10 schräge Typen, die Du am Flughafen triffst

Mal schnell entspannt in den Urlaub fliegen? Nicht mit diesen Typen.
Von Bernd Bliemel

In seinem neuen Clip Last Call For Mr. Paul scheint Jason Paul ja mal richtig viel Spaß am Flughafen zu haben. Für die meisten von uns sind Flughäfen jedoch eher Mittel zum Zweck als Hort ewiger Glückseligkeit. Auch wenn sie oft das Tor zu paradiesischen Urlaubsdestinationen sind, können sie doch ganz schnell jegliche Hoffnung auf Erholung zunichtemachen. Im Folgenden haben wir euch die fleißigsten Helferlein aufgelistet, die euch schon am Flughafen noch urlaubsreifer machen, als ihr eh schon seid.

1.Check-In Personal

Sie machen nur ihren Job und Vorschrift ist Vorschrift. Aber der weitgereiste Actionsportler weiß: die Ermessensspielräume dieser Damen sind schier unendlich. Wenn die nette Lady am Schalter will, wird aus einem Windsurf-Boardbag mit drei Segeln ganz schnell ein paar Wasserski. Aber wehe, wenn sie nicht will und deine Charmeoffensive nicht bei ihr ankommt. Dann kann sie euch mit der vollen Wucht der Gepäckbestimmungen ihrer Airline kommen. Das prall gefüllte Travel-Konto ist dann plötzlich gar nicht mehr so prall gefüllt.

Unser Tipp: als Mann sich immer eine Frau suchen und anders herum. Darüber hinaus die Optionen ganz genau studieren und zu der/ zu dem mit der besten Laune gehen.
Wenn allerdings die Check-In-Dame entschieden hat, dass ihr zahlen müsst, dann zahlt einfach. Euer Nervenkostüm wird es euch danken.

2.Check-In-Diskutierer

Man kennt diese Menschen zur Genüge. Manche Leute denken eben etwas ganz Besonderes zu sein, obwohl sie so durchschnittlich sind wie ein Kilo Jodsalz. Diesen Leuten dann klar zu machen, dass für sie dieselben Regeln gelten wie für alle anderen auch, kann sehr ermüdend sein, sowohl für das Check-In-Personal, als auch für die Menschen in der Schlange. Irgendwann ist oft ein Punkt erreicht, an dem man diese Leute einfach nur an den Schultern packen, durchschütteln und ihnen zurufen möchte: „Zahl einfach die verdammte Gebühr.“

3.Sicherheitspersonal

Jason Paul löst in seinem Video das Problem mit dem Sicherheitscheck ja schon mal ganz gut. In der Realität wird er bei so einem Move jedoch wohl eher in einem einsamen Raum mit einer kalten, flackernden Halogenlampe landen. Klar, auch hier gilt, dass die Securities die Regeln nicht gemacht haben und im Endeffekt wir alle uns die Sicherheit wünschen. Aber: Eine Zahnpasta Tube in einem Plastiktütchen? Total sicher. Eine Zahnpasta Tube außerhalb eines Plastiktütchens: hyperultramega-gefährlich.

Unser Tipp: Denkt euch einfach schon einmal an den Traumstrand, Augen zu und ab durch den Bodyscanner.


4.Laufband-Blockierer

Diese Spezies der Flughafen-Nervlinge tritt vor allem in Erscheinung, wenn es wirklich, wirklich knapp wird mit dem Flug. Es muss oft gar nicht ein Typ mit Wakeboard sein. Sie können nämlich in allen Formen und Variationen auftreten. Gedankenverloren fachsimpelnde Business-Dudes, Kleinkinderhorden oder einfach ein Mensch, der nicht checkt, dass man seinen Koffer vor und nicht neben sich platziert, wenn man sich schon auf ein LAUF(!)band STELLT(!). All diese Gruppen bremsen den eilenden Reisenden so hart aus, dass er in seinem Kopf das Quietschen von Autoreifen bei der Vollbremsung hört.

Unser Tipp: Bereits 20 Meter hinter dem Blockierer anfangen wie eine ganze Elefantenherde zu trampeln.
 

5.Streitendes Pärchen mit schreiendem Kind

Wenn es das Schicksal einen herausfordert, bucht ein aufgelöstes oder streitendes Paar mit mehr oder weniger kleinen Kindern denselben Flug wie man selbst. Sollte einem das passieren, kann man nur hoffen, dass die neuen Kopfhörer wirklich so gut schallisolieren, wie versprochen. Denn bereits während des Wartens auf das Boarding können sich Wortfetzen von Streitgesprächen und hochfrequentes Kinderquietschen im Ohr festsetzen. Und irgendwie hat es die Evolution noch nicht geschafft, dass wir da weghören, denn Kleinkinder sind selbstverständlich erstmal per se süß. Gestresste oder streitende Paare sind es jedoch auf keinen Fall. Eigentlich schon mal über Urlaub in einem Camper Van nachgedacht?

