10 Plätze in Südamerika, die du sehen musst

Diese Platze und Naturwunder bringen dich zum Staunen, also ab ins Flugzeug und die Welt entdecken.
Der Natur und ihrer Energie ganz nah! © Airpano.com
Von Thomas Wernhart

Der südamerikanische Kontinent lässt für Reisende keine Wünsche offen. Von spektakulären Gebirgsketten über Wüsten bis hin zu Wasserfällen und dichten Regenwäldern, alles bevölkert von einer artenreichen Tierwelt und geschmückt durch die wunderschöne Flora, hat Südamerika alles zu bieten. Sollte du deine nächste Reise planen, haben wir ein paar Tipps für dich.

Iguazu Falls, Argentinien/Brasilien

Dieses über zweieinhalb Kilometer lange Naturwunder liegt an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien und besteht aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen. In den 80er Jahren wurden die Iguazu Falls zum UNESCO-Welterbe ernannt. Den besten Panoramablick auf den „Teufelsschlund“ hat man von der brasilianischen Seite aus.

Ein Naturschauspiel, das man gesehen haben muss.

Salar de Uyuni, Bolivien

Die größte Salzpfanne der Welt entstand, als vor über 10.000 Jahren der Paläosees Tauca austrocknete. Diese Salzwüste, die auf 3653 Metern Seehöhe liegt, erstreckt sich über mehr als 10.000 Quadratkilometer und dient als wichtige Stätte für den Salzabbau. Möchte man eine ganz besondere Nacht verbringen, sollte man dem „Salzhotel“ Palacio de Sal einen Besuch abstatten – dort sind sogar Tische und Stühle aus Salz gemacht. Oder du bringst wie Daniel Dhers dein BMX mit und machst die Wüste zum Spielplatz – das Video findest du HIER.

Unendliche Weiten.

Amazonas, Brasilien

Der 6448 Kilometer lange Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde und beheimatet etwa 1500 verschiedene Fischarten und bildet eine wichtige Lebensader für den südamerikanischen Regenwald. Leider hinterlässt der Mensch auch hier seine Spuren, Goldgräber haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 2.000 Tonnen Quecksilber in den Amazonas geleitet. Entlang des Amazonas gibt es viele Ort und Plätze, denen man einen Besuch abstatten sollte. Tipp: „Encontro das Águas“ - der Zusammenfluss von Rio Solimões, wie der Amazonas bis hierher genannt wird, und des Rio Negros. Die beiden Flüsse haben unterschiedliche Farben und vermischen sich nur langsam.

Rettet den Amazonas und die Regenwälder. © Marcia Baptista

Roraima-Tepui, Venezuela/Brasilien/Guyana

Der Tafelberg im Dreiländereck zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana ist 2810 Meter hoch und wird von Geologen auf ein Alter von 2 Milliarden Jahren geschätzt. Berichte des berühmten Südamerika-Forschers Sir Robert Hermann Schomburgk inspirierten den englischen Landarzt und Schriftsteller Arthur Conan Doyle zu einem Roman „The Lost World“ (1912) – der Kletterer Stefan Glowacz weiß, dass sich auf dem Hochplateau keine Saurier befinden. Ihm gelang im Jahr 2010 die Erstbegehung der Route „Behind the Rainbow“ (IX+/X-) - den Film findest du HIER.

Malerische Nebelschwaden umgeben den Berg. © Klaus Fengler/Red Bull Content Pool

Salto Ángel, Venezuela

Der Wasserfall im Südosten Venezuelas stürzt von einem Vorsprung des Tafelbergs Auyan 979 m in die Tiefe und ist somit der höchste freifallende Wasserfall der Erde. Um diesen spektakulären Ort zu erreichen muss man eine mindestens eintägige Bootstour von Canaima aus auf sich nehmen, doch die Reise zahlt sich aus. Trivia: Der Wasserfall spielt im Animationsfilm „Oben“ als „Paradiesfall“ ein wichtige Rolle.

Die pure Energie. © Airpano.com

Torres del Paine, Chile

Die „Türme des blauen Himmels“ liegen ganz im Süden Chiles und sind zwischen 2600 und 2850 Meter hoch. Die drei nadelartigen Granitberge sind das Wahrzeichen des Torres del Paine Nationalparks, der mit seinen vergletscherten Bergen, Seen, der Tundra und großen Wäldern aus Zypressen, Lenga- und Olivillo-Bäumen ein wahres Paradies ist. Wingsuit-Pilot Jokke Sommer hatte ganz besondere Pläne für diesen Gebirgszug – HIER erfährst du mehr.

Beeindruckende Felsformationen. © Fotosearch/Getty Images

Perito Moreno Gletscher, Argentinien

Dieser imposante Gletscher liegt in Patagonien und ist eine der größten Touristenattraktionen Argentiniens. Im Gegensatz zu vielen anderen Gletschern der Erde zieht sich der Perito-Moreno-Gletscher nicht zurück. Er wächst stetig und verschließt dann den Brazo Rico, um dann alle zwei bis vier Jahre unter dem Druck wieder abzubrechen – ein spektakuläres Naturschauspiel. Außen kann man seine Slackline aufspannen und im Inneren kann man auch hervorragend Eisklettern, wie diese Bilder bestätigen.

Einer von 3 wachsenden Gletschern unseres Planeten

Atacama Wüste, Chile

Die „Desierto de Atacama“ erstreckt sich etwa 1200 Kilometer entlang der Pazifikküste vom Süden Perus bis in den Norden Chiles und gilt als die trockenste Wüste der Erde. In der 15 Millionen Jahre alten Wüste gibt es Orte, an denen jahrzehntelang kein Regen registriert wurde, doch etwa alles sechs bis zehn Jahre kommt es zu heftigen Niederschlägen, die die diesen Ort zum Erblühen bringen. Es gibt hier mehrere Plätze, die man gesehen haben muss: den Lastarria Vulkan, die Cejar Lagune oder auch die wunderschönen Sonnenuntergänge und Sternenfelder in der Nacht. Zu Fuß die Wüste zu durchqueren, wie Stefan Rau, ist keine besonders gute Idee für Normalsterbliche.

Wie auf einem anderen Planeten. © Gerhard Hüdepohl

Galápagos, Ecuador

Das Archipel im östlichen Pazifischen Ozean gehört zu Ecuador und lockt mit seiner außerordentliche und einzigartigen Flora und Fauna. Viele der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sind nur dort heimisch und kommen nirgendwo anders auf der Erde vor. Die mächtigen Galapagos Riesenschildkröten, von denen noch etwa 12.000 bis 15.000 Tiere leben, werden über 150 Jahre alt – leider sind sie aber sehr gefährdet und mehrere Unterarten wurden über die Jahre vom Mensch ausgerottet.

Eine Reise wert! © Andre Distel

Machu Picchu, Peru

Die berühmte Ruinenstadt in Peru ist die einzige von Menschenhand erbaute Sehenswürdigkeit in dieser Liste, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Inkas erbauten die Stadt, die aus 216 steinerne Bauten besteht, im 15. Jahrhundert und zu ihrem Glück wurde diese vor dem Zugriff spanischer Eroberer verschont. Möchte man Machu Picchu besuchen kann man mit dem Zug anreisen oder den abenteuerlichen Inka-Trail nehmen. Dieser Wanderung über den Pfad dauert etwa vier Tage und führt über drei Gebirgspässe , die einen wunderschönen Blicke auf schneebedeckte Berge und in Schluchten mit tropischer Vegetation ermöglichen. Wir empfehlen Zweiteres.

Freerunning in den Ruinen der Inkas
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