8 Gründe, warum Slacklining gesund für dich ist

Wie und warum sich der Balanceakt positiv auf deine körperliche und geistige Gesundheit auswirkt.
David Lama on his way to the Masherbrum in Pakistan on July 1, 2014
Meister seines Faches: David Lama © Manuel Ferrigato/Red Bull Content Pool
Von Ellie Ross / Astrid Heinz

„Slacklinen nennt man eine Trendsportart ähnlich dem Seiltanzen, bei der man auf einem zwischen zwei Befestigungspunkten gespannten Schlauchband balanciert.“ So definiert Wikipedia den Abenteuersport, der früher vor allem bei Kletterern beliebt war – sie waren es auch, die diese Sportart Ende der 1970er Jahre in Kalifornien erfunden haben. Heute ist es ein Sport für Jedermann- und Frau, gesund für Geist und Körper. Wir haben uns angeschaut, warum.

1. Es verbessert deine Balance

Emily Sukiennik spannt mit einer Highline einen Bogen
Bild einer Profi-Sportlerin © Krystle Wright

Egal, ob deine Slackline knapp über dem Boden, oder ein paar tausend Meter darüber liegt, es geht immer um eines: Balance. Die kannst du bei kaum einer anderen Sportart so gut trainieren. Gleichzeitig schaffst du damit auch eine gute Basis für andere Sportarten, bei denen Stabilität und ein gutes Körpergefühl gefragt sind, wie etwa Klettern und Skifahren.

2. Es stärkt die Rumpfmuskulatur

Pablo Signoret attempts a World Record on the 3000m long Slackline at Aiguille Dibona, France on July 18th, 2016.
Pablo Signoret hat wohl eine gute Rumpfmuskulatur © Pierre Chauffour

Du hasst Sit-ups und willst trotzdem starke Muskeln? Dann probier es damit! Während du die Balance hältst, beanspruchst du die gesamte Rumpfmuskulatur.

Der Londoner Slack-Instruktor Harry Cloudfoot erklärt; „Die ersten sechs Wochen sind meistens hart, aber dann gewöhnt sich der Körper daran und du spürst die Bauchmuskeln dann nicht mehr so sehr.“

3. Es ist Meditation

Konzentration ist beim Slacklining entscheidend. © MirjaGeh.com Photography

Slacklining wird manchmal auch als bewegte Meditation beschrieben. Du musst konzentriert sein und brauchst einen klaren Kopf, um es von einem Ende zum anderen zu schaffen. Besonders hohe oder lange Slacklines sind dabei eine besondere Herausforderung.

Harry Cloudfoot sagt: „Am Anfang ist der Kopf total überfordert, weil man an zu viele Dinge denkt. Es ist schwer, sich davon zu befreien. Wichtig ist es, sich einfach auf die Atmung zu konzentrieren. Dann schaffst du es auch, auf einem schmalen Band zu meditieren und besser zu werden.“

4. Es hilft Rückenschmerzen vorzubeugen

Alex Mason performs at Red Bull Slackladder in Hilo, HI, USA on 27 May, 2016.
Alex Mason beim Backflip-Workout © Andy Mann/Red Bull Content Pool

Schon bei deinen ersten Slack-Versuchen wird deine Rückenmuskulatur gestärkt, besonders der Quadratus Lumborum (QL). Probleme mit diesem Muskel sind oft Auslöser für Schmerzen. Aber auch die Wirbelsäulen- und Gesäß-Muskulatur wird beim Balancieren gestärkt.

Forschungsergebnisse zeigen, dass der Sport sich auch positiv auf die Haltung auswirkt. Otto Von Arx, ein britischer Orthopäde sagt: „Alles, womit man den Rumpf stabilisiert, beugt Rückenschmerzen vor.“

5. Es ist gute Beinarbeit

Pedro Rafael Marques performs during the Red Bull Airlines in Catania, Italy on October 8, 2016
Pedro Rafael Marques zeigt Bein © Mauro Puccini/Red Bull Content Pool

Slacklining ist ein gutes Training für die Beine. Das wirst du vor allem als Anfänger gleich mal spüren. Die Bewegungen sind außerdem auch für die Knie gut. Es ist so, als würdest du minutenlang in der Position einer Kniebeuge verharren.

6. Es hilft dir, Verletzungen zu vermeiden

Spiegelglatte Oberfläche dank totaler Windstille © MirjaGeh.com Photography

Tests haben gezeigt, dass sich Slacklining etwa auch positiv auf die Stabilität der Knie auswirkt. Das kann helfen, Verletzungen zu vermeiden. Der britische Professor M. Brennan Harris sagt: „Studien beweisen, dass Stabilitätsübungen die Gefahr von Knie- oder Knöchelverletzungen reduzieren.“

7. Es hilft bei der Rehabilitation

Worauf es ankommt © Krystle Wright

Verletzten Athleten hilft Slacklining nicht nur dabei, sich körperlich zu erholen, es ist auch ein wichtiger psychischer Aspekt dabei. Harry Cloudfoot hat nach einer Rückverletzung im Jahr 2011 damit begonnen: „Ich konnte fast gar nichts machen und kaum die Hüfte bewegen. Slacklining war für mich eine Möglichkeit, meine Stabilität zu trainieren, ich hab langsam begonnen und irgendwann konnte ich wieder meine Zehen berühren und Kniebeugen machen. Ich hatte damit außerdem eine Beschäftigung und eine Ablenkung. Das hat mir definitiv geholfen.“

8. Es ist dein Fitnessstudio für unterwegs

Zuerst wurden Angelschnüre gespannt © Pierre Chauffour

Das Beste: Deine Slackline ist wie ein transportables Fitnessstudio und du kannst damit (fast) immer und (fast) überall trainieren.

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