sich diese Sportart weiterentwickeln, wenn es nicht Menschen gibt, die die Latte immer höher und höher legen. Für das Trio war das jedenfalls erst der Anfang von etwas ganz Großem. So der Plan. Wohin das nächste Abenteuer führt, ist aber noch geheim.

„Wir verraten noch nichts. Nur so viel, noch höher und noch längere Lines“, so Pierre Chauffour. „Das Wichtigste ist aber es zu genießen, schöne Plätze zu entdecken und eine gute Zeit mit Freunden zu verbringen. Wenn dabei ein Rekord rauskommt, dann ist es gut, aber das ist nicht der Grund, warum wir das machen.“

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