"Eine vollkommen neue Herausforderung!"

Dominik Gührs & Felix Georgii über fliegende Obstacle & Wakeboarden, wie du es noch nie gesehen hast
Willkommen zum Wake Crane Riding in Kroatien. © Daniel Deak Bardos
Von Henner Thies

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Stell dir vor Invert-Rocker Dominik Gührs, Rail-Slayer Felix Georgii und Style-Experte Dominik Hernler toben sich eine Woche an einem selbst zusammengestellten Wake Park aus, in dem Obstacle fliegen und der Lift ein alter Hafenkran ist... In Kroatien haben die drei genau das gemacht und die Wakeboard-Welt tagelang auf den Kopf gestellt! Im Interview sprechen Dominik Gührs und Felix Georgii über die Suche nach dem heiligen Kran, kreisrunde Set-Ups und eine einmalige Herausforderung.

Du willst wissen, was Dominik Gührs, Felix Georgii und Dominik Hernler beim Shredden hören? HIER geht’s zur Wake Crane Playlist der Jungs.

Hier siehst Du den kompletten Clip - Film ab:

Dominik, Felix, wie kommt man auf die Idee, die Welt nach Kränen abzusuchen, die sich zum Wakeboarden eignen?

Dominik Gührs: Angefangen hat alles mit einem YouTube-Video, in dem ein Bagger einen Wasserskifahrer über einen See zieht. Aus diesem Clip ist die Idee entstanden, einen Kran mit einem langen Arm zu suchen, den wird als Lift-Ersatz nutzen können. Dazu ein fettes Obstacle-Set-Up aus alten Schiffscontainern – fertig ist der weltweit erste Wake Crane Park!
Felix Georgii: Soweit die Theorie. In der Praxis mussten wir erst einmal den passenden Kran dazu finden, was alles andere als leicht war. In Pula, in Kroatien, sind wir nach Stationen in Hamburg, Rotterdam und Istanbul endlich fündig geworden.

Der Kran, den wir nach langem Suchen in Kroatien gefunden haben, war einfach nur perfekt!

Dominik Gührs

Nach welchen Kriterien habt ihr euren Wakeboard-Kran ausgewählt?

Dominik Gührs: Erstes Kriterium war die Drehgeschwindigkeit des Krans. Viele neue Kräne drehen nicht schnell genug, um uns übers Wasser zu ziehen. Zum Wakeboarden brauchen wir rund 30 km/h. Der Kran, den wir in Kroatien ausfindig gemacht haben, konnte sich mit bis zu 60 km/h drehen!
Felix Georgii: Das zweite Kriterium war die Armlänge des Krans. Auch da war der alte kroatische Kran mit rund 40 Meter Armlänge perfekt!

Wie lange hat es gedauert, bis der Kran einsatzbereit war?

Dominik Gührs: Am Kran selbst musste recht wenig gemacht werden. Dafür musste der Kran auf dem Podest, auf das wir ihn gehievt haben, festgeschweißt werden, damit wir ihn beim Fahren nicht umkippen. Der größte Aufwand war, die Container-Obstacles zum Schwimmen zu kriegen und sie in die richtige Position zu bringen. Irgendwann habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass die Jungs das schaffen, so oft sind die Container uns abgesoffen. Nach drei Tagen stand das Set-Up dann endlich im Wasser.

Das „Flying Obstacle“ war das absolute Highlight. Das war frei schwebend in unseren runden Wake Crane Park integriert. Am Anfang war es scary, aber wir haben es lieben gelernt.

Dominik Gührs

Was waren weitere Hürden auf dem Weg zu eurem privaten Wake Crane Park?

Dominik Gührs: Die größte Herausforderung war, das Obstacle Set-Up so zu positionieren, dass es zum Radius des Krans gepasst hat. In einem normalen Park hast du immer eine Gerade, an der die ganzen Obstacles stehen. Da der Kran uns nur im Kreis ziehen konnte, mussten wir umdenken und die Obstacle weiter nach innen setzen. Das war fahrtechnisch eine echte Herausforderung.

