Cerro Torre: 5 Dinge, die du noch nicht wusstest

David Lamas Film läuft exklusiv auf Red Bull TV - wir haben fünf Fakten Hintergrundwissen für dich.
A Snowball´s Chance in Hell. © Corey Rich/Red Bull Content Pool
Von Thomas Wernhart

Der über 3000 Meter hohen Cerro Torre, ein Granitberg in Patagonien, gilt mit seinen steil aufragenden, glatten Granitwände und dem vereisten oberen Bereich als einer der schwierigsten und zugleich schönsten Gipfel der Welt. Über drei Jahre lang hat David Lama versucht diesen Berg als erster Kletterer über die berüchtigte Kompressor-Route frei zu besteigen – 2012 gelang ihm dieser alpinistische Meilenstein. In der Doku „Cerro Torre - A Snowball´s Chance in Hell“, die ab 19. März 2017 exklusiv auf Red Bull TV zu sehen ist, könnt ihr diese unglaubliche Leistung hautnah miterleben – HIER geht’s zum Film. Hier haben wir noch ein paar Fakten, die ihr über den Film sicher noch nicht wusstet.

Wer waren die Doubles für die beiden Bergsteiger-Legenden Maestri und Egger?

Im Film wird die „angebliche“ Erstbesteigung des Cerro Torre, die Cesare Maestri und dem Tiroler Toni Egger (der beim Abstieg durch eine Eislawine tödlich verunglückte) am 30. Januar 1959 über die Nordwand gelungen sein soll, nachgestellt. Toni Egger wird vom Osttiroler Peter Ortner gespielt, der als Davids Partner maßgeblichen Anteil am Erfolg des Projekts hatte. In die Rolle des Cesare Maestri schlüpfte der Kärntner Bergführer und Eiskletterer Markus Pucher, der zudem noch den Kameramann Lincoln Else über die Hinterseite des Cerro Torre bis auf den Gipfel führte und damit großen Einfluss auf die Entstehung des Films hatte.

Peter und Markus Pucher - Zeitreise ins Jahr 1959.

Warum ist David Lama neidisch auf das Filmteam?

Schwierige Expeditionen, die schon den Athleten alles abverlangen, brauchen ein Filmteam, das mit allen Wassern gewaschen ist. David Lama hat für „Cerro Torre - A Snowball´s Chance in Hell“ nur die besten Fotografen und Filmemacher in sein Team geholt. Als sich 2012 in Patagonien durch die Entfernung von Maestri’s Haken die Ereignisse überschlugen, änderte sich auch die Taktik für das Filmteam. Anstatt mit zeitlichem Vorsprung vor David zu klettern stiegen sie über die vereiste Hinterseite auf den Cerro Torre und biwakierten bei perfekten Verhältnissen auf dessen Gipfel. David selbst war zwar selbst zwei Mal am Gipfel, doch nie länger als für etwa 20 Minuten. Um die Übernachtung auf dem „Cumbre“ beneidet David den Rest das Filmteam.

Ein eindrucksvolles Nachtlager.

Welche Szene ist für David die schönste Aufnahme im Film "Cerro Torre - A Snowball´s Chance in Hell“?

Warum entledigte sich Davids Kletterpartner, Peter Ortner, am Gipfel all seiner Kleider?

Der Grund dafür ist, dass Regisseur Thomy Dirnhofer das Faible hat, sich nach abgeschlossenen Dreharbeiten an außergewöhnlichen Locations nackt ablichten zu lassen. Ein Nacktfoto vom Gipfel des Cerro Torre hätte nur zu gut in die Sammlung gepasst. Da es Thomy aber trotz hartnäckiger Bemühungen nicht auf den Cerro Torre schaffte, würde Davids Partner Peter Ortner im Falle des Erfolge für ihn übernehmen und blank ziehen. Für die Tatsache, dass Peter sich auf dem Gipfel nackig macht, hätte laut Wette Thomy Dirnhofer bei der Filmpremiere die Kleider ablegen müssen – in San Sebastian vor 3500 Leuten war ihm das dann doch zu viel. Seinen Nacktauftritt ist er bis dato schuldig geblieben.

Wettschulden sind Ehrenschulden.

Was ist in Davids Leben passiert, seit er diesen Gipfel erklommen hat?

Und wenn ihr den Film auf Red Bull TV gesehen habt, dann haben wir auch noch ein wenig Musik für euch, die David zu seinen Höchstleistungen inspiriert.

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