Undercover: Film über illegalen Elfenbeinhandel

Der Dreh des auf wahren Begebenheiten beruhenden Trillers The Ivory Game war ein packendes Abenteuer
Von Corinna Halloran / Astrid Heinz

Bis du am Ende dieser Geschichte angelangt bist, ist wieder irgendwo ein Elefant gestorben.

Genau drei Jahre ist es her, als die Filmemacher Kief Davidson und Richard Ladkani in der New York Times einen Artikel über die Ausrottung der Elefanten gelesen haben. Und sie wussten: Das ist das Thema für ihre nächste Dokumentation.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sie jedoch noch keine Ahnung, welche Abenteuer sie erwarten werden: Elefanten und Wilderer in Afrika verfolgen, eine Undercover-Mission in Hongkong und in Peking fast im Gefängnis landen.

Die Mühen und Gefahren haben sich letztlich aber gelohnt, denn das Ergebnis ist eine faszinierende und spannende Dokumentation: The Ivory Game.

Hauptdarsteller sind die größten an Land lebenden Tiere: Elefanten, die wegen ihres Elfenbeins erbarmungslos gejagt werden. Und es geht um diejenigen, die alles in ihrer Macht stehende tun, um sie vor dem Aussterben zu bewahren.

Beim Toronto International Film Festival (TIFF) haben wir Kief und Richard getroffen, um mit ihnen über die Doku und ihr großes Abenteuer zu sprechen. Und darüber, wie Leonardo DiCaprio darin involviert ist.

Seine Premiere feiert „The Ivory Game“ am 4. November bei Netflix.

Wie hat alles begonnen?

Die beiden Filmemacher sind schon seit langer Zeit befreundet, dennoch waren die Dreharbeiten eine Herausforderung. Einmal in die Geschichte eingetaucht, wurde alles komplizierter, als sie das ursprünglich angenommen hatten.

Drei Jahre undercover, um diesen Film zu produzieren. Wie habt ihr euch darauf vorbereitet?

Nicht viele Filmdrehs erfordern so spezielle Vorbereitungen, aber „The Ivory Game“ ist auch nicht wie andere Filme. Kief und Richard mussten vorab sichergehen, mit allem umgehen zu können, was da auf sie zukommt.

Habt ihr am Anfang damit gerechnet, dass euer Film eine echte Abenteuer-Action-Thriller-Story wird?

„The Ivory Game“ ist ein packender Thriller aus dem echten Leben. Doch die Filmemacher mussten für die adrenalingeballte Handlung nicht viel tun, außer auf „Record“ zu drücken.

Welche Kameraausrüstung habt ihr verwendet?

Der Film kommt daher wie eine Hollywood-Produktion, wurde aber gedreht mit GoPros, versteckten Kameras, Dronen und Filmkameras.

Wurdet ihr einmal erwischt? Was war der heikelste Moment?

Richard und Kief erlebten einige brenzlige Situationen während der Dreharbeiten. Das ist „normal“, wenn man illegal filmt und dann schnell das Land verlassen muss, bevor die Regierung einen schnappt.

Waren eure Leben jemals in Gefahr?

Die beiden sagen, dass sie „nur“ alles in den Kasten gebracht haben. Die Darsteller waren oft wirklich in Gefahr (und sind es noch immer).

Was war euer größter Moment?

Die meistgestellte Frage an das Duo: Ändert euer Film irgendetwas? Die Antwort ist: Ja! Der Film hat tausende Menschen zusammengebracht, die vorher alle für sich gearbeitet haben, um die Situation für Elefanten weltweit zu verbessern. Und dass dieser Film tatsächlich etwas verändert, ist das Beste daran!

Was hat Leonardo DiCaprio mit dem Film zu tun?

Der Oscargewinner ist Executive-Producer von „The Ivory Game“. Er engagiert sich unermüdlich für den Schutz unseres Planeten und hat zweifellos eine starke Stimme.

Was war der verrückteste Moment bei den Drehs?

Der Hauptgedanke hinter dem Film ist natürlich der Schutz der Elefanten. Natürlich soll „The Ivory Game“ aber auch unterhalten. Und so haben sich Richard und Kief oft in Extremsituationen begeben, um dir das beste Material zu liefern – ab 4. November auf Netflix!

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