Wie haben Kran und Set-Up letztlich performt und was musstet ihr beim Riden beachten?

Dominik Gührs: Ohne Gerade ist es schwierig, die Geschwindigkeit beim Anfahren auf ein Obstacle zu kontrollieren. Da mussten wir eine Menge improvisieren, aber es war eine geile, weil vollkommen neue Herausforderung! Das absolute Highlight des Set-Ups war das „Flying Obstacle“. Das war am Anfang ziemlich scary, weil es ein solches Obstacle im Wakeboarden noch nie gegeben hat, aber wir haben es bald lieben gelernt.

Körperlich und technisch war es eine riesige Herausforderung, aber es war mega – megageil und megaanstrengend!

Felix Georgii

[An dieser Stelle sieht sich Dominik dazu genötigt, Felix einen nicht ganz ernst gemeinten Rat zu geben: „Vielleicht solltest du einfach mal an deiner Ausdauer arbeiten“, lacht er. „Dann müssen Dom und ich uns das nächste Mal nicht den ganzen Tag anhören, dass dir alles weh tut.“ Felix: „Ich kann dich beruhigen Dominik: Nach einer Woche mit dir, bin ich am Tag nach unserer Rückkehr direkt ins Fitness-Studio zum Pumpen. Also, warte ab...“]

Nachdem das geklärt ist: Wer hat den Park und das Flying Obstacle letztlich eingecheckt?

Dominik Gührs: Das haben wir immer ausgeknobelt! Zum Glück ist Felix im Stein-Schere-Papier so schlecht, dass Dom und ich uns ums Einchecken keine Sorge machen mussten (lacht)! Das hat immer Felix übernommen, weil er ständig verloren hat. Das ging so weit, dass wir überlegt haben, Felix beim Knobeln einen Joker zuzugestehen – aber der hätte wahrscheinlich auch nichts gebracht...
Felix Georgii: (lacht) So ein Joker wäre für mich wirklich nicht schlecht gewesen. Wobei ich der Fairness halber sagen muss, dass ich auch bei unseren anderen Spielen nicht sonderlich gut abgeschnitten habe. Wir haben zum Beispiel von unserer Plattform aus Steine in das „Flying Obstacle“ geworfen. Wer es zuletzt trifft, musste es einchecken. Das war dann ebenfalls ich (lacht).

Zum Glück ist Felix im Stein-Schere-Papier so schlecht, dass Dom Hernler und ich uns ums Einchecken keine Sorge machen mussten!

Dominik Gührs

[Jetzt ist es an Felix, Dominik einen gut gemeinten Tipp zu geben – Payback Time sozusagen. Felix lacht: „Wenn ich an meiner Fitness arbeiten muss, solltest du dir schleunigst ein paar Eier wachsen lassen, dann kannst du in Zukunft auch mal das ein oder andere Obstacle einchecken!“]

Abschließend und mit etwas Abstand: warum war es den Aufwand wert?

Dominik Gührs: Es war den Aufwand wert, weil wir alle Zeit der Welt hatten, uns ein nie dagewesenes Set-Up nach unseren Vorstellungen zusammenzustellen und es dann nach Lust und Laune shredden konnten – genau das haben wir gemacht!
Felix Georgii: Ich stimme zu 100% zu. Obstacle- und Set-Up-technisch haben wir mit Wake Crane ein ziemlich cooles Projekt umgesetzt, das sowohl Wakeboarder, als auch Nicht-Wakeboarder begeistern wird, weil es spektakulär ist und weil es was komplett Neues ist!

English Version

World premiere: Wakeboarding on a crane

Dominik Gührs & Felix Georgii on flying obstacles & wakeboarding like you have never seen it before

Imagine invert-rocker Dominik Gührs, rail-slayer Felix Georgii and style-expert Dominik Hernler running riot on a self-made wake park, in which obstacles fly and the lift is replaced by an old port crane… in Croatia the trio did just that, turning the wakeboard world upside down for days! In this interview Dominik Gührs and Felix Georgii talk about searching for the holy crane, circular set-ups and a unique challenge.

