VREI – Virtuelle Realität zum Anfassen

Die weltweit erste Virtual Reality Lounge öffnet ihre Pforten in Wien
Eine „modifizierte“ Samsung Gear VR
Von Ken Shilling

Oculus, Playstation VR oder HTC Vive. Das Produktangebot auf dem VR-Markt ist schon vor Marktstart der Brillen unüberschaubar groß geworden. Um Berührungsängste zu nehmen und die Frage zu klären, welches Gerät nun zu welchem Gamer passt, haben vier Partner vrei (sprich: „frei“) in Wien eröffnet.
Wir unterhielten uns mit CTO Timon Liebau.



Wieso klingt der Begriff "Virtual Reality" so retro-futuristisch?

Das liegt vermutlich daran, dass Virtual Reality schon seit den Siebzigern ein ernstzunehmendes Thema ist. Es gab damals schon die ersten Head Mounted Displays.

Nun hat sich seit damals viel getan, HMDs wirken aber immer noch etwas klobig.
Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Geräte auf die Größe von normalen Brillen schrumpfen. Dann trägt man so ein stylisches Ding den ganzen Tag, nutzt Augmented Reality und wenn man im Zug sitzt, schaltet man um auf Virtual Reality.

Wohin geht die Reise mit vrei?
Unser erstes Ziel ist es, den Leuten in einer gemütlichen Atmosphäre die neueste Technik in diesem Bereich vorzustellen, da sie noch sehr teuer ist. In weiterer Folge soll vrei zu einer VR-Spielhalle werden, einem Freizeitangebot. Dann werden zum Beispiel mehrere Gamer gegeneinander in VR-Spielen antreten können.

Wie viele Konkurrenten gibt es denn europaweit im Bereich VR Lounge?

Ich glaube, da muss man noch weiter herauszoomen. Weltweit gibt es höchstens zwei, drei Konzepte, die unserem gleichen. Aber umgesetzt wird es nur hier in Wien.

Man darf euch also ruhig Pioniere nennen.
Für die Lounge auf jeden Fall. Wir sind natürlich keine Developer, die an Hard- oder Software entwickeln. Wir sehen uns aber auf jeden Fall als den ersten Knotenpunkt zwischen Industrie und Endverbraucher. Potenzielle Käufer können die neuesten Geräte bei uns ausprobieren.

Ihr deckt mit eurer Ausstattung im vrei eine große Bandbreite ab. Vom Ultra-Low-Level Cardboard bis hin zu einem Racingsetup mit pneumatischem Sitz. Sind das alles Geräte, die endverbrauchertauglich sind?
Nein und das ist der springende Punkt. Oculus, Playstation VR, das sind Geräte, die in einigen Jahren bei vielen Gamern zuhause vorzufinden sein werden. Aber so ein High-End-Setup wie unseren Rennsitz, das wird man so schnell nicht woanders finden.

Game City 2015: Der Rennsitz war ein Highlight

Die Rennsitze sind ja aktuell das Herzstück von vrei. Wie viel muss ich hinblättern, um mir so einen daheim aufzustellen?
Da musst du schon ein echter Rennspielfreak sein, um dir den zu kaufen. Alles in allem kostet der nämlich um die 12.000€.

Ok, ich denke darüber nach. Weil wir schon beim Thema sind, welcher Typ Spiel funktioniert denn am besten in Virtual Reality?

Definitiv Cockpitspiele. Hier hat man die ideale Spielerfahrung. Man sitzt, die Hände hat man am Lenkrad und bewegt wird nur der Oberkörper. Probleme mit der Steuerung gibt es nicht, denn es gibt die passende Hardware: Pedale, Schaltknüppel, etc.

Die Steuerung ist auch der Grund dafür, dass ich bei Shootern skeptisch bin. Zu Recht?

Es geht ja in erster Linie darum, die Immersion zu stärken. Natürlich klappt das nicht so gut, wenn man mit einem Controller in der Hand läuft, anstatt sich wirklich zu bewegen. Aber hier denke ich, wird ein ausgestorbenes Genre zurückkehren. Rail Shooter, die es früher in Spielhallen zuhauf gegeben hat, die funktionieren in VR grandios.

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