Red Bull Fuxjagd: Zawada war a da...

...und holte sich den verdienten Sieg!
Addison am Weg zum Sieg © Aron Süveg
Von Marlene Krug

Im Wiener Prater wurde zum Halali geblasen! Dem Ruf des Jagdhorns folgten 47 Fixie-Fahrer aus 7 Ländern um bei der heuer zum zweiten Mal stattfindenden Red Bull Fuxjagd rund ums Lusthaus den Besten aus ihren Reigen zu küren. Höheres Leistungsniveau inklusive – die gefahrenen Bestzeiten waren bis zu fünf Sekunden schneller als letztes Jahr.

Jäger und Gejagter © Aron Süveg


Gefahren wurde auf einem 200 Meter langen, gespiegelten Rundkurs, der neben zwei Steilkurven auch mit einer Slalom Schikane aus Tannen aufwartete. Ziel war es, dem Gegner den Fuchsschwanz zu entreißen und damit die Jagd für sich zu entscheiden. Für den Fall, dass man sein Gegenüber nicht in der vorgegebenen Zeit erreichen konnte, endete das Rennen automatisch und der Schnellere stieg auf.
  

Füchse unter sich © Aron Süveg


Im Qualifying wurde in Einzelzeitläufen das Finalfeld der 16 Schnellsten ermittelt. Es gab keine Aufwärmrunden, Streckenbegehung oder andere Vorbereitungsmöglichkeiten. Die Einstellung auf den Kurs erfolgte durch das fahren der Quali!

Von Vorteil war natürlich Steilkurvenerfahrung oder noch besser eine bereits absolvierte Fahrt beim Vorjahrsevent. Den Rundkurs möglichst rund zu fahren, also keine Sprint-Skid-Attacken zu starten, schien das Geheimnis zum Erfolg zu sein. Die Schikanen durch den Wald konnten auch ohne das Hinterrad vor der Einfahrt zu blockieren Vollgas genommen werden, wie sich dann in den Finalläufen zeigte.
 

Head over Heels © Aron Süveg


Addison Zawada
hat seine Erfahrung aus den 6 Siegen in Serie im Red Bull Mini Drome ausgespielt und in den Steilkurven seine Skills bewiesen. Von der Fliehkraft aus der Kurve geschleudert hat er auch durch die Engstellen seinen Speed mitgenommen und ging bis ans Limit. Über das Limit eigentlich. Denn in zwei der vier Qualifikationsrunden wurde er seiner Philosophie „love the pain“ gerecht und musste schmerzhafte Stürze hinnehmen. Dennoch konnte er sich als Drittbester für die Finalläufe qualifizieren - die er dann auch dominierte. Einzig der Grazer Veloblitz Christian Striedner und der Deutsche Sebastian Körber konnten dagegen halten.

Glückliche Gesichter – müde Beine © Aron Süveg


Addison Zawada zu seinem Sieg bei der Red Bull Fuxjad:

Durch den Rundkurs wusste ich nie wo mein Gegner gerade ist – ich konnte es mir nicht erlauben langsamer zu werden. Das richtig coole war auch dass die Strecke eine perfekte Kombination aus technischem Biken und Ausdauer war!


Auch von seinem Jagdkollegen Bernhard Blum gab es anerkennende Worte:

Verdienter Sieg! Seine direkte Linie und absolut smoothe Art zu fahren haben schon beeindruck, ohne auf die Uhr geblickt zu haben! Nach den kapitalen Stürzen in der Quali noch drei Minuten Halbfinale und 9 Minuten Finale zu fahren – ohne langsamer zu werden – hat mich auf jeden Fall beeindruckt


Nächstes Jahr findet die Red Bull Fuxjagd im Zuge des Argus Bike Festivals am 2. und 3. April 2016 am Rathausplatz in Wien statt. Möchtest du als Fixie-Fuchs dabei sein – hier geht’s zur Pre-Registration.
 

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