Christian
Schiester
Geburtsdatum | 12 Mai 1967 |
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Geburtsort | Mautern, Österreich |
Alter | 59 |
Nationalität | Österreich |
Karriere Start | 1992 |
Disziplinen | Ultramarathon / Segeln |
Früher standen beim Steirer 40 Zigaretten und sechs Bier auf dem täglichen Menüplan. Mit 20 Jahren brachte Schiester 100,7 Kilogramm auf die Waage, hatte einen Ruhepuls von 93 und alarmierende Blutwerte. „Wenn du so weiter machst, bist du mit 30 tot“, so der Hausarzt.
An diesem Tag änderte er sein Leben radikal. Der erste 10-Kilometer-Lauf endete bei Kilometer acht am Straßenrand. Bei einem 7-Kilometer-Bewerb kam er erstmals ins Ziel, wurde im Zielsprint aber von einem 72-Jährigen überholt. Eineinhalb Jahre nach seinem Wandel absolvierte der ehemalige Risikopatient den New York Marathon in knapp drei Stunden. Nach zahlreichen Meisterschaftstiteln folgte 2003 der erste Ultramarathon: Beim Marathon des Sables, 243 Kilometer durch die Sahara, kommt Schiester als Zwölfter durch das Ziel und trotz der Strapazen auf den Geschmack. In den darauffolgenden Jahren durchläuft er die unwirtlichsten und gleichzeitig atemberaubendsten Gegenden der Welt: das Gebirgsmassiv des Himalaya 2004 (162km / 1. Platz), den Dschungel am Amazonas 2006 (202km / 3. Platz), die eisigen Weiten der Antarktis (100km / 1. Platz), die Halbinsel Sinai als Trainingseinheit (501km), den Desert Cup in der Atacama-Wüste 2009 (250km / 6. Platz), das Sahara Race 2009 in Ägypten (250km / 2. Platz), Racing the Planet Australia (250km / Verletzung) sowie den Gobi March in China (250km / 2. Platz). Nach der Wüstentour führen ihn seine Abenteuer zurück in den Dschungel: Trotz Verletzung beendet er im Frühjahr 2012 die Route of Fire in Costa Rica auf Rang 8. Im November 2013 wird er in Kambodscha erneut in das Abenteuer Urwald eintauchen. Die Pläne für die fernere Zukunft klingen nicht minder exotisch: „Ich möchte mit dem Schiff die Welt umsegeln. Bei Flaute treibe ich wie ein Hamster per Laufband die Schraube an. Mein großer Traum ist es, als erster Mensch einen Marathon auf dem Mond zu laufen.“ Und wenn die Beine irgendwann den Geist aufgeben? „Dann mache ich mit den Armen weiter!“