Red Bull Dolomitenmann: Team Red Bull ganz oben

Team Red Bull triumphiert in der glühenden Hitze der Dolomiten und holt den lange ersehnten Sieg.
Hacki Hudetz am Weg zum Triumph. © Mirja Geh / Red Bull Content Pool
Von Thomas Wernhart

29 Jahre, 4 Disziplinen, 1 Ziel – der Red Bull Dolomitenmann versammelt jährlich die fittesten Athleten der Welt und in diesem Jahr ging die bereits 29. Ausgabe des legendären Teamevents über die Bühne. 116 Teams ließen es sich nicht nehmen, in das ungleiche Duell mit der Natur zu gehen und die topmotivierten Sportler schenkten sich in den vier Disziplinen wie erwartet absolut nichts. Der Kampf mit den Elementen und den eigenen physischen, und vor allem psychischen Grenzen, lockt die Sportler jedes Jahr nach Lienz und die 40.000 Zuschauer Staunen immer wieder aufs Neue, welche Topleistungen hier von Profis und auch Amateuren erbracht werden. Die diesjährige Ausgabe erlebte Spannung pur und erst ganz am Schluss wurde der Sieger ermittelt.

Andi Goldberger kämpft. © Mirja Geh / Red Bull Content Pool

Vier Harte Duelle um den Sieg

Vom Lienzer Hauptplatz über den Goggsteig bis zum Kuhbodentörl auf 2441 Metern Seehöhe lieferten sich der Rekordmann Mamu Petru und Toni Palzer ein Duell um jeden Meter. Keiner der beiden steckte zurück und mit dem Ziel vor Augen als Erster den Teamkameraden ins Rennen zu schicken, gingen die beiden weit über ihre Grenzen. Am Ende war es Petru, der das Rennen machte und seinen Kollegen Lorenz Peer ins Rennen schickte. Knapp nach ihm hat es auch Toni Palzer geschafft und mit letzten Kräften übergibt er an Paul Guschlbauer. Dieser legt eine unglaubliches Rennen hin und fliegt der Konkurrenz auf und davon. Weder Peer noch Pauls guter Freund, Aaron Durogati, der mit dem Team Pure Encapsulations, nach dem Sieg greift, können den Grazer aufhalten und er übergibt im Dolomitenstadion vor tausenden jubelnden Zuschauern an den zweifachen Mountainbike-Marathon-Weltmeister Alban Lakata.

Aufholjagd von Paul Guschlbauer! © Philipp Schuster / Red Bull Content Pool

Wie schon im Berglauf und Paragleiten entwickelte sich auch auf der Mountainbikestrecke ein hartes Duell um die Spitze. Diesmal duellierten sich Alban Lakata und Kristian Hynek vom Team Kleine Zeitung-Panaceo-Martini Sportswear. Der Tscheche trat in die Pedale als würde es kein Morgen geben und holte am Hochsteinkreuz die Führung für sein Team, doch Lakata ließ nicht locker und schob sich mit einer extrem starken Leistungen auf der Mooslam wieder auf Platz 1 und ließ sich die Führung bis zur Übergabe an die Kajaker nicht mehr nehmen. Danach ging Harald „Hacki“ Hudetz in seinem Lieblingselement aufs Ganze und verteidigte die Spitzenposition mit vollem Körpereinsatz. Der 7-fache Einzelsieger kennt hier jede Stromschnelle und lieferte einen fehlerfreien Lauf ab. Beim Zielsprint mobilisierte der 38-jährige Kärntner noch einmal die letzten Energien - nach einem dritten Platz 2014 und Platz zwei im letzten Jahr triumphierte Team Red Bull 2016 mit einer Zeit von 04:06:03 Minuten. Platz zwei geht mit 04:09:13 an Pure Encapsulations, Platz drei holt Team Kleine Zeitung-Panaceo-Martini Sportswear mit einer Zeit von 04:11:33 - die fünf besten Teams trennten am Ende nur 15 mickrige Minuten.

Marcel Hirscher im Kampf mit den Stromschnellen. © Mirja Geh / Red Bull Content Pool

Das Wings for Life Team war auch in diesem Jahr prominent besetzt und schlug sich im Kampf mit den Dolomiten wacker. Andi Goldberger, Ex-Skispringer und Ausdauermaschine, ging als Erster ins Rennen und übergab mit nur 30 Minuten Rückstand auf den Seriensieger Mamu Petru an Wendelin Ortner. Der „Mr. Dolomitenmann“ war in diesem Jahr zum unglaublichen 29. Mal mit dabei und zeigte, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mit Highspeed ging es ab in Richtung Zwischenlandungsplatz und dann nach einem schweißtreibenden Anstieg ins Tal, um vor der euphorischen Zuschauermenge im Dolomitenstadion an den 4-fachen Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl zu übergeben. Dieser verbringt im Sommer jede Menge Zeit im Sattel und gab bergauf und bergab mächtig Gas, schließlich wollte er sein Team noch ein Stück nach vorne bringen und so schnell wie möglich den Red Bull Dolomitenmann-Neuling Marcel Hirscher ins Rennen schicken. Der Ski-Star stürzte sich ohne zu Zögern auch sieben Metern in die Fluten und stellte sich der Herausforderung, wie man es von ihm gewohnt ist. 57 Minuten später hatte es der 5-fache Gesamtweltcupsieger geschafft und die Feuer- bzw. Wassertaufe mit Bravour bestanden.

Das Red Bull Team steht auf dem obersten Treppchen © Mirja Geh / Red Bull Content Pool

Alle Ergebnisse findest du unter www.redbulldolomitenmann.com - wir freuen uns schon heute auf das 30-jährige Jubiläum im nächsten Jahr!

Resultat:

1. Red Bull 04:07:25,9 Stunden
2. PURE ENCAPSULATIONS 04:09:13,4 Stunden
3. Kleine Zeitung-Panaceo-Martini Sportswear 04:11:33,1 Stunden
4. Vita Life 04:17:15,0 Stunden
5. Kolland Tipsport International 04:18:22,5 Stunden

 

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