Weiterer Tipp: Die neuen Kopfhörer so laut aufdrehen wie möglich und das Trommelfell mit Wachsohrenstöpseln vor dem Total-Tinnitus bewahren.

6.Putzpersonal

Eigentlich darf man über diese Personengruppe ja nichts Negatives schreiben. Tun wir auch nicht. Schließlich sieht dank ihr ein Flughafen wie ein Flughafen aus und nicht wie ein Bahnhof. Allerdings scheinen die Airport Facility Manager ein Talent dafür zu haben, Toiletten genau dann abzusperren, wenn man wirklich sehr dringend muss. Entweder weil man seine 1,5 Liter Wasserflasche kurz vor dem Security-Check geext hat oder weil im Flugzeug die Toilette auch schon die ganze Zeit besetzt war. Der „Highway to hell“ ist eben manchmal auch eine Sackgasse, an deren Ende ein Schild steht „Toilette wird gerade gereinigt“.
 

7.Zuspät-Kommer

Manche Menschen scheinen den Kick zu brauchen, einen Flug auf den allerletzten Drücker zu erwischen. Der liebe Jason Paul scheint ja auch so einer zu sein. Der Satz „Last call for Mister ...“ scheint bei ihnen so große Mengen an Dopamin, Serotonin und Adrenalin freizusetzen, dass sie danach regelrecht süchtig sind. Auch die vorwurfsvollen Blicke eines kompletten Flugzeugs, wenn man als letzter verspätet einsteigt, scheinen eine wahnsinnige Faszination auszuüben.

Unser Tipp: Man gönne diesen Menschen einfach ihre 20 Sekunden Ruhm.
 

8.Pseudo-witzige Piloten

Mit deutlicher Verspätung in den Urlaub zu starten ist nervig genug. Aber es geht schließlich immer noch ein bisschen schlimmer. Zum Beispiel, wenn der Pilot ein verkappter Comedian ist. Dabei ist der Grad oft wirklich schmal und eh immer persönliche Geschmacksache. Manche Piloten bringen ganz offensichtlich den selben Spruch seit Jahrzehnten und daran ist auch nichts falsch. Andere hingegen probieren immer wieder neues Material aus und manche improvisieren auch gerne mal. Und weil der Pilot ja eigentlich nur wichtige Ansagen zu machen hat, kann man nicht mal weghören. In so einer Situation gibt’s es dann nur eines zu tun: zuhören – vielleicht ist es nämlich der erste Witz, der dein Leben rettet.

9.Junggesellenabschiede

Mittlerweile reicht es zum Junggesellenabschied ja nicht mehr, deutsche Innenstädte unsicher zu machen. Nein, da muss es schon eine andere touristisch attraktive Stadt sein, in denen sich die Freunde des zukünftigen Bräutigams gepflegt das Wochenende um die Ohren hauen können. Mittlerweile geht das ja dank diverser Billig-Airlines europaweit. Dementsprechend muss mit post-pubertären Männer-/Frauengruppen auch an Flughäfen gerechnet werden. Wehe dem, der in dieses Ritual hineingerät. In einer Fußgängerzone kann man dem ja noch spontan ausweichen. In diversen Schlangen und Wartebereichen wird das schon schwieriger.

Unser Tipp: Auf der Toilette einsperren, dort aufs Boarding warten und hoffen, dass die Horde nicht dasselbe Flugziel hat wie man selber.

10.Unvorsichtige Gepäckabfertiger

Und zum Schluss zu Menschen, die wirklich jeden Urlaub vermiesen, der bereits am Flughafen beginnt: Die Koffer, deren Inhalt unerlässlich ist, um einen angenehmen Aufenthalt zu haben sind weg. Und so landet die Powderausrüstung mit 25.000 mm Wassersäule schon mal in Dubai statt in Vancouver. Und auch Surfer haben stets Angst vor dem Moment, wenn sie ihren Boardbag zurückbekommen. Da kann noch so groß: „FRAGILE“ darauf stehen. Wenn die Bretter einen Flug dann doch unbeschadet überstanden haben, ist das jedes Mal drei Kreuzzeichen wert.

Alles in allem müsst ihr aber immer nur an eine Sache denken: Solange sich der Staat, von dem euer Reisepass ist, nicht auflöst, kommt ihr von jedem Flughafen auch irgendwann wieder weg. Happy travels!

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