Dominik, Felix, how did you get the idea to search the world for cranes that are suitable for wakeboarding?

Dominik Gührs: It all started with a YouTube video, in which an excavator drags a water skier across a lake. That clip made us search the world for cranes with long booms that we hoped to use as lift replacement. Add to that a massive obstacle set-up made up of big containers and you have the world’s first wake crane park!
Felix Georgii: So much for the theory. In real life we first had to find a crane that suited our needs – far from easy! After stopping in Hamburg, Rotterdam and Istanbul we finally stroke it rich in Pula, Croatia.

The crane we found in Croatia after a long quest was just perfect!

Dominik Gührs

What are some of the criteria to determine the perfect wake crane?

Dominik Gührs: First requirement was rotation speed. Most of the newer cranes do not turn quick enough to effectively drag us across the water. For wakeboarding we need at least 30 km/h. The crane we eventually found in Croatia had a maximum rotation speed of 60 km/h!
Felix Georgii: The second requirement was the length of the crane boom! A boom length of 40 metres made it our holy crane!

How long did it take until the crane was ready for action?

Dominik Gührs: The crane itself was more or less ready to go as it was. It only had to be heaved on top of one of the floating platforms and then be welded on to it, so it wouldn’t tip over while we were riding it. The greatest effort went into getting the container obstacles to float and stay in the right position. At one point I thought it wasn’t going to happen – that’s how often the containers got flooded! But after three days of trying the set-up finally stood and was ready to go.

The ‘Flying Obstacle’ was the absolute highlight. It was integrated in our wake crane park, although it was levitating! A scary obstacle to start with we soon started loving it, as there has never been a similar obstacle in wakeboarding.

Dominik Gührs

Any other hurdles you had to jump on your way to your private wake crane park?

Dominik Gührs: The biggest challenge was the positioning of the obstacles. The set-up had to match the radius of the crane. In a regular wake park you always have straights around which the obstacles are placed. As the crane could only drag us in a circle we had to think out of the box and place the obstacles further to the inside of the crane’s radius.

How did crane and set-up eventually perform and what did you have to consider while riding?

Dominik Gührs: Without straights it is quiet tricky to control your speed heading towards an obstacle. As far as that goes, we really had to improvise – a completely new, but very rewarding challenge! The absolute highlight of the set-up was the “Flying Obstacle” that was integrated in our wake crane park, although it was levitating! A scary obstacle to start with we soon started loving it, as there has never been a similar obstacle in wakeboarding.

Physically and technically it was a real challenge, but it was awesome – as wicked as it was exhausting!

Felix Georgii

[At this point, Dominik feels the urge to give Felix a tounge-in-cheek advice: “Maybe you should start working on your stamina a little more,” he laughs. “If you did, Dom and I wouldn’t have to listen to you moaning about your body hurting that much next time around.” Felix: “Fear not Dominik. After spending one week with you I immediately went to the gym and weight trained, the day after we got back. So relax, I’m getting there…”]

Now that you have discussed that: Who did check-in both the park as well as the “Flying Obstacle”?

Dominik Gührs: We always tossed for these things! Luckily for Dom and I, Felix is the worst rock-paper-scissors-player in the world, which is why we never had to worry about checking-in any of the obstacles (laughs)! These things always went to Felix as he lost every single match. At one point we offered Felix a joker, but I’m sure it wouldn’t have made a difference.
Felix Georgii: (laughs) I honestly think that a joker would have changed it all for me. To be fair though I have to say that I did bad in every single game we played to determine who had to check things in. One time for example we threw stones from our platform into the “Flying Obstacle”and whoever hit it last, had to check it in. Well, it ended up being me.

Luckily for Dom and I, Felix is the worst rock-paper-scissors-player in the world, which is why we never had to worry about checking-in any of the obstacles!

Dominik Gührs
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